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Eilfter Band.
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Merico und Mittclamerika.

Gegen die Mitte 1855, nach einem Verlaufe von kaum sieben Jahren seit seinerEinverleibung in den nordamcrikanischcn Staatenbund, besaß dagegen Obercalifornieneine Bevölkerung von nahe an 400000 Seelen. Und in welchem Zustande des Auf-blühens das Land sich befindet in allen Beziehungen, in Ackerbau und Gewerben,in Betreff des Handels und der von Monat zu Monat sich mehrenden Ausbeute derMinen, welche herrliche Städte, schnell wie durch Zauberwort, hier entstanden, undwie Californicns Reichthümer sich über die ganze Erde ergossen, dies Alles ist zumTheil bekannt und gehört überdies nicht mehr zu Mexico, sondern zur Geschichteder Nordamerikanischen Union. Die frühern Einwohner Californicns spanischerRace haben aber von diesem ans Wunderbare grenzenden Wachsthum nach allenRichtungen, wie es scheint, nur geringen Vortheil gezogen. Sie fühlen sich imGegentheile mitten unter dem gewaltigen Getriebe so unbehaglich, daß ein Theildas Land der Vater bereits verlassen hat, und ein anderer Zusammenkünfte hält,um sich über das Unternehmen einer Masscnauswandcrung nach Untercalifornicn undSonors zu berathen. Wir werden allenthalben zurückgesetzt, so klagen sie, wir müs-sen hohe Steuern bezahlen und sind unsers ererbten Besitzthums nicht sicher. Wirwerden unserer Acker durch allerlei Landordnungen und Advocatenkniffe beräubt.Sollte auch diese Übersiedelung, was wir glauben, unterbleiben, so wird doch nachwenigen Jahren von der ganzen romanischen Bevölkerung nur ein kärglicher undtheilweise amerikanisirter Rest vorhanden sein. Jetzt schon begegnet man in allenStaats- und Gemeindeämtern Californicns, bei allen Versammlungen und Festmah-len vorzüglich angelsächsischen Namen. Man hat es zu San-Francisco mehrmalsversucht, ein Zeitungsblatt in spanischer Sprache zu begründen. Es konnte sichnicht behaupten. Dies ist kein neues, kein vereinzeltes Ercigniß. Solch ein Ein-und Aussaugen romanischer Insassen hat auch bei andern der Union eingefügtenLändern stattgefunden, so zu Louisiana und Florida. Ähnliches geschieht in denCanadas. Die romanische, vvm politischen Despotismus und dem römischen Papst-thum geschwächte Race scheint im Ganzen ihre Rolle in der Weltgeschichte ausge-spielt zu haben. Sie kann Schlachten schlagen; sie kann Dynastien stürzen; sie kannfür den Augenblick neue Reichsordnungen und bessere Gesetzbücher einführen ^Bleibendes, den Samen gesunder Entwickelung in sich Tragendes, kann sie nirgendsmehr hervorbringen. Wo und wie sind die Früchte beschaffen, welche die päpstlichePropaganda, die Venetianer und Genuesen, die Spanier, Portugiesen und Fran-zosen in ihren außereuropäischen wie in ihren europäischen Besitzungen und Eroberun-gen zurückgelassen haben? Wo sind ihre Vereinigten Staaten, ihr Indisches Reich'ihr Australien?

IV. Die Republik von Mittelamerika, bis zu ihrer Trennung in mehre selbständige Staats'

Mittelamerika ist durch seine natürliche Beschaffenheit dreifach getheilt, ^von großem, von bedingendem Einfluß ist auf die staatliche Gestaltung und die ^schichte des Landes. Auf der 6000 Fuß über das Meer emporragenden HaA^eGuatemalas, mit der Hauptstadt gleichen Namens, entspringen die breiten sUsumasinta und Tabasco, welche nordwärts gehen und in den Meerbusen ^^ermünden. Andere laufen östlich und ergießen sich in den Golf von Hondl»'^ §§westlich in den Stillen Ocean. Die zweite Hochebene umfaßt die Mitte von Hs"„örd-und Nicaraguas Norden, und von ihr nehmen eine Menge Ströme und Flüst^Mnlieh und westlich in das Karaibische Meer, nach dem Nicaraguasee und den' ^chsterOcean ihren Lauf. Es folgt dann das große Plateau von Costa-Rica, desst'^ dieserPunkt,, der Vulkan von Canago, sich in seiner Mitte cmporthürmt. Ass nsit

drei Hochebenen erstrecken sich die sanft abfallenden, wellenförmigen Tiestü"ihren verschiedenen Alpenseeu und üppigstrotzenden Prairien. Die Wechsel" e ^ intischen Verhältnisse sowie der mannichfache Reichthum der Landeserzeugnisse stdiesen Bodenverhältnissen, ihre Begründung. Europa

Die Häfen jenes Übergang-landes sehen auf der einen Seiten nach