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Eilfter Band.
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Die östreichische Monarchie.

Druck schuf gleichfalls dir Handelskammern, deren Jahresberichte einen reichen Auf-schluß über die Jndustriezustände und die Handelsbewegung der verschiedenen Kron-länder gewähren. Es muffen namentlich die Berichte der Präger, brünner und derreichenbcrger Handelskammer wegen ihrer Vollständigkeit und kritischen Schärfe rühm-lich hervorgehoben werden. Die bei der letzten Volkszählung benutzten Formularelassen sich den gerühmten englischen hinsichtlich der tüchtigen Anordnung und derFülle der Rubriken zur Seite stellen. Aber alle diese Arbeiten sind noch unvollstän-dig, lange nicht ausreichend, um aus ihnen den Stoff zu einem ähnlichen Werke zuschöpfen, wie es England in des verstorbenen Porter „krogrsss ok tks nalion" be-sitzt. Doch liegen so viele Daten vor, um, wenn nicht ein vollständiges, doch einanschauliches und im Allgemeinen treues Bild von dem ökonomischen Leben Östreichsentwerfen zu können. Daß gerade über die materiellen Verhältnisse der dem heu-tigen Kriegsschauplatz »ächstgelegcnen Provinzen ausführliche Erhebungen in den of-ficiellcn Quellen vorgefunden wurden, hat in Rücksicht auf die gegenwärtige Welt-lage gewiß ein ganz besonderes Interesse, und es wird hier von diesem Material mitdankbarem Eifer Gebrauch gemacht werden.

l. Stand und Bewegung der Bevölkerung.

Die Resultate zweier Volkszählungen, jener des Jahres 1846 und 1851, liegenvor uns. Eine kurze Übersicht der Bevölkerungsvcrhältnisse vom Jahre 1854 wurdeüberdies vor kurzem vom K. k. statistischen Bureau veröffentlicht. Die Zählungvom Jahre 1851 wurde nach neuen, dem Bedürfnisse der wissenschaftlichen For-schung entsprechender» Formularen vorgenommen. Die Beschränktheit der ausfüh-renden Organe, welche sich in den verwickelten Formularen nicht zurechtfinden konnten,der böse Wille der Bevölkerung, welcher z. B. in Ungarn die Angaben über dieNationalität absichtlich fälschte, machen aber die Erhebungen derselben minder verlaß,lieh, wozu noch der wichtige Umstand hinzutritt, daß der Volkszählung vom Jahre1851 vicljährige abnorme Zustände vorangingen, während die Periode, welche dievorletzte Volkszählung umfaßt (1840 — 46), eine durchgängig normale war. ESmuß daher diese mit in Betracht gezogen werden; ja, wenn es sich um die Erhebungder mittlern Zunahme der Bevölkerung handelt, so kann nur sie und nicht diejüngste Volkszählung sichern Aufschluß gewähren.

Stand der Bevölkerung im Jahre 1848.

Kronland.

Hlächenraum

in

östreichischenlD Meilen. -)

Männliche

Bevölkerung.

Weibliche

Bevölkerung.

Überhaupt.

Entfallenauf bielD Meile.

Ostreich unter der Ens.

736125

758274

1,494399

4322

Östreich ob der En« und Salzburg

333,gy

414579

442115

856694

2573

Steiermark.

390,yz

487732

515342

1,003074

2566

Körnten und Kram.

353,25

374909

409877

784786

2222

Küstenland.

138,z,

247450

251651

500101

3616

Lirol und Vorarlberg.

4S2„5

423210

436040

859250

1746

Böhmen.

Mähren und Schlesien.

904„5

2,046361

2,301601

4,347962

4809

415,7-

1,065782

1,184812

2,250594

4731

Galizien und Bukowina.

1528,8 h

2,5«»0496

2,605062

5,105558

3339

Dalmatien.

222,2 g

213200

197788

410988

1849

Lombardei.

307,o9

1,339027

1,331806

2,670833

7120

Venedig..

414,„

1,130827

1,126373

2,257200

5439

Militärgrenze.

683,oo

600634

625774

1,226408

1796

Ungarn (annähernd).

Siebenbürgen (annähernd). . . .

K. k. Militär.

3962,7-

5,411106

5,588894

11,000000

2778

954,7,

1,073000

1,109700

2,182700

492486

2286

Summa

I1575,oo

^18,064438

18,886100

37,443033

3235

*) 1VV östreichische Quadratmeilen, die östreichische Langenweile zu 4000 wiener Klafterngerechnet, sind gleich 104,55 geographischen Quadratmeilen.