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zur speciellen Vermessung nöthig war. sobald jedoch der Kauf abgeschlossen, theil-ten sich nach englischer Sitte die socialen Elemente. Die Snobs erhielten durch denWurf eines Goldstücks die erste Wahl von 10000 Acres, welchem Grundstücke sieden einheimischen Namen Burra-Burra beilegten. Die Nobs nannten ihren TheilPrinceß Royal. Das Glück hatte also für die Demokraten entschieden. Die Burra-Burra ist ohne Vergleich das ergiebigste Kupferbergwerk in Südaustralien, ja aufdemselben beruht großentheils der ganze Bestand der Colonie.
Das Burraeigenthum wurde in 2464 Actien zu 5 Pfund Sterling getheilt,mit hem Rechte, das Capital auf 20000 Pfund Sterling zu erhöhen, was seitdemgeschehen ist. Während des ersten Jahres, vom Ende September 1845 bis EndeSeptember 1846, betrugen die Auslagen 16624 Pfund Sterling bei einem Ertragevon 7200 Tonnen Erz. Je mehr abgeteuft wurde, desto reichhaltiger wurden dieErze. Der höchste erlangte Preis betrug 31 Pfund Sterling 9 Schilling die Tonne,der niedrigste 10 Pfund Sterling 16 Schilling. Im Juni und Juli 1847 wurdendie ersten beiden Dividende» von 50 Schilling per Actie gezahlt, und noch im selbi-gen Jahre drei andere Dividenden. Im März 1848 war die 5 Pfund Sterling-Actie auf 150 Pfund Sterling gestiegen, und zwei neue Dividenden im Juni undSeptember brachten die Actie auf 200 und 210 Pfund Sterling. Während der er-sten drei Jahre wurden 33386 Tonnen Erz gewonnen, welche gegen 10000 Tonnt»Kupfer, zu 70 Pfund Sterling die Tonne, also 700000 Pfund Sterling ertrugen.Eine achte Dividende von 5 Pfund. Sterling die Actie wurde im September 1849gezahlt. Im Jahre 1850 wurde regelmäßig vierteljährlich eine 10 Pfund. Sterling-Dividende gezahlt; das in diesem Jahre gewonnene Erz betrug 18692 Tonnen. ImJahre 1851 trat jedoch durch die Auswanderung der Bergleute nach den Goldfel-dern eine zeitweilige Unterbrechung ein und die Actie fiel wieder auf 50 PfundSterling. Außer diesen Gruben wurden noch eine Menge andere entdeckt, wodurchsich die Bergwerksspeculation in Südaustralien so hoch steigerte, wie nur in Eng-land der Fall ist. Dennoch hat von allen diesen Bergwerken nur die einzige Burraje eine Dividende gezahlt. Die Kapundagrube ist als industrielles Unternehmen nieauf dem Markte gewesen, da die Herren Bagot und Dutton sie behalten haben.' Sieist sehr ergiebig, bedarf aber einer kostspieligen Zimmerung.
Die Ausfuhr von Südaustralien betrug im Jahre 1850 die Summe von453668 Pfund Sterling 12 Schilling, darunter Weizen mit 11212, Weizenmehlmit 20279, Kupferbarren mit 63729, Kupfererz mit 211361, Talg mit 8188,Wolle mit 113259 Pfund Sterling Inbegriffen waren. Die Colonie hatte 63900Einwohner, unter welchen 7000 Deutsche.
VI. Die Colonie Victoria.
Wie ganz anders als die Südaustraliens erscheint die Geschichte Victorias.Während wir dort eine von den ersten Kräften Englands gehegte und gepflegte Co-lonie jämmerlich verkommen und nur durch den Zufäll errettet sehen, ersproß hiereine ohne und sogar gegen den Willen der englischen Regierung angelegte Nieder-lassung zur reichsten und bedeutendsten Colonie im ganzen Colonialstaate Englands.Nachdem im Jahre 1798 Baß auf seiner denkwürdigen Walfischbootexpedition dienach ihm benannte Meerenge zwischen Victoria und Vandiemensland, die Baß-straße, und die Western Pointbai in Victoria selbst entdeckt hatte, wurde 1802 diePort-Philippbai, so nach dem Gouverneur Phillip, dem Begründer der ColonisationAustraliens, benannt, vom Lieutenant John Murray entdeckt. Auch lief Flinders,der berühmte Entdecker, zehn Wochen nach Murray in diese Bai ein. Das Mut-terland wünschte hier nun eine neue Strafniederlassung anzulegen, und entsandte zudem Behufe den Obersten Collins mit Deportirten. Derselbe kam 1804 in Port-Philipp an. Da er aber von Vandiemensland überaus günstige Berichte vernommenhatte, so untersuchte er die Bai nur oberflächlich, fand weder süßes Wasser, nocheine sonst zur Niederlassung geeignete Stelle, und begab sich ohne weitem Aufenthalt