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Siebenter Band.
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658 Die Statistik.

von Gesetzen hinsichtlich der ihrem Gebiete zugewiesenen Erscheinungen, was vonManchen als Federung aufgestellt worden sei. Dies führt uns auf eine Reihe vonStatistikern, deren Ansichten man nicht auf die Anschauungen und Aussprüche des„Vaters der Statistik", Achcnwall, zurückführen kann.

Wol schon über ein halbes Jahrhundert vor der Cvnstituirung der Statistikdurch Achcnwall war die politische Arithmetik durch John Graunt, William Pettyund Edmond Halley begründet worden. Sie besteht aus der Anwendung der Wahr-scheinlichkeitsrechnung auf politisch wichtige Verhältnisse, und ward durch die Rech-nungen für Leibrenten, Stcrblichkeitstafcln, Amortisationskassen u. s. w. hervorgeru-fen. Sie ist „der Inbegriff der Regeln, wonach aus ausgemachten, in Zahlen aus-drückbaren Verhältnissen des öffentlichen Lebens andere und auch unbekannte Ver-hältnisse für gewisse Zwecke ermittelt werden". Im 18 . Jahrhundert fand die poli-tische Arithmetik eine sehr verbreitete Pflege. Indem sie sich in ihrer Weise mancherStoffe bemächtigte, welche auch von den Statistikern behandelt wurden, gewann beieinem Theile von diesen selbst der numerische Ausdruck, die Hinzufügung der Zahl-angabe bei den in der Statistik behandelten Thatsachen und Erscheinungen, eine stei-gende Bedeutung. Man fing an zu berechnen, wo man früher beschrieben undgeschildert hatte, und legte ein größeres Gewicht auf die Zusammenstellung von exac-ten zahlenmäßigen Angaben als auf die ausführlichste Darstellung mit Worten-Gerade auf die Präcision der gesammelten Angaben legte man den größten Nach-druck, während die früher erwähnten Statistiker, selbst wo sie Zahlangaben ge-brauchten, die Genauigkeit derselbe» geringer anschlugen. So sagte Schlözer geradezu -„Gewiß gibt es statistische Wahrheiten im strengsten Verstände; nur lvo die Dat»in große» Zahlen auszudrücken sind, verlange Niemand mit der Miene des goüt c>eprüeision immer arithmetische Genauigkeit da, wo es auf eine Handvoll Hundertmehr oder weniger nicht ankommt.-- Mit der Zeit kam man dahin, daß man gt-radezu die Hinzufügung eines exacten numerischen Ausdrucks zu den gesammelte»Angaben als ein wesentliches Merkmal ihrer Brauchbarkeit für die Statistik ansah'und jede bloße Schilderung und Wortbeschrcibnng ausschloß. Daß in dieser 'Fede-rung eine ebenso bedeutsame als entschiedene Umgestaltung des statistischen Gebieüenthalten war, mußte sich bald herausstellen. Wie viele Gegenstände, welche dudahin mit ausführlichen Schilderungen vorgeführt worden waren, mußten ganz weg'fallen. Was sollten diese Statistiker mit „dem Nationalgeist, der Freiheitslicbe, dc>»Genie und dem Charakter der großen und kleinen Männer an der Spitze des Staatsu. s. w. anfangen, auf deren Beschreibung die Schüler Achenwall's ein hauptsÄ'liches Gewicht legten. Dagegen mußten in ihren Arigcn die sogenannten materiellLebenselemcnte und die ganze Masse der in dem bürgerlichen Leben und Thunvortretenden Erscheinungen, welche exactc Angaben gewinnen ließen und einer Bett»'nung unterworfen werden konnten, eine viel größere Bedeutung erhalten. Darü^gab es denn anfänglich viel Streit- und auch Schimpfworte gegen die „Tabcll^fabrikantcn-- und „ Tabcllenkncchte", gegen die „Productc höchst armseliger KöPnund die „Ekel erregenden Kadaver", welche die lebendige», politischen und geistig ,Interessen der Staaten und Völker nicht wahrzunehmen vermöchten. Baldließ sich erkennen, daß diese Art Statistik nicht mehr zu vernichten sei, undbegnügte sich zuletzt damit, sie als eine untergeordnete Behandlungsweise, als„gemeine" Statistik der „höher«-- Statistik der Achenwall'schcn Schule gegen"»zustellen. ^

Indem diese „gemeine" Statistik verlangte, daß jedes Factum durch erfahr"»^, Imäßig sichere Beobachtung gewonnen und von einer genauen Zahlangabe bcgu' !sei, damit auf diesem Wege ein sicheres Fundament zu einer genauen Berechn».,der zu behandelnden Verhältnisse gewonnen werden könne, hatte sie rutscht» , >Merkmale, durch welche sie sich von allen Disciplinen, welche bis dahin an der- tistik gemeinsam Theil zu haben schienen, ganz bestimmt abschloß. Darum brau^hier auch gar kein Gewicht mehr aus „den Zustand-- und daS „Zuständliche", »