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Eilfter Band.
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Mexico und Mittelamerika.

Wahl gelassen wurde, erließ der Präsident im Beginn des Monats Mai 1853 zweiBotschaften, welche die ganze Geschichte des Staats während der letzten Jahre ent-halten. Die eine gibt Rechenschaft über seine frühere Verwaltung; die andere setztseine Ansichten auseinander und legt die Plane dar, die künftig zur Ausführungkommen sollen. „Ich sagte euch bereits", so lauten die Worte in der Botschaftvom 8. Mai 1853, „daß ich die Erhaltung der Ruhe für die wesentlichste Aufgabehalte. Ich werde alle meine Kräfte und Mittel dazu verwenden, damit auch künftigkeine Störungen eintreten. Ich strebe nicht, wie meine Feinde sagen, nach einer absolutenGewalt; wenn aber die gesetzlichen Mittel zur Erhaltung der Ordnung nicht ausrei-chen sollten, so werde ich nach andern greifen." Man sieht, Präsident Mora hat sichLudwig Napoleon zum Muster genommen. Costa-Nica blieb auch in der That freivon den Verwickelungen der angrenzenden Länder und schritt fort in der innern Ent'Wickelung, bis im August 1855 der Einfall des Nordamcrikaners Walker in Nicaraguo,auf den wir weiter unten zurückkommen werden, die beiden nachbarlichen Republikenaufs neue in Zwiespalt versetzte. Die Republik Costa-Nica ward von allen civ>'lisirten Regierungen als selbständiger Staat anerkannt, im Jahre 1850 auch vonSpanien. Mit Rom wurde (7. Oct. 1852) ein Concordat abgeschlossen auf gle>'chem Fundamente wie das mit Guatemala. Doch wurden die Artikel der Cousintution, welche die Freiheit der religiösen Culte gestatten, die auch in den Verträgenmit England und den Hansestädten bedungen ist, aufrechterhalten. Bereits hat Mzu Costa-Nica eine kleine protestantische Gemeinde gebildet. Ein Handelscodex sowiemehre Ordnungen über die Colonisation und Ansiedelung fremder Einwanderer sinderschienen. Die Handclsbewegung ist im Zunehmen begriffen. Die finanziellen Vst'hältnisse des kleinen Staats sind, nach den amtlichen Rechenschaftsberichten, i>"besten Zustande. Im Jahre 1852 war die Einfuhr 1 , 250000 , und die Ausftitsian Kaffee und Zucker, an Taback, Leder und einigen andern Artikeln 1,350000 Pia-ster. Seit dieser Zeit ist die Handelsbewegung noch in der Zunahme begriffen.der Botschaft des Präsidenten betrugen die Einnahmen 1852 die Summe von 32000Piastern, im Jahre 1853 stiegen sie auf 300000, und fürs Jahr 185-1 wurden sie c>nl057000 berechnet. Die Ausgaben hingegen belicfcn sich blos auf 190000, so^.ssogar ein bedeutender Überschuß blieb, die größte Seltenheit in den spanisch-anttO'kanftchen Staaten! Die vorzüglichsten Erträgnisse des Einkommens bestehen in ^Zollabgaben, in den Monopolen von Taback, von spirituoscn Getränken u. s-dann in dem Verkaufe der Staatsländereien. Costa-Nica genießt überdies des 1^tencn Glücks, keine fundirte Staatsschuld zu besitzen; die Activa der Staatskasisollen die Passiva der schwebenden Schuld weit überragen. Seinen Antheil anföderativen Schuld der Republik Mittelamerika hat der Staat, bald nach Erklär"seiner Selbständigkeit, gänzlich abgetragen. je

Längs des Stillen Ocean besitzt Costa-Rica mehre vortreffliche Häfen,Punla-Arenas, dann die zahlreichen Landungsplätze im Golfo Dulce, sow^ h,Maritas, Caldera, La Culebra und Las Salinas. Von Punta-Arenas, de>nzüglichsten Handelsplatz des Landes, ist während der Jahre 1811 —10 einestraße nach der Hauptstadt erbaut worden, welche unter einer eigenen Straßenbahn(>>unt-, ilinsraris) steht, die sich auch um die Communicationsmittel in >siTheilen des Landes große Verdienste erworben hat. Aus der atlantischen ^^aatCosta-Nica weniger begünstigt. Außer der Bucht Boca del Tora besitzt deft^ der

hier keinen ^einzige» Ort, der den Namen eines Hafens verdiente. Desh>n^ Pro

Handelsverkehr nach dieser Richtung nicht lebhaft, obgleich es dem Landeductenreichthum und selbst an Minen edler Metalle keineswegs fehlt. ^Küstenstrich soll ja hiervon seinen Namen erhalten haben: Costa-Rica.

VII. Nicaragua, San-Salvadvr und Honduras. .. ^

Der Staat Nicaragua umfaßt das ganze Gebiet der ehemaligen S

Namens im Königreich Guatemala. Im Osten und Westen erstreckt er sich °