Band 
Eilfter Band.
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t«i6 ^ Das heutige Credit- und Bankwesen.

Leben rief, die man gleichsam als ungeheure Behälter betrachten kann, in welche dieverfügbaren Capitale eines Landes zusammenflösse», um von ihnen her überallhin,wo das Bedürfniß ihrer Mitwirkung fühlbar wird, belebend zu wirken (also großeCentralbanken), müßte man doch - die Unabhängigkeit ihres Wirkens, die besondereAnwendüng ihrer Anstrengungen auf die nationale Industrie immerhin sicherstellend —sorgfältig die Gefahre» dcr Jsolirung (d. h. des Mangels an Centralisation in obersterInstanz) vermeiden. In der That müßte man bestrebt sein, ihre expansive, affociirendcMacht zu entfalten. Zu den wichtigsten Consequenzen, welche man hiervon erwartenkaun, gehört die Möglichkeit der Einführung von Creditpapieren, deren Zinsen auf denHauptplätzen von Europa gezahlt würden, und zwar nachdem man feststehende Be-ziehungen zwischen den Münzen der verschiedenen Staaten je nach ihrem respcctiven in-nern Werthe festgestellt hätte. Diese Papiere könnten gewissermaßen den Zweck derjenigenerfüllen, welche gegenwärtig unter dem Name» von Obligationen, Handelseffecten,Wechselbriefen, vielleicht sogar von Banknoten circulireu, und auf diese Weise die Zins-und Wcchseldifferenzen, die zwischen den verschiedenen Plätze» existire», abschwächen,wenn nicht ganz aufheben. Die allerdings entfernter», aber unvermeidlichen Conse-quenzen der Creditanstalten, deren Gründung in den vorzüglichsten Staaten wir wahr-scheinlich erleben werden, sind: die Bereinigung von zerstreuten, disponibcln Capita-lien, die vielleicht in den verschiedenen Gegenden Europas unter der Erde vergrabenliegen, in großen Mittelpunkte»; die unmittelbare Anwendung dieser Capitalien aufdie nützlichsten und demgemäß fruchtbringendsten Zwecke; die Herabsetzung und Rege- ^lung des Zinsfußes auf allen Marktplätzen; die Einführung eines europäischen Cre-dit» und Circulationspapiers; das allmälige Verschwinden aller Beschränkungen, welchedie Creditbeziehungen im Innern von Europa gegenwärtig so schwierig, langwierigund kostspielig machen; später die Einheit des Credit- und Münzfußes und wahr-scheinlich infolge dessen die Lösung der schwierigsten Fragen, deren Lösung heute d»Industriellen und Ökonomisten in allen Ländern beschäftigt.

Wir theilen nicht den Glauben Jsaak Pereire's, daß wir dergleichen Dinge er-leben werden, noch viel weniger freilich, daß wir sie durch die durchdringende I»'' >tiative des Oüclit inobilisi in Paris erleben werden. Das Große, was der Fran- !zose in der Welt sieht oder ahnc, kann er sich selten anders als von ihm erobert,beherrscht, dirigirt denken. Und während jene seinen Lieblingsträumereien inächl'ö jschmeichelnde Direction des Oellit molulior nach den Sternen am fernen Horizouaufschaut, mögen ihr leicht die Kursschwankungen ihrer Effectenmassen in einer ^was kritischen Periode zu schlimmen Steinen des Anstoßes selbst auf der gew^^lichen Laufbahn ihrer Geschäfte werden. Es hat aber für uns auch keinenmit nüchterner Beurtheilung an diese Ausflüge in das Land der Träume her»''»treten. Was wir in dem Kreise der Erscheinungen, welche wir besprochenin etwas fernerer Zukunft erleben können und werden, weiß eben noch N>e»ANur die Gewißheit drängt sich dem aufmerksamen Beobachter wirthschaftlicher -7 . ,gange in der Gegenwart unwiderstehlich auf, daß wir noch einer wunderbare»faltung der Kraftwirkung des auf die Grundlagen der Association gestellten Crentgegengehen. Und dieses Gefühl weckt in dem nachdenklichen Leser doch a"trunkene Gedankenflug in dem Geschäftsbericht des 6rüllit niukilier.