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Zwöflter Band.
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Das Herzogthum Braunschweig.

89 mit 239 — 300, 24 mit 300 — 350, 5 mit 350 — 400 und 6 mit mehr als400 Thalern ausgestattet. Im Jahre 1853 wurden ferner die Landschulen von33048, die niedern Stadtschulen von 11288, die fünf Gymnasien von 853, dasKollegium Carolinum von 120, und das anatomisch - chirurgische Kolleg von 26, zu-sammen von 45335 Schülern oder einem auf sechs Einwohner besucht. In Preußenkam damals ein Schüler auf 6'/» Einwohner.

Nach ihrem religiösen Bekenntniß sind die Einwohner des Herzogthums beinahesämmtlich, 267000 von 271000, evangelisch-lutherische Christen. Diese benutzen229 Hauptkirchen, 154 Nebenkirchen, 33 Bethäuser ohne Parochien, zusammenalso 416 Gebäude zu ihrem Gottesdienst, und haben für ihre Seelsorge 241 Pre-diger, 18 Hülfsprediger, 12 Nectoren und Kollaboratoren. Demnach hat Braun-schweig für je 640 Evangelische ein Gotteshaus; Preußen, von 10 Millionen Evan-gelischen bewohnt, besitzt 9000 kirchliche Versammlungsstätten oder eine auf je 1111Bekenner.

Die Art, Häufigkeit und Bestrafung der angeschuldigten und richterlich festge-stellten Verbrechen ist in Braunschweig Gegenstand einer besondern amtlichen Sta-tistik. Das dafür angenommene Rechnungsjahr beginnt und schließt mit dem I.Juli.Vor die Stadt- und Amtsgerichte gelangten 1852—53: 10415, 1853 — 54:10749 Anklagen; vor die Kreisgerichte 1810 und 1945; vor die Schwurgerichte 39und 60 Anklagen gegen 95 und 82 Personen. Von diesen Angeklagten wurden vonden Schwurgerichten freigesprochen 1852—53: 22; 1853 — 54: 19; verurtheilk wur-den >73 und 63, worunter 10 zur Todesstrafe.

Der Staatshaushalt.

Das Budget des Herzogthums Braunschweig erscheint in seinen Endsummen zuniedrig wie in seinen Verhältnissen wenig übersichtlich, weil einige wahre Staatsaus-gaben in besonderer Rechnung erst von den damit zusammenhängenden Einnahmenabgezogen werden, ehe diese im Haushaltplane auftreten. So namentlich die „ersteHauptquelle der Einkünfte, der jährliche Überschuß des Kammerguts. Dieser Über-schuß steht im Plane für die dreijährige Finanzperiode 1852 — 54 nur mit 399000Thalern berechnet, während die besondere Kammerkafsenrechnung 1,689734 Thaler ver-anschlagt, wovon Pachten und Gefalle 574845 Thaler, Forsten und Jagden 457268Thaler, Berg- und Hüttenwerke 288792 Thaler, Capitalzinsen endlich 368829 Thaleraufbringen sollten. Aber bevor nun diese Einnahme in den Staatshaushaltplan über-tragen wurde, zog man 662167 Thaler für den herzoglichen Hofstaat, 28850 Thalerfür das Landesgestüt von der Totalsumme ab, sodaß nur etwa eine runde Summe von400000 Thalern Überschuß stehen blieb.

Der Staat ist in Braunschweig nicht nur der größte Grundeigenthümer, Wald-besitzer, Bergwerksinhaber und Kapitalist; er hat auch den höher» Verkehr, die Postenund die Eisenbahnen zu seinem Monopol gemacht. Die Erträge aus dem Verkehrfinden sich im Haushaltplan für 1852 — 54 mit 600000 Thalern veranschlagt, wozunoch 114000 Thaler Chaussee-, Wege-, Damm- und Fahrpostgelder kommen. Da-von machen die Überschüsse der Eisenbahnverwaltung den stärkern Theil aus. Esfind gegenwärtig vier verschiedene Bahnstrecken im Betriebe: Braunschweig-Wolfen-büttel 1,ss Meilen lang, mit 448664 Thaler Anlagekapital auf die Meile; Wolfen-büttel-Aschersleben 7,Zi Meilen, mit 330814 Thaler Anlagecapital auf die Meile;Wolfenbüttel-Harzburg 4,49 Meilen, mit 162673 Thaler Anlagecapital auf die Meile;Braunschweig-Peine 2,51 Meilen, mit 326805 Thaler Anlagecapital auf die Meile;im Ganzen 15,8g Meilen zu 294386 Thaler durchschnittlichen Aulagecapitals. Außer-dem wird der südliche Landestheil, die Kreise Holzminden und Gandersheim, jetzt schonvon der hannoverischen Südbahn auf der Strecke Alfeld-Salzderhelden durchschnitten,und soll im Jahre 1856 eine zweite, die erste bei Krewiesen durchschneidende BahnBörßum-Holzminden erhalten, welche Harz und Weser in geradeste Verbindung setzenwird. Die Verwaltung der Bahnen beschäftigte im Jahre 1854 166 Staatsdiener