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Zwöflter Band.
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Das Gold.

Mäßigkeit und das nur geringe Sinken des Goldwerthes ist um so auffallender, alsgerade in den Jahren 1883 — 55 die enorme Zunahme des Goldvörraths durch diekalifornische wie australische Goldproduction in 'Europa sich mehr und mehr bemerk-bar machen mußte.

Der hauptsächliche Grund, weshalb die Werthrelation sich bisher nicht niedrigergestellt hat, liegt nun einfach darin, was im vorigen Abschnitt über das französischeMünzwesen und die starken Goldausmünzungen in Frankreich mitgetheilt ist. So-lange in Frankreich noch ganz oder doch ziemlich vollhaltige' Silbermünze vorhandenist, welche ohne erhebliche Unzuträglichkeit für den Verkehr durch Goldmünze nachdem dortigen gesetzlichen Werthverhältniß von 1 :15,5 zu ersetzen ist, und auf derpariser Münze gegen eine geringe Gebühr jedes eingebrachte Quantum Gold mög-'liehst rasch zu 20-Francsstücken ausgeprägt wird, kann im freien Verkehr Gold durch-schnittlich nicht unter die Werthrelation von circa 1:15,25 sinken, und würde diesSinken vielleicht nicht einmal so weit gegangen sein, sondern gleich unter 1: 15,soder 15,4 innegehalten haben, wenn nicht gleichzeitig eine starke Nachfrage nach Sil-ber zur Versendung nach Ostindien und China eingetreten wäre, wovon später nochdie Rede sein wird.

Wir haben vorhin nur die Edelmetallpreise in London und Hamburg angeführt.Da jedoch in den letzten Jahren Paris recht eigentlich derjenige Platz gewesen ist,wo die praktische Bedeutung der Werthrelation zwischen Gold und Silber am evi-dentesten hervorgetreten, so möge auch über die Gold- und Silberpreise an der pari-ser Börse während der letzten Jahre noch eine Notiz beigefügt werden. Von Endedes Jahres 1853 an bis zu Ende October 1855 findet man folgende officielle pa-riser Notirung:

Gold in Barren 3 Promille psrls, d. h. (3437 Francs 78 Centimes — 13 Francs 31 Cen-times) 3427 Francs 27 Centimes pro Kilogramm fein Gold,

Silber in Barren 13 Promille prims, d. h. (220 Francs 56 Centimes -i- 2 Francs 88 Cen-times) 222 Francs 44 Centimes,

was eine Werthrelation von 1 :15,« ergibt.

Gegen Ende 1855 ist die officielle Notirung geworden:

Gold in Barren 5 Promille prims, d. h. (3437 Francs 78 Centimes -i- 17 Francs 19 Cen-times) 3454 Francs 97 Centimes pro Kilogramm fein Gold,

Silber in Barren 20 Promille prims, d. h. (220 Francs 56 Centimes 4 Francs 41 Cen-times) 224 Francs 97 Centimes pro Kilogramm fein Silber,

woraus sich die Werthrelation von 1:15,ss ergibt.

13) Der bisherige Einfluß der gesteigerten Goldproduction auf die Preise im Allgemeinen.

Niemand, der nur einigermaßen mit deu Untersuchungen und Problemen be-kannt geworden, welche auf die Lehre vom Golde und der Theorie der Preise Be-zug haben, wird erwarten, daß in dieser Abhandlung auf diese allgemeinen Fragennäher eingegangen oder gar eine genügende Lösung derselben versucht werde. Wasaber an dieser Stelle nicht ungehörig erscheinen wird, ist eine übersichtliche Zusam-menstellung darüber, wie sich im Laufe der letztverflossenen Jahre, nachdem bereitseine so bedeutende Vermehrung des circulirenden Mediums durch die gesteigerte Gold-production stattgefunden hatte, verglichen mit dem Durchschnitt vorangegangenerZeitabschnitte, die Preise einer größern Zahl wichtiger Handelsartikel gestellt haben,woran sich dann einige Bemerkungen über die Bedeutung der vermehrten Eoldcir-culation für die Gestaltung der Preise anknüpfen mögen. Die hier mitgetheiltenPreise sind aus dem allgemeinen Hamburger Preiscourant in der Weise entnommen,daß die zu Anfang jedes Vierteljahrs notirten Preise zusammengerechnet sind unddaraus der Durchschnitt genommen ist.