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Achter Band.
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Die Botanik.

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Mitreit, die Möglichkeit und Vvrzüglichkcit einer solchen Verknüpfung der Pflanzöffentlich und in? Stillen anerkannt hätten. Er hat Recht, denn cbendersclbe Lu > ,dessen künstliches System er durch sein natürliches zu verdrängen suchte, hat sHviele Jahre vor Zussieu den Ausspruch gethan: , D.c naturl.ch^ Mcth°de ^stOchste Ziel der Botanik für jetzt und alle kommenden Zelten, " scheint wunder-bar. daß Linne' t°°tz einer solchen Anerkennung der natürlichen Pflanzenordnung,gleichwol^^Sistenkbilden kmmte, welches von dieser Methode s°w-ttsichmtfer^zumal da er nicht etwa erst im spaten Alter, sondern schon m e uer ft wr c stSchriften („vs olsssibus plantsrmil", 1738) uns zu eikennengibch h)das natürliche System stellt. Ja er erwähnt, wie schon vor ,hm viele natürliche t_,Ystcme versucht worden sind, wenngleich mit geringem Erfolge. Seme eigen

Ich"» 7m bch." d,n E„md ,-in--

sagt er: „Nachdem ich nun aus allen bekannten Systemen und natürlichen Änorvnungen Alles zusammengcsammelt habe, wahrlich auf eine wett genngere Zah ^schränken sich die Pflanzen, welche wirklich in Ordnungen znsamm-ng-stell sin alsman glauben sollte. ' Lange habe ich mich abgemüht, cm natürliches Systen z fiden, und Manches habe ich einreihen gelernt, aber vollenden kamt ch chwurde ich mein ganzes Leben daran verwenden." Gleichwol brachte Lmnestcn ihm bekannten Pflanzcngattungen in Ordnungen zusammen, welche er srem^manchen Änderungen unterwarf. In der Zusammenstellung, w'- sie aus den ^lcsungen der spätern Jahre sein Schüler Eiescke uns mitgetheilt hat, brachte er Iir>Gattungen Phancrogamen in 52 Ordnungen zusammen, während er 5i> Gattungentheils ganz ungeordnet ließ, theils in eine Ordnung „Vermischte" einreihte. AberLinne selbst erklärt mit der ihm eigenen Sclbsterkcnntniß und Sicherheit in der Eimlcitung dieser Vorlesungen seine Arbeit nur für einen Versuch und sagt: „Wenn icheine natürliche Methode lehren sollte, ich müßte sie selbst zuvor kennen- Ich gesteheaber, und mit mir werden Dasselbe gestehen, die es ehrlich meinen mit der ^Wissen-schaft, daß ich keine kenne. Wäre es der Fall, so könnte ich vo>ü Allgemeinen auaus das Einzelne eingehen, und einen bestimmten Grundsatz durch das Ganze hm-durchfähren. So müßte ich als Lehrer verfahren; aber da wir alle Schüler sind,müssen wir von Einzelnen zum Allgemeinen uns hinanarbcitcn. Darum müssen crjdie Gattungen festgestellt werden, dann die Ordnungen und daraus erst drc hohemEinkhcilungen." So hat schon Linne das natürliche Pflanzcnsystem begründet undmit klaren Worten das Grundgesetz seiner Bildung hervorgehoben, indem er sagt:„Hier gilt keine Regel » priori, auch nicht der eine oder der andere Theil der Be-sruchtungsorgane, sondern ganz allein die Übereinstimmung im Bau aller Theile,welche oft durch ganz besondere Merkmale angedeutet ist. Wenn wir, mit diesen An-sichten Linne"s bekannt, sein künstliches System betrachten, so finden wir bald, daßweit weniger Gekünsteltes darin ist als der erste Anschein vermuthen läßt. Lmneverfuhr bei seiner Entwerfung in der Weise, daß er solche Ordnungen, welche sichihm als sch^f umgrenzte darstellten, zu Classen machte, und nun den Nest zertheilte,wie es eben ging. Sein scharfer Blick und die genaue Kritik der Systeme seinerVorgänger ließ ihn i„ der ungleichen Ausbildung und in der verschiedenartigen Vcr-wüchfung der Staubfaden miteinander und mit den benachdarten Theilen der Blumel die Mittel finden, an ein Organ die Charaktere dieser Classen zu knüpfen. So istdie vierzehnte Classe, vistzmumi!» (Zweimächtige, d. h. Staubgefäße), von allen an-! dern dadurch unterschieden, daß von den vier anwesenden Staubfäden zwei länger> ^md. In der fünfzehnten Classe, istrack^rmmi-, (Vicrmächtige), werden zwei kleine, Staubfäden von vier länger» und meist auch stärkcrn überragt. In der sechszehn-

, tcn, lllonsslgipiaia (Einbrüdrige), sind alle Staubfäden in einen Kreis, in der sieb-

zehnten, vwlislpiuu (Zweibrüdrige), in zwei, oft freilich ungleiche, in der achtzehn-ten, kolysclsipiua (Vielbrüdrige), in mehr als zwei Bündel verwachsen. 3» ver« neunzehnten Classe, Syngerresia (eigentlich Verwachsene), sind nicht die Stau>-säden, sondern die Staubkölbchen selbst in eine zusammenhängende Röhre vere>-