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Siebenter Band.
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Das Osmanische Reich.

Im Juni 1845 verheirathete der Sultan seine jüngste Schwester, die Sulta»nin Adileh, mit Mehemed Ali-Pascha, damaligem Großmeister der Artillerie undbald darauf Nachfolger Halil's als Großadmiral. Riza-Pascha scheint im Vertrauenauf die geistige Unbedeutendheit Mehemed Ali's diese Verbindung befördert zu haben,um nicht in einem Andern bald einen gefährlichen Nebenbuhler in der Gunst des^ Sultans zu sehen; doch hatte er sich in seiner Berechnung getäuscht. So sorgsam" den Zugang zu dem Großherrn bewachte, so wußte Mehemed Ali doch durch dieSultan!» Adileh seine Intriguen anzuspinnen, und im August vernahm man plötz-"ch, daß der allmächtige Günstling gefallen sei. Man hatte Vorsichtsmaßregeln an-gewendet, um einen Soldatenaufruhr zu verhüten, den man bei dieser Gelegenheitbefürchtete. Aber nach echt orientalischer Sitte verließ den eben noch so gewaltigenAann sein ganzer Anhang augenblicklich, und bald war er in seinem prachtvollen^iosk von Kadhikjoi, den ihm der Sultan als ausschließliche Wohnung angewiesenhatte, wie vergessen. Durch Riza-Pascha's Sturz wurde natürlich auch die StellungSchekib-Efendi's unhaltbar. Für die Dauer der Abwesenheit dieses Ministers warEiner der geschicktesten und kenntnißreichsten türkischen Diplomaten, Aali-Esendi,Ehemaliger Botschafter in London, zur interimistischen Leitung der äußern Angele-genheiten berufen worden. Aber schon nach wenig Wochen erfolgte die Wiedere»Nennung Reschid-Pascha's, welcher von Paris, wo er bis dahin Botschafter der>fvrte gewesen, in Konstantinopel (Ende 1845) eintraf.

3m Jahre 1845 war es auch, wo zum ersten male ein russischer Prinz, derGroßfürst Konstantin, die Hauptstadt des Sultans besuchte. Derselbe wurde auf dasiuvorkonl'mendste aufgenommen; aber wegen seiner Herkunft, seines Glaubens undendlich seines Namens, welcher im Munde der großen Masse als generische Bezeich-^ ^ing aller byzantinischen Kaiser gilt, erregte sein Erscheinen unter den christlichen^ ^ajahs einen solchen Enthusiasmus, daß den Türken dabei sehr besorgt zu Muthewurde. Aus den griechischen Dörfern in der Umgegend Konstantinopels zog dieBevölkerung scharenweise in die Stadt, und wo der Prinz öffentlich erschien, daUmdrängten' ihn Tausende, um ihn zu sehen und mit dem Rufe: Es lebe unserÄomg Konstantin! zu begrüßen. Die Pforte wagte nicht gegen diese Kundgebungeneinzuschreiten; doch war sie sehr froh, daß einige Monate später ein französischerder Herzog von Montpensier, eintraf, für den die katholische Bevölkerung derHauptstadt, freilich weniger naturwüchsige und deshalb auch keineswegs besorglicheemonstrationen machte, welche aber in den Gemüthern das Gleichgewicht einiger-maßen wiederherzustellen dienten.

A's evangelische Bewegung unter den Armeniern; die kryptochristlichen Gemeinden in Albanien,besuch Mehemed Ali'S in Konstantinopel; das Zerwürfniß mit Frankreich wegen des Dei

von Tunis.

. - -t.br 1846 unter günstigen Auspickn

panische Mission in Konstantmope besta d^, ^ evangelisch- ^

benbrkehrung gewesen war, welche sich -schließlich zuwandte. ^ .

der christlichen Kirche des Orients fast ^ohne allen Erfolg g-bü-ben, dagegenschen Nation waren diese Bestrebungen fast ^^deutrnde Anzahl, .

fanden sich unter den Armeniern -me^ch. «berzeugtenund dr

b-n Irrthümern und Misbräuchen >n ,Antm°P-l, zugleich dw weltliche und

anhingen. Da« armenische Patriarchat Entwickelung, welche es nicht ^

geistliche Behörde der Nation, wußte ^ ^ n^en Protestanten sich .

gleichgültigem Auge betrachten konnte. D ^ Beziehung auf die Abgaben u-s- -

stch den Bestimmungen der Kirche unterzogen, 1° " u