Das Königreich beider Sicilien.
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Intendanten von Cos-nza, d° Matteis. Der junge Konig begnadigte ihn mit einer
^Damals war J'itonti Polizeiminister, ein Mann,als ehrgeizig nnd hartherzig galt. Indem m' st S Antrag, das Rc-
des Landes beobachtete, machte er dem langen Komgc s " ,,-->imliches Cabinetgierungssystem im liberalen Sinn zu ändern, cm """ g Senats ein-
zu bilden, einen Staalsrath mit den ansgedehntcrn Befugn ss Eoniae bei so
juf-tz-» ,m° N»«-.»Ig--d- i" ---ich'-- ^ '' ' Lw,
großer Jugend liberale Neigungen voraus, die er für ^.scklaäecinzugehe". Aberund in der That schien Ferdinand geneigt, auf dies ich ^ Kunde erhal-kaum hatte Monsignore Oliveri, sein Erzieher und Nathgbn., ^"K'iderYten, als er mit den Ätiuisteru zusammentrat und dcn> K°mge zu verstehe^
Jntvnti ein Jntriguant sei, welcher aus Ehrgeiz und "nt dc s i ^ ^lwt Fer-einverstandcn den Staat in Revolution zu stürzen beabsich 3 - 2 ^ ^ ^
dinand dem Polizeiminister, das Land binnen 24 Stunden zu verlassen, und dannr
hatte der Reformversuch ein Ende. , , , - ^-rwandelte sich
Der Fall Jntonti's wurde in Neapel mit Jubel begrüß, doch ^die Freude bald genug in Schrecken, als seine Stelle emz, hdel Carretto, Chef der Gendarmerie, ein Mann, von dem ^ c ,
zum Henker geboren, und der sich bereits im Jahre ^^8 dadurch ausg zchhatte, daß der den Ort Bosco, wo die Carbonar, -wen Aufstand erh^°n, brs »usden Grund zerstörte und viele Unglückliche zum Tode oder zu den Galeerendämmte. Del Carretto war seither bis zum Jahre 1848 der Dämon Neapels undder Gründer eines fluchwürdigen Polizeiregiments. -m ^ von
Im Jahre 1832 vermählte sich der Konig Ferdinand nut Maua Christma vonSavoyen, der Tochter Victor Emanuel's I. Diese Fürst,n machte sich durch ihregroße Frömmigkeit und durch ihre Tugenden bald beliebt, aber 'hr >go eübte einen schädlichen Einfluß aus die Richtung des Hofes aus. Sre st 1am 31. Jan. 1836, nackdem sie wenige Tage zuvor den Thronerben Francesco Ata-ris Leopolds, Herzog von Calabrien, geboren hatte. Em Jahr nach rhrem Todevermählte sich der Konig zum zweiten male, namüch mit Mama Theresia, der Loch-ter des großen Feldherrn Karl, Erzherzogs von Ostreich, eine Verbindung, welchedas Metternich'sche System in Neapel befestigte. Es war das Jahr 183, ein ve>hängnißvolles durch die unerhörte Wuth, mit welcher die Cholera "„Königreichbeider Sicilien auftrat. I» der Hauptstadt selbst erlagen in kurzer Zeit 13sOpfer; aber mit pestartiger Heftigkeit wüthete die Seuche in dem Ässern S„men,wv in Palermo allein 24000 Menschen hingerafft wurden, m Eatama dcw», au,der ganzen Insel überhaupt 69250 Menschen starben. Seitd^ der ch v zEuropa heimgesucht hatte, waren kaum ähnliche
den: es wiederholte sich, was Boccaccio und Maiizoni >n ihre - ^ ^ ^ ^
Pest erzählten, oder was der Pinsel Spadaro's dargestellt hat. ^ «nuttel
noch durch die Wuth des Volks vermehrt, welches die Brunmn und ^
vergiftet glaubte, und Beamte, Arzte, Privatpersonen
ermordete, verbrannte, lebendig begrub. Die Syrakusan h sich ^InfolgeLvcalregierung, ermordeten den Intendanten und viele andere Personen. -> > sdieser Excesse ernannte der König Mlitärcommissionen, S^Aen zu^st" schickte nach Calabrien den Intendanten von Catanzaro^Gi s pp S
nach Sicilien aber del Carretto als älter ego- . Strafe die
ten die der Polizei. Syrakus, bisher Hauptstadt der Provl z, öIntendantur, welche nun nach Noto vcrlegt wurde, sodaß dw st ^Archimedes' mit jedem Jahre tiefer und zu einem Dorf hcrabsi V ausgezeich-
So sind wiederholte Ausstände, Erdbeben „nd Pestilenzen d^ ^ ^^hchftneten Capitel in der jüngsten Geschichte beider Sicilien , dere . e ^
vulkanisch erscheint. Seitdem die Sekte der Carbonari dem Jungen Italien m dem