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Siebenter Band.
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577
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Die Pflanzen und Thiere der Vorwelt. 577

willen der Mono- und Dimyaricr schon an 1000 Arten bis zu dem Kupferschieferhinauf; allein die Formen bieten so wenig Auffallendes, daß wir sie hier nicht wei-ter beachten wollen. Auch die Schnecken treten in gleicher Anzahl und Verbreitungauf, zum Theil mit fremdartigen Gestalten, wie die Euomphalen, Murchisonien undandere. Auf die kleine Familie der Flossensüßer oder Hbteropoden deutet man einigedreißig meist pyramidale, sehr zarte Gehäuse aus verschiedenen Schichten des Grau-wackengebirgs, und in allen Formationen bis zur tertiären Periode fehlen ähnlicheReste gänzlich. Die Brachiopodcn dagegen gehören außer etwa 140 Arten, welcheder noch lebenden Gattung Terebratula beigezählt werden, sämmtlich untergegangenenTypen an. Ihr charakteristisches Organ, die fleischigen Arme zu beiden Seiten desMundes, ist in den fossilen Arten nicht erhalten; daher wurden die Art der Anhef-«ung und die ausgezeichneten Eigenthümlichkeiten der Schalen zur Unterscheidung derGattungen und Arten benutzt, bis es Frankreichs thätigstem Paläontologen vor kur-zem gelgjig, «>uS der Anheftung der Arme in der Schale, aus deren kalkigem Gerüstund der feinern Structur mit großem Scharfsinn die eigenthümlichen Organisations-verhältnisse der höchst mannichfaltigen Schalen zu ermitteln und die natürliche Ver-wandtschaft derselben nach Familien, Gattungen und Arten zuverlässig festzustellen,kleide d'Örbigny scheidet die Brachiopodcn in zwei Hauptgruppcn, nämlich in solchefüll Armen und schwach entwickeltem Mantel, und in armlose mit sehr entwickeltemMantel. Nur die ersten kommen in den ältern Formationen vor. Außer der bereits"wähnten Terebratula, einige der wenigen Gattungen, die mit zahlreichen Arten^«rch alle geologischen Epochen hindurch bis auf die gegenwärtige existirt, ist zunächst«« nur in drei Arten bekannte Calccola zu erwähnen, eine Muschel von Pantoffel-^stalt, deren Bewohner keinen fleischigen Fuß zur Anheftung besaß, sondern frei im. "re sich bewegte. Ihre Existenz war von kurzer Dauer, denn die Exemplare fin-sich nur unterhalb der Steinkohlen. Die Gattung Productus wurde von einemhuiiche» Thiere bewohnt; aber ihre untern und obern, in einem geraden Schloß-sande verbundenen Klappen gestalten sich nicht pantoffelartig, sondern die obere wölbtda mit übergebogenem Wirbel, und die untere liegt wie ein flacher Deckel

Tange Röhren, von den respiratorischen Fortsätzen des Mantels gebildet,ersck" auf der Schalenvberfläche oder nur am Schloßrande (Chonetes). Sie

scheinen zuerst mit drei Arten in den untern Silurschichten, und vermehren sich in denoern schon auf 12 . I» den devonischen sind sie ebenso häufig, und im Kohlenkalkunterscheidet man einige 80 . Im Kupferschiefer sinken sie wieder auf etwa 10 meistsehr charakteristische Formen, und kommen in spätern Formationen fast gar nicht wiederVvr- ^Drthisincn haben ähnliche Schalen, aber ohne Röhren, und eine Öffnungam Schloßrande, durch welche das Thier einen fleischigen Fuß hervorschob, um sichanzuheften. Sie sind, zwar auf dieselben Formationen beschränkt, doch mannichfal-ugcr noch als ProductuS und schon in den ältesten Schichten durch etwa 80 Artenvertreten, die sich in den obern filmischen auf 60, in den devonischen auf 50, imvhienkalk auf 12 und im Kupferschiefer aus etwa 8 verringern. Die Spiriferenstellt' "" ihrer Schalen ein, kalkiges Gerüst zur Stütze der langgcwimperten

Ih ^'gen Arme und ebenfalls eine Öffnung am Schloßrande für den fleischigen Fuß.

nehmen, Wie die Produkte, bis in den Kohlenkalk zu; denn in den unternin, Schichten zählt man etwa 20 , .in den obern 50 , in den devonischen 60,nvck - ^"Ealk 70 und im Kupferschiefer »och nicht 10 . Später im Lias kommenFormen vor. Wir könnten diesen vier Haupttypen derVrachivpoden "och andere auf die frühesten Epochen beschränkte hinzufügen,Atrypa °^sa"""tzahl der Arten aus etwa 1000 steigern, wie Obolus, Uncitcs,häuft ^"'erus; allein diese sind weniger massenhaft in den Schichten aufge-Sämmtlikb formen schließen sich mehr oder minder innig an die erwähnten an.Meeren i«a ^ ^chiopoden sind ausschließliche Meeresbewohner und in den heutigenDi.» '^sammt nur durch einige 50 wenig auffallende Arten repräsentier, wäh.Gegenwart, vü. 37