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ter Eintracht. Viel trug dazu bei, daß keine Branntweinschenken gedulde: wurden.Die Diggers bei ihrer einfachen Diät von Fleisch (das Hammelfleisch kostete damalsnur 3 Pence das Pfund), Brot und Wasser befanden sich sehr wohl.
Ende Mai arbeiteten in Ophir schon an 1000 Diggers. Einzelne kehrten mitreicher Ausbeute nach Sidney zurück; z. B. ein gewisser Handson, ein Kaufmann,mit Gold zum Werthe von 1000 Pfund Sterling, darunter ein Goldklumpen (blühst)von 46 Unzen. Nun brach aber auch die große Strömung herein. Scharen durch-wanderten fortwährend den beschwerlichen, von Sidney über 200 Meilen langen Wegnach den Goldgruben. Viele veräußerten zu dieser Reise Alles, was sie besaßen.Über 500 Familien in Sidney waren von ihren Vatern und Häuptern verlassen.
Am 9. Juni 1851 berichtete Stutchbury, Gold am Turon, einem andern Zu-flüsse des Macquarie, gesunden zu haben. Das Flußbett wurde sofort von mehr als1000 Diggers besetzt, und es erstand hier am Südufer des Flusses die OrtschaftSofala. Im Juli aber begann der rege Eifer der Diggers bereits nachzulassen.Das Wetter in den Gruben war bitter kalt, feucht und stürmisch. Wegen desschwierigen Transports über die Berge im Winter waren die Lebensmittel sehr theuergeworden. Der Summerhill-Creek war ausgetreten, sodaß man nicht an seinenUfern arbeite» konnte. Hunderte sahen sich in ihren goldenen Erwartungen getäuscht,erlagen den unerhörten Schwierigkeiten und Entbehrungen, ja in nur zu vielen Fäl-len dem Mangel an allem Erfolg. So trat denn jetzt schon die Reaction ein. Scha-ren begaben sich nun auf den Rückzug; Viele, die ihr Alles verloren hatten, inVerzweiflung. Da erneuerte sich plötzlich die ganze Aufregung durch die Entdeckungeines gediegenen Goldklumpens von einem Centner an Gewicht, der bei dem Ge-höfte des Dr. Kerr zu Wallawaugh, 53 Meilen von Bathurst, von einem eingebore-nen Knechte desselben gefunden wurde. Hundertundscchs Pfund gediegenes Gold,zum Werthe, nach dem bloßen Gewichte, von 4000 Pfund Sterling! Das schienallerdings eine ganz neue Phase im Eoldfinden anzuzeigen. Eine Masse Abenteurereilten jetzt nach Wallawaugh, um dergleichen Klumpen zu finden; allein man fandnatürlich gar nichts. Solche große gediegene Stücke bilden immer ganz vereinzelteAusnahmen und sind geologisch räthsclhafte Erscheinungen, indem ihre Entstehungs-art jedenfalls von dem des gewöhnlichen Seifengoldes verschieden, eigenthümlich undvom Quarz unabhängig sein muß. Solche Klumpen werden sogar an Stellen gefun-den, die, wie Wallawaugh, gar nicht zu den eigentlichen Goldfeldern gehören.
Um eine unter den dringlichen Umständen ccfoderliche weitere Einkunftsguellezu eröffnen/ veranstaltete die Regierung im August die Goldescorte, wodurch denDiggers ein wesentlicher Dienst geleistet wurde. Sämmtliche Negierungseinkünste vonden Goldliccnzeu und der Goldescorte beliefen sich auf 6'/-°/» von dem gewonnenenGelderträge, welcher gegen Ende 1851 bereits an 300000 Pfund Sterling betrug.
Zu.den Goldfeldern des Summerhill-Creek (Ophir) und des Turon (Sofala)gesellte sich noch der Meroo-Creek mit dem Louisa - Creek. Der Meroo ist ebenfallsein Zufluß des Macquarie, nördlich vom Turon und parallel mit demselben. Sämmt-liche von den drei Flüssen Summerhill, Turon und Meroo durchzogene Thäler bildenaugenscheinlich ein einziges zusammenhängendes Goldfeld, begrenzt im Westen vonden Ketten der Conobolas, die im Winter meist schneebedeckt sind, und im Ostenvon den hohen und steilen Wallabi und den Aumatolas. Alle übrigen von diesemabgesondert gelegenen Goldfelder von Neusüdwales haben sich von keiner andauerndenBedeutung gezeigt.
Die Goldentdeckung in Neusüdwales war jedoch nur das Vorspiel des großar-tigen, wahrhaft welthistorischen Dramas, das sich in Victoria, dem auch anderweitigso hoch bevorzugten Theile Australiens, aufführen und die Entwickelung dieser Co-lonie so gewaltig beschleunigen sollte, das fortan selbige die Geschicke der übrigenaustralischen Colonien bedingen muß.
Schon im Juni 1851 zeigte ein Schafzüchter an Deep-Creek bei den Pyrenäenan, daß auf seinen Weiden am Fuße des Clunes, eines vulkanischen Berges, sich