Schweden. 73
mer; 8) die Flotte; 6) das Civildepartement; 7) da« Finanzdeparttme'nt; 8) dasCultusdepartcment; 9) Pensionen oder, wie er im osficieUen Stile heißt: Allmänn»
Jndragningsstaten.
Die ordentlichen Einkünfte sind von dreierlei Art, nämlich: 1) Die Einkünfte,welche vvm Boden und von Immobilien eingehen, begreifend Zinsen und Lasten, worun-ter die sogenannten Communalabgaben gehören, d. h. die zur Anlegung und zumUnterhalt der Wege und der allgemeinen Häuser, zur Einquartierung, Armcnversorgungu. s. w. zu entrichtenden Gebühren. 2) Die Einkünfte, welche nur von Personeneingehen, Mantalsgeld (Mantalspenningar) genannt. 3) Die Einkünfte, welchevon andern, nicht zum Ackerbau gehörenden Nahrungszwcigen eingehen, z. B. dirZinsen von dem Bergbau, Abgaben für den Handel u. s. w-
Die außerordentlichen Einkünfte bestehen 1) auS der allgemeinen Bewilligung(Allmänna bcwillningen), bei jedem Reichstage von den Ständen bewilligt und ausdrei sogenannten Artikeln bestehend: erster Artikel, persönliche Schutzsteucr; zweiterArtikel, Abgabe für Besoldung, Eigenthum und Nahrungszweig; dritter Artikel,Abgabe für Titel ohne damit verbundenes Amt (Charakters-fullmakt). 2) Die übri-gen außerordentlichen Einkünfte sind Zölle, Postgelder, Stcmpclpapicrgeldcr und dirBranntweinsteuer.
Außer den ordentlichen und außerordentlichen Einnahmen des Staates bewilligendie Stände für unvorhergesehen« Fälle verschiedene Summen unter dem Namen:Extra-Staats-Neglierung. Diese Extrabewilligung betrug für das genannte Budget3,465980 NeichSthaler Banco.
Die Armee und die Flotte.
Die schwedische Armee ist auf eine sehr eigenthümliche Weise organisirt. Außerden gewobenen Truppen, welche aus zwei Regimentern Garde zu Fuß, einem Re-gimcitt Garde zu Pferde, einem Regiment Jäger, einem Regiment Husaren unddrei Regimentern Artillerie bestehen, macht die sogenannte Eingetheilte Armee (Jn-delta armeen) den eigentlichen Kern des Heeres aus. Die Eingetheilte Armeewurde von Karl X>. dermaßen gebildet, daß zwei Hcmman unter der Benennungemer „Note" einen Soldaten oder unter dem Namen „Nusthäll" einen Reiterunterhalten sollten (in den am Meere gelegenen Provinzen und in den Städten»mrden Matrosen unterhalten). Die eingetheilten Reiter und Soldaten erhalten eigene? dazu gehörigen Feldern (Torp) nebst einem Gehalt an Geld. Sie
r ° ">ir Soldaten, sondern auch, und zwar in Friedenszeilen vorzüglich,ckerbauer, meist verhcirathete Männer, welche nicht um den Sold, sondern fürSaterland, für Gut, Weib und Kinder fechten. Einmal jedes Jahr werden die Negi»"ttiiter versammelt und cxcrcirt. Trotz der kurzen, nur vier Wochen dauernden Übungs-sind diese Regimenter doch vollkommen eingeschult und können es auch auf demParadeplahe mit den gutcingeübtcn Truppen ziemlich aufnehmen. Diese Solda-rn dienen solange es ihr Alter und ihre Gesundheit gestatten. Außer der ge-vrbencn „nd eingetheilten Armee ist jedoch auch jeder schwedische Mann zwischenstek/^ zum Kriegsdienste verpflichtet. Aus diesen jungen Männern be-
-, v>e Bewäring oder der Landsturm. Die Insel Gottland hat ihre eigene Bciva-6, welche nur zur Vertheidigung der Insel bestimmt ist.
n- Dft ganze Stärke der schwedischen Armee, die Offiziere ausgenommen, stelltwie folgt:
Geworbene Truppen.... 7692 Mann
Eottlands National-Bewäring 762t „
Die Eingetheilte Armee. . . 33405 „
Die Bewäring. 95295 „
Summe 144013 Mann-