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Das Herzogthum Braunfchweig.
35,24, in Preußen auf 32,74, in Sachsen auf 35 Lebende; eine Trauung auf 124in Sachsen, auf 120 Einwohner in Ostreich; eine Geburt auf 28,s in Ostreich,auf 27,7 in Preußen, auf 24,3 in Sachsen. Sterblichkeit und Vermehrung sindalso geringer, die Heirathslust ist größer in Braunschweig als in den verglichenenLändern. Weniger günstig stellt sich das Verhältniß der unehelichen und dertodten Geburten, da jene nur 12,s°/> in Preußen, 13,7 in Sachsen, 8,e in Bel-gien, 4,9 in Holland, freilich auch 21,5 in Baiern; diese nur 4,r in Sachsen undPreußen, 3,2"/» in Baiern von sämmtlichen Geburten wegnehmen. Der Überschußder männlichen Geburten über die weiblichen ist ebenfalls geringer als in Östreich,wo 105,6, in Preußen, wo 105,7, und in Sachsen, wo 105,s Knaben auf je 100Mädchen geboren werden.
Es ist der schwachen Verhältnißziffer der Geborenen zuzuschreiben, daß der Über-schuß der Geborenen über die Gestorbenen, oder mit andern Worten der Bevölkerungs-zuwachs im Durchschnitt der bezeichneten drei Jahre nur 0,8g "/> der vorhandenenBevölkerungssumme betragen hat,, während er in Preußen jährlich l'/z, in Sachsenl/«"/» zu ergeben Pflegt. Der Überschuß der Ausgewanderten über die Eingewan-derten kann diese Wirkung nur wenig unterstützt haben; denn mit polizeilicher Ge-nehmigung sind im Jahre 1853 eingewandert 135, ausgewandert 763 Personen.Nach einer Berechnung des Statistischen Amts haben diese Letzter» ein Vermögen von49785 Thalern Capitalwerth mitgenommen, was auf den Kops nur 75 Thaler ergebenwürde, sodaß der Wohlstand des Landes durch ihren Abzug eben nicht stark ge-litten haben kann. 151 heimliche Auswanderer sollen außerdem noch 7295 Thaleran Werth mit sich entführt haben. Unter der Gesammtzahl der Auswanderer habensich 558 männliche und 536 weibliche Individuen, oder, unter einem andern Ge-sichtspunkte betrachtet, 129 ackerbautreibende, 344 gewerbtreibende, 59 handeltreibendeund 284 mit der Hand arbeitende Personen befunden. Ihr Zi^l ist bei 119 irgend-ein anderer deutscher Staat, bei 774 ein überseeisches Land gewesen.
Die Bodenbenußung im Herzogthum erstreckt sich auf fast 1'/- Millionen Mor-gen, worunter nach einer ältern Schätzung des Herrn von Lengerke 600000 Mor-gen Ackerland, 74750 Wiesen, 362244 Triften, 29781 Gärten, 3941 Teiche und360000 Forsten sind. Im Jahre 1848 wurde nach einem ständischen Berichte er-mittelt, daß 22596 Morgen Ackerland sich im Besitz von 18405 Häuslingen be-fanden, sodaß die Zersplitterung des Grundeigenthums neben seiner Ansammlungin einzelnen großen Gütern allerdings beträchtlich erscheint. Dagegen gibt es aberauch kaum ein anderes deutsches Land, in dem die Spatencultur so ausgedehnt zurGeltung gelangt wäre wie in Braunschweig, ebenso auch alle übrigen allgemeinenVerbesserungen der Landwirthschaft. Dies erklärt sich theils aus der durchschnittlichenBrauchbarkeit des Bodens, theils aus dem Einflüsse einer verhältnißmäßig starkenStadtbevölkerung auf das umgebende platte Land.
Der Viehbestand war 1853: an Pferden 27055, an Rindern 76428, anSchweinen 54723, an Schafen 390441, an Ziegen 23815, an Gänsen 62215Stück. Auf die Gcviettmeile kamen also 398 Pferde gegen 325 in Sachsen, 311in Preußen, 276„in Östreich; 1130 Rinder gegen 2247 in Sachsen, 1,059 inPreußen, 859 in Östreich; 801 Schweine gegen 752 in Sachsen, 61,1 in Östreich,485 in Preußen; 5789 Schafe gegen 3192 in Preußen, 2079 in Östreich, 2011in Sachsen. Ziegen entfielen auf die Geviertmeile 351, Gänse 917 Stück. Umgebenvon ebenfalls starke Viehzucht treibenden Gegenden, wird das Herzogthum Braun-schweig schwerlich bedeutend mehr Vieh ausführen als einführen. Man darf alsonach den gewöhnlichen Grundsätzen einen ansehnlichen, doch den Viehstand nicht gefähr-denden Fleischverbrauch annehmen, wonach jährlich 9492 Stück Rindvieh, 37968 Käl-ber, 65077 Schafe, 43778 Schweine und 3970 Ziegen im Lande geschlachtet werden.Wenn man mit Engel annimmt, daß ein Stück Rindvieh durchschnittlich 355,7, ein Kalb50,3, ein Schaf 39,2, ein Schwein 124,7, eine Ziege 20 Pfund Fleisch liefert, so