Mexico und Miltelamerika.
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«wer halben Million Bevölkerung, sagte sich um die Zeit ebenfalls von Mexico losund erklärte sich zu einem freien unabhängigen Staate. Denkwürdig ist, daß in derVerfassung des neuen Staats (31. März 1841) eine Toleranz für alle andern Re-ligionen ausgesprochen wurde — das erste Beispiel in den ehemaligen spanischen Co-lvnien. Aucatan behauptete sich mehre Jahre in Unabhängigkeit; es schien sogar eine-eitlang, als wenn das Land wieder zu seiner ehemaligen Blüte vor den Zeiten derspanischen Herrschaft gelangen könnte. Von dieser Blüte zeugen die während derletzten Jahrzehnde aufgefundenen herrlichen Denkmäler einer großartigen alten Cultur,iu Aucatan wie in dem benachbarten Chiapas, welche in den Werken von Stcphens,Catherwood, Norman und Andern ausführlich dargestellt worden sind. Stcphensund Catherwood haben in jenen Ländern, auf einer kurzen Strecke, die Ruinen von54 alten Städten aufgefunden, die sie sämmtlich beschrieben und ihren Werken intrefflichen Abbildungen beigaben. Aucatan wünschte und hoffte, daß Nordamerika sichseiner annehmen, und daß es am Ende, gleichwie mit Texas geschehen, zu einer Ein-igung kommen würde. Als diese Hoffnung nicht in Erfüllung ging, mußte sich dieHalbinsel wieder dem Verbände mit der mericanischen Union fügen.
Die Einführung einer Verbrauchssteuer von 15 Procent, um die mit Frank-reich eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen, erregte Widerwillen und Haß gegen°en Präsidenten Bustamente, was alsbald von Santana zur Befriedigung seinesEhrgeizes ausgebeutet wurde. Die Verschworenen brachen zu gleicher Zeit (Augusts^4>) los: General Paredes zu Guadalaxara, Valencia und Lombardini in derHauptstadt, Santana zu Veracruz. Und diesmal galt es einem ernstlichen Kampfe.^ustai„ente zählte treue Anhänger, welche sich über einen Monat lang mit den Rcbel-. " in den Straßen der Hauptstadt schlugen. Mexico hat zu dieser Zeit, wie kaumlemals feix der Losrcißung von Spanien, furchtbar gelitten: Kinde-, Frauen, GreiseUnschuldige aller Art sind in den langen täglichen Kämpfen umgekommen. Die"bellen beschossen von der Citadelle aus die Stadt wiederholt mit Bomben, um die"entölen Bürger zu zwingen, daß sie es mit ihnen hielten. Es kam endlich auchein Vergleich zustande, der sogenannte Plan oder die Verkündigung von Tacubaya,e eher an die Stelle der bestehenden Verfassung trat. Santana ward mittels desIievenlen Artikels dieses Schriftstücks auf kurze Zeit, bis die Union neu geordnet sei,unumschränkter Herr des ganzen Staats. Ein Congreß kam nun zusammen, welcherauf Wiederherstellung der Verfassung von 1824 antrug. Dies mißfiel dem Dictator.
>e Veriammlung ward aufgelöst und ein sogenannter Verein von Notabeln zusammen-gerufen. Dieser ließ auf Geheiß Santana's eine Bekanntmachung ausgehen (13. Juni^43), welche den Titel führte: „Grundsätze der staatlichen Einrichtung der Republikexico." Die Grundsätze waren streng centralistischer Natur und in religiöser Be-khung nicht weniger intolerant als die frühern Verfassungen.
Während dieser Wirren und Änderungen gestalteten sich die Verhältnisse zuvxdanierika immer feindlicher. Der diplomatische Verkehr hatte aufgehört, und manWartete bereits im Beginne des Jahres 1844 den Anfang von Feindseligkeiten,b'e wurden nochmals durch die innern Unruhen in Mexico auf einige Zeit verscho-nn Millionen Dollars waren Santana zur Eroberung von Texas angewie-
des yicht zufrieden — Geiz ist die hervorragendste Eigenschaft des Man-
! übe "" verlangte er noch 10 Millionen, welche der Congreß nicht bewilligte. Hier-bien von neuem Bürgerkrieg. Santana unterlag, wurde gefangengenom-
Dz. ""d erhielt nach Verkündigung einer allgemeinen Amnestie die Erlaubniß (29.8o?' « mit seiner Familie nach Havana überzusiedeln. An seine Stelle ward^°^uim de Herrera zum Präsidenten erhoben. Der friedlichgesinnte Herrerabald dem General ParedeS weichen, welcher jeder Äussöhnung mit Nord-biiz A entgegentrat und die Wiedervereinigung des Staats Texas mit der Repu->Nee bk"o durch Waffengewalt erzwingen wollte. Paredes haßte, gleichwie die Ar-ein großer Theil des Volks, die Yankees als die gefährlichsten Feinde derÄschen Nation und der römisch-katholischen Religion. „Nur mittels Waffen-