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Achter Band.
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Die Freie Stadt Bremen.

Gewichte sein wo es sich um kommerzielle Angelegenheiten handelte. Sie verwalte-m7Z eil7-'s Vermögt welches verwandt ward, um die Weser "°nuen umdas Fahrwasser des Stroms in Stand zu erhallen, überhaupt um Zwecke des Han-dels und der Schiffahrt zu fördern. Ihr Jnnungshaus überragte alle andern anGröße sind stattlichem Aussehen; gerade dem Nathhause gegenüberliegend sch.en sWon durch seine Lage eine gewisse Rivalität mit dem regierenden Colleg.um anzu-muten. Nach dem Namen dieses bremischen Kaufmannshauses nannte man zuletztauch die ganze kaufmännische antisenatorische Partei kurzweg ,,da H ch -Wie das Haus Schütting alln.alig seinen Wirkungskreis ausgedehn und aus -Corporationsbehörde sich in ein quasipolitischcs Colleg.um verwandelt hat, stehtnirgends geschrieben, laßt sich aber leicht genug erklären. 3 st 3Alterleute, dem Beispiele des Raths folgend, bannt, daß Kation

Wahlen in Vergessenheit gerathen ließen und zu gewissen Zei ^

ihren Kreis ergänzten oder auch erweiterte.'- Die Kooptation -rat nm 'ch ' ht b osbei Sterbefällen ein, sondern in gewissen Frrsten ernannte mau neue Mttgl.ede^ durchwelche es möglich ward, allmälig die Zahl des Kollegiums a f Neckts-

zu erhöhen. Sodann besoldete man, wiederum dem Rathe nach h ' . ^

consulenten, welche gewissermaßen als bürgerschaftliche Syndici e'n Gegengew cht g gdas staatsrechtliche Wissen der rechtsgelehrten Naths.nitgl.-d-r b'lde>. sollten. Mner beschäftiaten sie sich in ihre» Schuttingsversammlungen systematischMtischLÄLeLhL, berfethen sich über die Stellung den r°

kommenden Kragen einnehmen wollten, verabredeten sich über Ja und Nein, führtenProtokolle über die stattgesundenen Verhandlungen zwischen Rath und Bürgerschaft,und gewannen auf diese Weise ein Material, welches um so werthvoller war, alsman erst in späterer Zeit, nach der französischen Herrschaft, anfing, °ne Verhand-lungen durch den Druck allen Bürgern zugänglich zu machen. Natürlich muß '

einer völlig disciplinlosen, unvorbereiteten, abrupt zusan.ninigeschne.ten Versmnn.lun^wie die der Bürgerschaft war, ein solches geschlossenes Kollegium sehr ba^^^ sch ^Einfluß ausüben, auch ohne daß darüber irgend etwas Schr.ftl^es bcstan - I zscheu war das Maß dieses Einflusses ein sehr wechselndes, ,e nach den ^

genschaften seiner Träger. Die Stellung des Nechtscoi.shle.iten oder, ^ „^nt-

tingspartei ihn mit Vorliebe nannt-, des Syndikus der Alterleute zeigte sichlich von großer Wichtigkeit. War er ein bedeutender Mann, sLeiter der Verhandlungen mit dem Rathe, und man ""'d anerk m ' d hwieder die Wahl des Kollegiums auf die tüchtigsten Juristen der Stadt siel. Sandern Zeiten wieder schien die persönliche Animosität eines Advoca e" 8 6Rath, der ihn vielleicht bei einer Wahl Übergängen hatte, mehr zu e Ps hPersönliche Tüchtigkeit, und dann hatte der Rath ein unangenehmere , 8

auch ein leichteres Spiel. Daß die unbestimmte, durch kein Stuck Pap.-r gs"g«tteWirksamkeit des Kollegiums eine reiche Quelle kleinlicher Grenjstrc.tigkeitcn mit demRathe werden mußte, der seinerseits ja auch vornehmlich nur durch das Herkommenbeschränkt war, braucht kaum erwähnt zu werden. Diese Streitigkeiten nahmenmanchmal bei völlig futilen Anlässen einen Charakter der Leidenschaftlichkeit an, oerjedem Unbcthciligten komisch vorkommen mußte. Um nur einige Beispiele anMuh -so vertheidigte das Kollegium mit Hartnäckigkeit das der Bürgerschaft zu mPrädicat „löblich", während der Senat sie immer „eine ehrliebende ' g Ich 1nannte. Das Kollegium war auch höchst unmuthig darüber, daß ver ^.ar o rConsulenten des Schütting nicht als Syndici ansehen wollte, und es räch ich >auf eine eklatante Weise, indem es seinerseits den Senatoren das Pra >ca „Hoch^wohlgeboren" verweigerte, welches diese seit 1815 beanspruchten, mehr cm Hmvuauf den Verkehr mit auswärtigen Behörden als auS Eitelkeit. . ^

Der Senat seinerseits war nicht minder eifersüchtig auf ,eben Versuch de«^ting, sich als eine constituirte politische Behörde darzustellen. Wo noch l .^^ähnliches Bestreben zutage trat, da ward -S sofort m.t Energ.e »uruerg