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Achter Band.
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582 Da- Königreich Sardinien.

zwischen Piemont und Frankreich gepflogen wurden, indem Ludwig Napoleon hierindieselbe Stellung festhielt, die von Cavaignac und Bastide festgehalten worden war.

Gleichfalls erfolglos zeigte sich die englisch-französische Vermittelung zwischenPiemont und Östreich nach dem Waffenstillstandsvertrag. Ein von den vier Mäch-ten zu beschickender Congreß zu Brüssel (für Frankreich: de Lagrene'e, für England:Lord Ellis, für Piemont: Marchese Ricci, für Ostreich: Graf Colloredo) sollte dieFriedensbedingungen vorschlagen, konnte sich aber nie über die ersten Grundlagenderselben verständigen, und machte sich wegen seines siebenmonatlichen Herumtappensin der politischen Welt zum Gespött. Fast nie kam der Congreß vollständig zusam-men. Bald fehlte der französische, bald der piemontesische, bald der östreichische Re-präsentant; und fast in demselben Augenblicke, wo die Vollzähligkeit des Congresseöeintrat, schritt Karl Albert aufs neue zur Entscheidung durch den Kampf.

Eine mächtige und die schwersten Ereignisse vorbereitende Wirkung übten dieNachrichten von der Aufgabe Mailand-, von dem Rückzüge der Picmontesen überden Tessin und dem „Waffenstillstand Salasco" in ganz Mittel- und Süditalien.Die Höfe freuten sich im Geheimen über die Niederlage Karl Albert'-, sahen seine»Einfluß in Italien überwältigt und die Stunde nahe, wo sie mit Hülfe Ostreichs diealle Ordnung wiederherstellen könnten. Doch zwischen diese Hoffnungen und ihretheilwcise Verwirklichung sollte eine Reihe bitterer Erfahrungen treten. Die bishe-rigc Stütze der Regierungen, die liberale Partei, welche sich nur mit Mühe auf derOberfläche der Bewegung gehalten hatte, solange Piemont noch einige Aussicht aufeinen Sieg zuließ, brach entmuthigt vor dem Aufschwünge der radicalen und repu»blikanischen Meinungen und Ankämpfe zusammen. In demselben Augenblicke, wodie größte Einigkeit noth that, wo alle Italiener von patriotischem Sinne sich »' ,eine große Partei vereinigen mußte», um die gemeinsamen Gefahren mit gemeinsamerKraft zu überwinden, begannen die unheilvollste» Spaltungen, die vcrwirreudsten Par>teizwiste, wurden die Worthelden der demokratischen Clubs und die leicht erregbare»Massen die Herren der Bewegung. Lange hallte da- mailändcr Verrathgeschrei bciden Radicalen Mittel- und Süditaliens nach, und diente als Vorwand, dem Volkezuzurufen: Traut weder unsern Fürsten noch Karl Albert, der die Sache Italiensan Ostreich verrathen und verkauft hat; schwört zu der republikanischen Fahne, unterderen Zeichen allein Italien siegen wird! Diejenige», welche bis dahin fast thatlo-den großartigen und aufopferungsvollen Anstrengungen Piemont- zugesehen battc»,wurden die unbändigsten Schreier, die bereitwilligsten Beleidiger des picinoneesischt»Heeres, welches sein Blut auf den Schlachtfeldern vergossen, »nid erwiesen sich/Parteigeist und persönlichem Ehrgeiz beherrscht, durch ihre Handlungen als die cif'rigstei. Feinde der Sache, für welche sie sich zu Parteihäuptcrn und VolkStribm"''auswarfen. So begann Muthlosigkeit und Verzagtheit auf der einen, Hochmuth »»revolutionäres Gepränge auf der andern Seite hervorzutreten. ParticulariSnius »"Municipalgeist, das ewige Unheil Italiens, griff auf- neue um sich. Die gehei»"'Absichten der Regierenden, da- Mistrauen und die Parteireibungen der Negierten f»h 'ten zur Revolution, und diese, die edelsten Nationalkräfte verzehrend und läl"»c« ^zu der vollständigsten Mederunlerwerfung des größten Theils Italien- unter die ol'reichische Macht. b

In Toscana, namentlich in den Hauptstädten Florenz und Livorno, folgt»» ldem Beginne des August Tumulte auf Tumulte, die Clubs und die radicale Pr »stürzten und schufen die Ministerien. Da- liberale, patriotische ^'»'st"»»"» undd-lsi fiel bereits am 50. Juli >U4». Diesem folgte der edle, aber hochbejahrte ^energielose Capponi, um schon im November das Staat-ruder den Häupter»mokratlsch-republikaiiischrn Partei, Montanelli und Guerrazzi, beide Livornesen,treten. Die Frage der allgemeinen italienischen Üonstitucnte f»hrte zu rb ^ .jg„,Erschütterungen, daß der Grofiherzog, verlangend »ach östreichisch" 3" ^

jene am besten durch sei«« Flucht nach Sau - S,efa»o (7. Febr. 1t"») A „er-glaubte. In Rom dieselbe Haltlosigkeit der Bewegungl Pius O» von»