Band 
Siebenter Band.
Seite
681
JPEG-Download
 

681

Die Statistik.

Sparkassen in Sachsen zusammengestellt; die Zoll- und Steuerdirection verfaßt jähr-liche Übersichten über die Branntweinbrennerei, Bierbrauerei, auswärtigen Getreide-handel u. s. w.; aus Dresden, Leipzig und Bauhen werden regelmäßige tabella-rische Übersichten über die Wollmärkte eingeliefert; vom Landwirthschaftlichen Haupt-verein werden die Ernteresulkate zusammengestellt, auch monatlich die Preise vonGetreide und landwirthschaftlichen Erzeugnissen auf den Hauptmärkten bekannt ge-macht. Alle diese Bekanntmachungen erfolgen in dem „Organ der sächsischen land-wirthschaftlichen Vereine". In dem „Bergkalender" dagegen veröffentlicht jährlich daSOberbergamt die Statistik des sächsischen Bergbaus und Hüttenwesens. In den,„Polytechnischen Centralblatt" hat das Ministerium des Innern die Ergebnisse derUntersuchungen bekannt gemacht, welche über einzelne Zweige der industriellen Sta-tistik durch besondere Commissionen gewonnen worden sind.

tt-en>arein

ch-öe-vaseig-metUmdem>ernhemneu,liste-ater-Di- 'clicheBe-ichts-, diedieseg derigungbeitcnrhält-theilshrung

ereins

,, daßch beiinnen,gefaßt,

stische"iS Kö-AuchSach'

mmteN

Hannover.

In Hannover ist erst im Sommer 1848 vom Gesammtministerium ein kleinesprovisorisches Centralbureau ernchtet worden, das später erweitert werden soll. Einerrste Frucht desselben sind die Übersichten der Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr imSteuervereine vom 1. Juli 1844 bis 1. Juli 1848, welche unter dem Titel: „ZurStatistik deS Königreichs Hannover" (1. Heft, Hann. 1850) erschienen sind. „Ver-hältnisse der Bevölkerung und der Lebensdauer in Hannover" (Hann. 1846) hatTellkampf veröffentlicht. Ferner erschien in der „Zeitschrift des VereinS für deutscheStatistik" (Jahrg. 1847) von Wappäüs: „Zur Statistik des Königreichs Hannover."

Baden.

In Baden wurde zwar im Jahre 1836 eine besondere Commission zum Zweckeder Bearbeitung einer Landesstatistik gebildet; indessen kam sie nicht in Thätigkeit,^ls man am Schlüsse des Jahres 1847 den Plan mit größerer Entschiedenheitwieder aufgenommen und dazu, mancherlei Vorbereitungen erledigt hatte, ging indeu stürmischen Bewegungen der folgenden Jahre Alles wieder spurlos' vorüber.Dagegen wurden schon seit langer Zeit in den verschiedenen Ministerien vereinzeltstatistische Zusammenstellungen gefertigt, welche zun; größten Theil auch durch denDruck in die Öffentlichkeit übergingen. So unter Andern, vom Ministerium des???^Ern, außer den „Staatshandbüchern" seit 1803, eine „Übersicht über die poli-üschen^Kirchen- und Schulgemeinde» mit der Seelen- und Bürgerzahl von 1845"(Karlsr. 1847); von dem Justizministerium Zusammenstellungen über die Rechts-pflege, die jedoch erst seit 1840 gedruckt und einzeln an bestimmte Stellen vertheiltwurden; auS dem Finanzministerium gingen, neben den jährlichen Übersichten überSleucrrrtrag u. s. w., als größere Arbeiten hervor: eine „Darstellung des Flächen-TehaltS sämmtlicher Ländereien des Großherzogthums nach den verschiedenen Cultur-°^en von 1830"; eine „Steuertopographie von 1844"; eine „Gewerbestatistik von

Kurhessen.

^"/Hessen hat noch immer blos Vorbereitungen zu einer statistischen Central-SeSchon im Juni 1844 erschien eine Verordnung, welche eine>, ^ Kurstaats unter der höhern Leitung des Ministeriums deS Innern an-

lallen befahl. Dieselbe hatte jedoch ebenso wenig bemerkenswcrthe Folgen als^enennung einer statistischen Commission unter dem Ministerium Koch im Jahrewelchr nichts zu Stande brachte als Jnstructionen und Formulare. Im*848 erschien eine Verordnung des Ministeriums Eberhard, welche diestatistischen Centralbehörde in AuSsicht stellte, ohne daß dieselbe ein-S-r chtet worden wäre. Ein Jahr später wiederholte sich dasselbe unter dem Mini-, nuim Hasseiipflug, nur daß von diesem auch ein disponibel gewordener Finanz,»mte zum Mitglied der statistischen Commission ernannt wurde. Freiherr von