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Eilfter Band.
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Die Literatur Frankreichs.

Physik, und bekanntlich wirkte seine Regierung Großartiges für den Anbau jenerWissenschaften. Indessen ließ e> auch die Philosophie insoweit gewähren, als sie beidem alten philosophischen Statnsguv blieb, und so hatte Frankreich eine stehende Phi-losophie, wie es eine stehende Poesie hatte. Dabei hörte über die philosophische Be-wegung in den zehn Jahren der Napoleonischen Herrschaft keineswegs ganz auf.Der erste Angriff gegen die herrschende Schulphilosophie ging von dem Theosophcnund Mystiker St.-Martin aus, der in mehren sehr dunkel gehaltenen und oft unver-ständlichen Schriften den Materialismus mit Geist und Scharfsinn widerlegte. Theo-logischerseits traten mehre Geistliche gegen den Sensualismus auf, unter Andern derAbbe Frayssinous, nachheriger Bischof von Hermopolis, in seinen halb dogmatischen,halb erbaulichen Vortragen, die bei gewaltigem Zulauf in der Kirche St.-Sulpicegehalten, und später unter dem Titel „ llniiivranv^" gedruckt wurden. Am wacker-sten und wirksamsten aber stritten für die alte Orthodoxie und Welkansicht zweitheologisirende Laien und große Herren: der Graf de Maistrc und der Vicomttde Bonald, die mit glänzenden Waffen der Bcredtsamkeit gegen die ungläubige Phi-losophie zu Felde zogen und durch ihre vielgelescncn Schriften in deir stockenden Ge-dankenfluß eine neue Strömung hineinbrachten. Kurz, auf den, philosophischen wieauf dem poetischen Gebiete äußerten sich von verschiedenen Seiten frische Lebenszei-chen, und wer billig sein will, muß zugeben, daß die Geschichte eben nicht reich istan literarischc» Phasen, die in einem Zeiträume von zehn Jahren einen so bedeuten'den Hausen von Arbeiten auszuweisen haben, wovon die meisten den Stempel desTalents und einige das Siegel der Phantasie an sich tragen. Litt die französischeLiteratur damals auch an augenblicklicher Erschlaffung und Ermattung, so gelang esdoch ihren Bestrebungen im Reiche des Gedankens und Stils, die Grundsätze vonOrdnung und Würde wiederherzustellen, welche der General Bonaparte mit seine»'siegreichen Degen wiedcreroberee und der Kaiser Napoleon mit seinem gewaltige»Scepter schützte. Da nun nach den Wirren der Revolution, welche die Sprache '»ihrem grammatischen Bau erschüttert hatten, der Classicismus wieder herrschend war,so mußte die weitere Entwickelung der französischen Literatur durch den Classicisi»»-hindurchgehen: sie nahm von dieser alte Regeln und Muster an/um sich dadurch "stwieder zu dem Rechte und zu der Fähigkeit einer neuen Schriftsprache zu erheb"'Ihr rückschrcitender Gang stand im Einklänge mit dem Bedürfnisse von Wiederh"*strllung, welches die Gesellschaft empfand, und mit den Ansichten der Staatsgcw» '

die von dem Alten beibehalten wollte, was in ihren Kram paßte. Napoleon duldete'»

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förderte sogar aus Staatsklugheit die literarischc Opposition der Schriftsteller, die, .Chateaubriand, de Maistre, de Bonald und Anders, im royalistischen und Papist'^,Sinne auf eine Erschütterung in der Gedankenwelt hinwirkten. Da diese Ssh>'ststeiler an der Wiederherstellung der monarchischen und religiösen Doktrinen arbeit"^so dachte er, daß der Erfolg für die Zukunft ihm und seiner Dynastie zugutemen müsse, mit der er das Interesse der Monarchie und Religion in Frankreichimmer verbunden glaubte.

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Unter der Restauration.

Der überwiegende Einfluß des literarischen Classicismus dauerte über ^Herr-serzeit hinaus bis spät in die Restaurationsperiode hinein; seine unumschrä»^ Psick-schast endete jedoch mit der Napolconischen. Die Bourbons hatten bei 'h^.taN'^kehr nach Frankreich alle socialen Elemente und Zustände, wie sie die ssnstiggestaltet, zu fürchten. Sie bewiese» sich daher der vorhandenen Pvcflc stund suchten, soweit dies anging, den in seinen Grundsätzen heidnischen ^ j„dcsse»mit einem gewissen äußerlichen, formellen Christenthum zu verbinden, ?^",„ae»sehr wohl ein, daß sie nur alte, rein monarchische und katholische A»'

Anschlag zu bringen und diese bei dem Wiederaufbau ihrer Macht "" ./b >t mstsehen« zugrunde zu legen hätten. Da nun die Revolutions- zzew»"'

ihrer Kunst und Poesie aus dem 17. und 18. Jahrhundert und aus einst' >»