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Siebenter Band.
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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt.

tigkeit der baumartigen Gewächse, durch eine Vereinigung der verschiedensten, jetzt indie fernsten Gegenden der Erdoberfläche zerstreuten Forme».

II. Die Thiere der Vorwelt.

Die thierischen Neste begegnen uns viel häufiger und zahlreicher in den Ge-birgsschichten als die vegetabilischen, denn theils sind die Schalengerüste der Weich'thiere, die Panzer der Gliederthiere und die Knochen der Nückgratthiere wegen ihresgroßen Gehalts an anorganischen Substanzen viel geeigneter, zerstörenden äußernEinflüssen auf die Dauer Widerstand zu leisten, theils waren sie selbst auch wirklichin größerer Anzahl und Mannichfaltigkcit vorhanden, weil ihr Organismus den ver-schiedenartigsten Lebensbedingungen in den flüssigen und auf dem festen Elemente sichfügt. Bei ihrer Häufigkeit gestatten diese Neste zugleich eine sicherere Bestimmungihrer Herkunft, eine tiefere Einsicht in das Wesen und die Bedeutung der Gestalten,von denen sie abstammen. Überraschend sind hier die Resultate, welche der Scharf-sinn aus der Untersuchung unscheinbarer Fragmente gewinnt, und großartig in derThat die Leistungen auf diesem Gebiete der Naturforschung. Seit den letzten lllJahren erweiterte sich unsere Kenntniß der verweltlichen Thiere um mehr als dasDoppelte: die räthselhaften Überreste derselben wurden mit der größten Sicherheit ge-deutet und die merkwürdigsten Formen thierischer Gestalten ihrem wahren Wese»nach erkannt. Eine Übersicht über diesen Theil der verweltlichen Schöpfung gewährtdaher ein mehr entsprechendes Bild vom Leben in der Urzeit, als wir es von derPflanzenwelt zu geben vermochten, und indem wir dasselbe zu entwerfen versuchen,werden wir besonders den charakteristischen Eigenthümlichkeiten der Thicrwelt in de»drei oben begrenzten geologischen Perioden unsere Aufmerksamkeit widmen.

s) Fauna der primären Formationen.

Die Geologie weist nach, daß zur Zeit, als das Grauwacken-, Kohlen- undKupfcrschiefergebirge abgelagert wurde, überall auf der Erdoberfläche die gleiche»Verhältnisse herrschten: im unbegrenzten Uroceanc nur einzelne Inseln von geringe»»Umfange und dieselbe Temperatur unter allen Breitegraden. Die in den alten Ge-birgsschichten eingeschlossenen Pflanzenreste sprechen, wie oben dargelegt, für dieselbeEinförmigkeit aller Bedingungen des organischen Lebens. Die thierische Schöpf»»-entfaltet nun zwar einen weit größer» Formenreichthum als die vegetabilische, alle»»,mit der uns heute umgebenden verglichen, erscheint sie doch in gleichem Grade dürfti-und einförmig. Nur Bewohner des Wassers, noch heute die unvollkommensten desganzen Thierreichs, erkennen wir in den Überresten jener Zeit. Vierfüßige Landbe-wohner fehlen völlig; nur wenige Wasser- und uferbewohnende Amphibien wurde»als vollkommenste Geschöpfe bis jetzt entdeckt, und vergleichen wir die Fische, Krebst,Weich- und Strahlkhiere specieller, so stehen auch sie noch auf einer tiefern St»stder organischen Dignität als die jetzt lebenden. Zwar zeigt sich schon in den t>re'erwähnten Formationen ein deutlicher Fortschritt in der Organisation; denn die erste"Fische z. B. treten in dem obern Grauwackengebirge, die ersten Amphibien und echtt"Krebse in den Steinkohlen, die erste Eidechse und freie Seeigel iin Kupfersch»^auf. Dennoch ist aber der allgemeine Charakter dieser ganzen Periode U»vollkoni>»t"'heit und Einförmigkeit des thierischen Organismus. Die einzelnen Gestalten st"°wieder, wie bei den Pflanzen, auffallend eigenthümlich, fremdartig und mehr als s'nerisch von den Lebenden verschieden. Wir wollen sie selbst gleich näher bezeich"/''

Die Classe der Infusorien begreift nur mikroskopische, höchst zart gebautechen, von deren Existenz in frühern Schöpfungsperioden uns keine Spuren a»lwahrt worden sind. Ihr weicher, durchsichtiger Körper löst sich schnell nach vTode auf und verschwindet spurlos, denn festere, erhaltungsfähige Theile enthältselbe bei keinem einzigen. Zwar spricht Ehrenberg seit mehren Jahren viel »""-hernen Untersuchungen fossiler Infusorien und hat bereits ein ähnliches Prachtwerk ^dieselben, wie über die lebenden vorliegt, begonnen; aber diese Körperchcn si»»