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Eilfter Band.
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57
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Schweden.

Dal-Elf mit 280, Motala-Els mit 148, Helgc-Ä mit 56, Laga-Ä mit 50, Nissa°Ämit 34 Quadratmeilen Gebiet*), u. s. w.

Schwedens Klima, vbwol ein kaltes, ist doch im Ganzen ein gesundes und zu-trägliches. Die große Ausdehnung des Landes und dessen verschiedene Erhöhungüber dem Meere bedingt jedoch eine solche Verschiedenheit, daß, während in Schonenund auf Eottland der Weinstock blüht, der Maulbeer- und Mandelbaum im Freiengedeihen, man in den nördlichen Regionen kaum einige Zwergbirkenreiser wahrnimmt.Die mittlere Jahrestemperatur, welche in Gottland bis zu -f- 8,6s° steigt und beiLund -j- 7,25° beträgt, erreicht bei Umeä nur I,oo (am Nordcap -s- 0,o> ). DieGrenze des ewigen Schnees, welche unter 60° nördlicher Breite bei 5800, FußMeereshöhe beginnt, senkt sich unter 61° zu 5600 Fuß, unter ^62 zu5200, unter 64° zu 4800 und unter 70° zu 3600 Fuß; unter 71° liegtste bei 2400 Fuß Meereshöhe. Übrigens wird auch in Schweden wie überalldas Klima des . Landes hauptsächlich durch dessen allgemeine Erhöhung, durch dieNachbarschaft von größern Gewässern, sowie durch die Lage gegen das Meer bedingt.So ist die Kälte in Wexiö gleich groß wie in Stockholm gewesen, vbwol Wexiö fast2'/,° südlicher liegt. Die größte Kälte ist an beiden Orten bis 32° gestiegen. Über dem61. Breitegrade fängt das Quecksilber in strengern Wintern zu frieren an, sodaß man dieThermometer nicht länger beobachten kann. Stockholms Klima ist im Allgemeinen vielmilder, als dessen nördliche Lage zu gestatten scheint; aber zu dieser größern Milde trägtdie nahezu insulare und wenig erhobene Lage der Sradt wesentlich bei. Gothenburg (Göte-borg), in mehr nördlicher Lage als Wexiö, hat doch ein milderes Klima wegen seinerLage nahe beim Meere, wogegen Wexiö auf einem 500 Fuß hohen, waldigen Plateaugelegen ist. Schwedens westliche Küste hat ein milderes und weniger beständiges Klimaals dir östliche von Carlskrona bis Stockholm, und ebenso ist das Klima der norwegischenKüste mehr veränderlich als das der correspondircnden Küste Schwedens von Stock-holm bis Torneä. Übrigens scheint es, als habe der Winter Schwedens einen mil-dern Charakter angenommen, als er in frühern Zeiten gezeigt: eine Veränderung,die indessen in diesem Lande nicht gerade als günstig betrachtet werden kann. Da-von abgesehen, daß die frische Winterkälte Körper und Geist stählt, bedingt die winter-liche Jahreszeit in ihrer normalen Strenge gar sehr die Verkehrsverhältnisse des Lan-des. Die zugefrorenen Seen bieten Eiswege dar, die den Eisenbahnen wenig nach-stehen. Alle Communicationen sind im wahren schwedischen Winter erleichtert; dieWälder werden zugänglich; die Eisentransporte gehen auf der Schlittenbahn leichtvvnstatten; überall wimmelt es dann von thätigen Menschen. Die gegen die Kältewohlverwahrten Häuser gewähren ein angenehmes und behagliches Obdach, wo keinWinter einzudringen vermag.

Südwestliche und westliche Winde sind über die nördlichen und östlichen vor-herrschend; doch hat sich der Ostwind seit 1812 merklich gesteigert. Der atmosphärischeNiederschlag beträgt im mittlern Schweden jährlich durchschnittlich 17'/i Decimalzoll.

Die skandinavische Halbinsel besitzt das mildeste Klima und die reichste Vegeta-tion unter allen Ländern in gleicher nördlicher Lage. Während in Sibirien der Acker-bau bei Tobolsk unter 60° endigt und in Canada bei 51° nichts mehr gesäetwerden kann, reicht die Cultur des Roggen in Schweden bis 65°, des Hafers bis«4 . Zwischen 64 und 65 ° können dagegen Obstgärten nicht mehr bestehen, undder Weizen wird über 62 ° hinaus nicht mehr gebaut. Bei 60 ° (in der Gegendvon Geste) hört die Eiche auf wild zu wachsen, obwol sie noch bei Sundswall ge-pflegt, angetroffen wird; in Hernösand, unter 62'/-°, reisen Apfel und Kirschen. B-sb-s ° trifft man die Esche und Weide, bis 61 ° die Ulme und die Linde. Buchen-wälder findet man nicht über 57°; doch sieht man einzelne Buchen auf Omberg m^flergötland, in Bohus-Län und Wcstergötland bis zu 58'/-°. In Schonen kom-

Ä bezeichnet im Schwedischen einen kleinen Fluß.