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Achter Band.
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Die Chemie. 357

Gebote standen, und es könnte an diese nun die Aufgabe gestellt werde», eine erklä-rende Theorie zu suchen, ganz ähnlich wie wir häufig durch Auflösung von geo-metrischen und arithmetischen Problemen die Cvmbinativnsgabe der Schüler prüfen«nd üben.

Sehr zweifelhaft ist es jedoch, daß unter diesen Umständen alsbald eine Anfichtaufgestellt werde, welche so viel Wahrscheinlichkeit, so viel den Thatsachen Entspre-chendes und der Erklärung Genügendes für sich habe, als dies mit der Theoried.-ses Zeitalters der Fall war. .

.. ^wei ausgezeichnete Ärzte, Becher und vornehmlich Stahl find es, von welchen>e Phlogistjsche Theorie ausging und begründet wurde, deren Hauptgrundzüge inFolgendem bestehen: Es existirt ein brennbarer Stoff, Phlogiston genannt, der in^oßerer oder geringerer Menge in den meisten Körpern enthalten ist, ihnen gewisseEigenschaften verleiht, und durch Hihe aus denselben entfernt werden kann, in Folgedessen die Körper jene Eigenschaften verlieren. Setzt man jedoch ihres PhlogistonSberaubten, daher dcphlogistifirten Stoffen eine an Phlogiston reiche Materie hinzu, soD- n" diese letzteres wieder auf und erhalten ihre ursprünglichen Eigenschaften zurück.^>e brennbaren Körper, wie Schwefel, Phosphor und insbesondere Kohle, bestehenist Phlogiston. Werden sie erhitzt, so verbrennen sie, und die Flamme

U das entweichende Phlogiston. Die Metalle enthalten eine geringe Menge von^hlsgiston, das ihnen jedoch Glanz, Härte, Dehnbarkeit, überhaupt die metallischenl^genschastcn verleiht; werden sie erhitzt, so entweicht das Phlogiston: sie sind jetztmnnetallische, dephlogistisirte Stoffe, sogenannte Metallkalke. Werden diese mitKohle, diesem phlogistonreichen Körper, zusammen erhitzt, so nehmen sie wieder diefffoderliche Menge von Phlogiston aus und erscheinen in ihrem metallischen Zu-1 ande. Endlich find alle Erden unverbrennliche einfache Stoffe, die gar kein Phlo-g>ston enthalten.

die ^"d die Grundzüge des phlogistischen Systems, mit dessen Begründung

erscheint ?"stotelische Elementarlehrc von Feuer, Wasser, Luft und Erde beseitigtumerlend^-1" versteht von nun an unter Element, wie auch heutzutage, einenmente. d-e Erden, die Mctallkalke, die Säuren waren solche Elc-

mit Phlogiston E' Schwefel und Phosphor waren Verbindungen derselben

sckied^n^"->L war die Befriedigung über diese Erklärungsweisc, wodurch die ver-aus w folgerichtigem Zusammenhange erschienen. Von Deutschland

sckendo s ^ die Ansicht bald über die übrigen Länder, und wurde die Herr-misch-,, St? . Elende Idee bei allen in diesem Zeitraume unternommenen che-^betten. Die unhaltbaren Seiten dieser phlogistischen Theorie, die bei demI-tzigen Stande der Kenntnisse dem ersten Anfänger leicht in die Augen springen, er-

Pklöaist^n's"^<-ch''°-^^^ Sachen Hand liegend. Man konnte zwar das

Phlogiston für sich nicht vorzeigen; allein man hatte Körper, wie Kohle, die doch

dst MttIlle^Äch-°"b^^' war der für uns gewichtigste Umstand, daß

Gewick u nebm-? ?-7" ihren Gehalt an Phlogiston verlieren, dabei an

mitat^ wenn ihnen durch Kohle wieder Phlogiston

- dl-,- w,ch°,-L.,.ch.

für des Gewichts eines gewissen Theils der Materie

tige ^ ^S^wemste Grunde,genschafr halten, und die Ursache, derselben, die gegcnsei-luna^.;l!^"^ die Schwere, zum Ausgangspunkt der ganzen Entwickr-

gistiscken ^llchlrn genommen haben*), erschien zur Blütezeit der phlo-

Senschaft das Gewicht der Körper mehr als eine unwesentliche, zufällige Ei-

' , ° nva ^wle Farb e, Geruch und dgl. Es war dies überhaupt die Periode

S. 423.^' Abtheilung unserer Darstellung, im siebenten Bande der „Gegenwart",