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Siebenter Band.
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674
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674 Die Statistik.

Kellt" (Berl.' 1825), und Stein, „Handbuch der Geographie und Statistik für diegebildeten Stande" (Lcipz. 1854). Wir werden jedoch kaum zu erwähnen brauchen,daß diese Statistiken über alle deutschen Bundesstaaten nur in einem sehr zweifel-haften Lichte erscheinen können, mag man nun nach dem Was oder dem Wieder Darstellung fragen. Denn es begreift sich leicht, daß von einer exakten statisti-schen Zusammenstellung auch nur der allcrwichtigsten Verhältnisse in ganz Deutsch-land schon um deswillen gar nicht die Rede sein kann, weil dieselbe überhaupt vonNiemandem in der gegenwärtigen Zeit geliefert werden konnte, nicht einmal von allendeutschen Regierungen zusammen: und das wäre doch eine ganz andere Arbeitskraft,das wären ganz andere Quellen, als wir sie hinsichtlich jener Bücher erwarten dür-fen. Die Statistik der deutschen BundeSstaaten muß eben erst noch gemacht werden,und bis jetzt besitzen wir nichts als einzelne Fundamente derselben. Ein einzelnerCommissionsbericht Englands umfaßt, obwol er nicht viel überflüssige Worte enthält,einen großer» Raum, als jene Werke über alle Verhältnisse in allen deutschen Bun-desstaaten. Letztere können nicht mehr geben als eine gewisse Masse einzelner Notizenvon sehr verschiedener Glaubwürdigkeit, wie sie gerade sich dem Verfasser in älternund neuern Quellen darboten. Deshalb ist der Werth solcher Schriften, welcheirgend einen einzelnes Gegenstand zur statistischen Darstellung habe» und denselbennamentlich auch mit Rücksicht auf reichlicher vorhandene Quellen auswählen, schonhöher anzuschlagen. Manche Partien der Statistik bieten an und für sich verhält-nißmäßig geringere Schwierigkeiten dar, sind wol auch bei allem Mangel einer um-fassenden und geregelten Thätigkeit für die Statistik gleichwol schon längere Zeitangebaut. Dahin rechnen wir in Beziehung auf Deutschland insbesondere die Sta-tistik der Militärverhältnisse („Die Kriegsvcrfassung des Deutschen Bundes", Mainz1842; namentlich aber: Lylander, „Das Heerwesen der Staaten des DeutschenBundes", 2. Aufl., Augsb. 1842, mit einem Supplcmentband, 1847), oder des Eisen-bahnwesens (Reden, „Die Eisenbahnen Deutschlands", Berl., Posen und Bromb.1845 fg.), oder der Finanzverhältniffe (Höck, „Materialien zu einer Finanzstatistikder deutschen Bundesstaaten", Schmalk. 1825; namentlich auch daS größere nochunvollendete Weck des Freiherr« von Reden über die „Finanzstatistik"). Selbst dasSchulwesen (Braun- und Theobald, „Statistik der deutschen Gymnasien für dasJahr 1855", Kassel 1855, in den folgenden Jahrgängen als „Statistisches Hand-buch der deutschen Gymnasien", und Calinich, „Statistik der Schule in Deutsch-land", in der „Zeitschrift des Vereins für deutsche Statistik", herausgegeben vomFreiherr« von Reden, Berl. 1847), sowie die Kirche (Wiggers, „Kirchliche Statistik",Hamb. und Gotha 1842—45) möchten wir zu diesen für eine umfassendere Bear- jbeitung schon jetzt verhältnißmäßig geeigneter» Stoffen rechnen. Dagegen kann einSchriftsteller noch in der gegenwärtigen Stunde des Stoffs gar nicht Meister wer-den, welcher, wie schon vor 50 Jahren Bosse, eine „Darstellung des staatswirlh'schaftlichen Zustandes in den deutschen Bundesstaaten" geben will. Noch bestimmtermuß man Dasselbe von einer Aufgabe, wie die Darstellung der landwirthschaftlichenStatistik ist, geradezu aussagen (Höck, „Statistische Darstellung der Landwirthschaftin den deutschen Bundesstaaten, nebst einem Grundrisse der Landwirthschaftspoü' ^zei", Ulm 1824), obschon wir vor Dem, was unter den maßgebenden Verhältnisse'Lengerke („Landwirthschastliche Statistik der deutschen Bundesstaaten", Brauns^'1840 — 41) geleistet hat, große Hochachtung haben. An einer einigermaßenFederungen der Wissenschaft wie den Bedürfnissen für das praktische Leben gei'"S*"'den landwirthschaftlichen Statistik mühen sich noch jetzt die ausländischen Regies'"^gen ab, welche schon seit längerer Zeit für die Herstellung der officiellen Statist'weder Mühe noch Kosten gescheut habe». Das Beste kann auch hier zunächstdurch die Beschränkung auf kleine Kreise geleistet werden. Einen Beweis dafür hawir an so manchem Aufsätze in den beiden Jahrgängen der erwähnten „deüsthdes Vereins für deutsche Statistik", dem die Anerkennung eines bleibendengesichert ist.