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steigert. Man beulet indessen das Bergwerk nicht aufs äußerste aus, sondern be-trachtet die Gruben mehr als eine Art von Schatzkammer, aus der man regelmäßigjeden Monat einen gewissen Betrag herausnimmt. Der jährliche Bruttogewinn magdurchschnittlich auf 20000 Mark angesetzt werden; der Nettoertrag war jedoch im letztenBudget nur mit 100000 Species aufgeführt. Kobalt wird im Bezirke von Modum, imDranunensthale, in Überfluß producirt. Die zwei. dort gelegenen Blaufarbenwerke vonModum und von Snarum lieferten 1853 zur Ausfuhr an 55900 Pfund Blaufarbe,6800 Pfund Zaffer und 300 Pfund Kobalt. Chromerz wird i» den Gebirgen süd-lich von Trondhjem gefunden, und es besteht nahe bei dieser Stadt eine Chrom-fabrik, welche jedoch in der Concurrenz mit englischen Fabrikaten einen schweren Standhat. Im Jahre 1853 wurden von Chromsalz 258987 Pfund, von rohem Chronierze1,055178 Pfund ausgeführt. Kalkstein wird an einigen Orten, insbesondere beiChristiania gebrochen und zu Kalk gebrannt. Den Syenitbrüchen bei Christian!« undFriedrichshall ward in den letzter» Jahren sehr zugesprochen: das Gestein wird,nachdem es zu Baustücken gehauen, entweder im Lande selbst, besonders zu den vie-len Bauten in und bei Christiania angewendet, oder ausgeführt, wie es scheint aus-schließlich »ach Hamburg. Den ganzen Ertrag des Bergwerkbetriebes möchte manauf eine Million Species jährlich ansetzen.
Die Industrie Norwegens, im enger» Sinne das Wort gefaßt, steht noch aufeinem niedrigen Standpunkte, obgleich die vielen Wasserkräfte des Landes die Ent-wickelung derselben äußerst begünstige» müßten. Mangel an Capitalien und an Asso-ciationsgeist, hohe Arbcitspreisc, die Concurrenz des Auslandes, schwierige Connnuni-cation und vielleicht zu einem großen Theil die Gewohnheit der Landleute, sich mitsclbstverfertigten, wenn auch weniger kunstmäßig hergestellten Geräkhschaften undStoffen zu begnügen, sind hierbei die am meisten wirkenden Ursachen. Das amEnde des Jahres 1850 officiell aufgestellte Verzeichniß der Fabriken und Industrie-etablisscmentS gibt folgende an: Bierbrauereien 63, Baumwoll-, Flachs- und Hanf-spinnereien 11, Brasilienfarbefabriken 3, Branntweinbrennereien 40, Chromfabriken 1,Cementfabriken 2, Cichoriefabriken 3, Essigfabriken 3, Glaswerke 3, Kartcnfabriken 1,Kalkbrennereien 70, Käscfabrikcn 1, Kupferwalzcn 1, Kornmühlcn 510, Kreidemühlen l,Kreidepfeifenfabriken 1, Lcimkochereien 1, Lichtgicßereicn 3, Malzfabriken 56, incchn'nischc Werkstätten und Eisengießereien 13, Metallgießereien 1, Mcssingfabriken I?Nadelfabriken I, Nagclfabriken 14, Ölmühle» 7, Papiermühlen 7, Pulvcrmühlcn 5,Reepbahnen 29, NeiSmühlcn I, Sägemühlen 3371, Salzwerkei, Segeltuchfabrikcn 2,Steinschleisereien 1, Seifensiedereien 13, Thecrbrennereien 15, Tabacksfabrikeu 6,Waffenfabriken I, Wagcnfabrikcn 2, Webereien 18, Zuckerrafsinerien 1, Zündhölzef-fabrikcn 5, Ziegelbreunereien 266. Mehre dieser industriellen Etablissements sinderfreulichem Zuwachs begriffen, insbesondere die Gießereien und mechanischen Werk'statten zur Veredelung von Metallen; ebenso befindet sich im Aufschwünge die Bitt'brauerei, die Seifenfabrikation, die Tabacksbereitung, die Pulverbereitung und insbs'sondere das Ziegclbrennen. Durch die bereits erwähnten Branntweinsgcsche ist ^Anzahl der Brennereien in wenigen Jahren von 600 bis auf 80 gesunken.
Als eine der wichtigsten Jndustricbranchen in Norwegen muß überdies noch ^Schiffsbau erwähnt werden, der von jeher in ziemlich großem Maßstabe betrieb^'
wurde und bei dem Aufschwünge der Schiffahrt in den letzten Jahren eine noch
gesehene Ausdehnung erhalten hat, obschon der Bedarf immer noch nicht gedeckt w" 'Man berechnete für die Jahre 1845 — 50 den Kubikinhalt der neugebauken SckEauf 33360 Commcrzlastcn, mithin 6670 für das Jahr; der Zuwachs der Händeflotte zeigt jedoch für das einzige Jahr 1852 —53 schon mehr als 10000 So""""'»,lasten. Von eigentlichen Werften bestanden 1850 an 25 mit etwa 800 Arbeiter"'doch werden auch viele Schiffe außer den festen Wersten gebaut. Neben dem eigr"liehen Schiffsbau betreibt man auch eifrig die Anfertigung von Booten, von denein Theil nach den Orkney. und Shctlandsinseln ausgeführt werden. »«m-es
Die Zahl der städtischen Handwerker ist in Zunahme- Zu Anfang des Iah