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nun aber Spanien, wurde sein eigensinniger Stolz und ein falsches Gefühl von Ehrees abhalten Cuba an die Vereinigten Staaten zu verkaufen, dann entstände dieFrage, welchen Weg die amerikanische Regierung unter solchen Umständen einschla-gen sollte. Selbsterhaltung ist das erste Gesetz der Natur, bei Staaten wie bei In-dividuen. Alle Nationen haben zu verschiedenen Zeiten nach diesen, Grundsatz ge-handelt. Obgleich er für die größten Ungerechtigkeiten zum Vorwande diente, wiebei der Theilung Polens und in andern ähnlichen Fällen geschehe», so ist doch derGrundsatz, wenn auch so häufig misbraucht, immer und allenthalben anerkannt wor-den. Habe» wir nun Spanien einen Preis für Cuba geboten, der den Werth weitübersteigt, und wird dieses Angebot zurückgewiesen, dann ist es Zeit die Frage zuuntersuchen: Gefährdet Cuba in dem Besitze von Spanien in ernster Weise unserninnern Frieden und die Existenz unserer geliebten Union? Würde diese Frage beja-hend entschieden, dann sind wir durch jedes menschliche und göttliche Gesetz gerecht-fertigt, die Insel den Spaniern zu entreißen, wenn wir die Macht dazu besitzen.Es wäre dies derselbe Grundsatz, welcher ein Individuum berechtigt, das brennendeHaus seines Nachbarn einzureißcn, wenn es kein anderes Mittel gibt, die Flammenvon seiner eigene» Wohnung fernzuhalten. Unter diesen Umständen dürfen wirweder die Unkosten bedenken-, noch die Massen beachte», welche Spanien gegen unsaufbringen könnte. Wir wollen jetzt nicht untersuchen, ob der augenblickliche Zu-stand der Insel eine solche Handlungsweise rechtfertigt. Wir würden aber unserePflicht verkennen, wir würden unwürdig sein unserer tapfern Vorfahren und niedri-gen Verrath gegen unsere Nachkommen begehe», sollten wir die Afrikanisirnng Cubaszugeben, sollten wir zugeben, daß es ein zweites Sän - Domingo werde mit all den, Ge-folge von Gräuel» für die weiße Nace. Dann würden die Flamme» über die nachbar-lichen, über unsere Ufer sich verbreiten, das ganze herrliche Gebäude unserer Union ernstlichbedrohen, vielleicht gar verzehren. Wir fürchten in der That, daß der Strom derBegebenheiten gar schnell solch eine Katastrophe herbeiführt; wir müssen uns fürdas Schlechteste, für das Gefährlichste bcreikhalten. Die spanischen Beamten i»Cuba haben über unsere Mitbürger eine lange Reihe vv» Ungerechtigkeiten und Misse-thaten verhängt, und eine Sühne ist uns, ungeachtet unserer häufigen Reklamatio-nen, niemals geworden. Die Vereinigten Staaten habe» bisjetzt Alles ertragen!man wollte zu keinen extremen Maßregel» schreiten. Solch ein Verfahren kann nichtlange mehr dauern; es widerstreitet der Würde einer unabhängigen Nation. DerVerkauf Cubas würde allen Parteien zum Vortheil gereiche». Haben wir dies doch schonbei dem Erwerb anderer Länder gesehen; wir wollen blos an Florida erinnern." -Präsident Pierce war anderer Ansicht. Es sei nicht nothwendig, so antworteteMarcy (15. Nov. 1854), zu Gcwaltmaßrcgelu zu greifen. Die neue spanischeRegierung zeige sich willig, den Klagen der Vereinigten Staaten abzuhelfen und füralle frühere Unbill Schadenersatz zu leisten. Soule glaubte aber unter solchen U»nständen und Voraussetzungen nichts Ersprießliches leisten zu können. Er bat um seineZurückberufuug (17. Dec. 1854), welche auch alsbald gewährt wurde. D>e.Unterhandlungen in Betreff eines Einverständnisses über die cubanischcn Angelegen'Heiken wurden darum nicht abgebrochen, nahmen aber unter der Leitung des stell'vertretenden Legatioussecretärs Perry, der überhaupt Souls der Einsendung parteiisch^und übertreibender Berichte an das Cabinet von Washington beschuldigte, einen ungleichfriedlicher» Charakter an. An die Stelle Soule's ward endlich ein neuer Gesandter,General Dodge, „ach Spanien geschickt, der Mitte Juni 1855. am Hofe der KönigsJsabclle eintraf und vollends die Verwickelungen erledigen sollte, welche die jüngst^Vorgänge auf Cuba in Bezug auf Staatsangehörige der Union nach sich gezogen hatte"'Die sklavcnhaltenben Creolcn auf Cuba sind der Sklavenemancipation und b**Einführung f reier Arbeiter , mögen es Afrikaner, Indianer*), Chinesen oder Deutsch*
*) Santana, der Dictator MmcoL, hatte mit dem baltischen Consul zu Havana, -k't"?
Bisino, einen Vertrag abgeschlossen, wonach dieser für eine bestimmte Summe eine AnzavIndianer erhalte, die als sogenannte freie Arbeiter auf Cuba eingeführt, dort aber verkam