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Zwöflter Band.
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Die arbeitenden Classen.

des charakteristisches Zeichen angesehen, wenn in demselben die Geburten unter demVolke sich häufen und die Vermehrung der arbeitenden Bevölkerung auf rasche Weisevor sich schreitet. Allerdings deutet dieser Umstand auf eine Vermehrung der ma-teriellen Productionskräfte hin; aber ehe diese vermehrte Production durch eine ihrentsprechende Distribution den Arbeitern zugute kommen kann, oder mit andern Wor-ten, ehe der Arbeitermarkt zu seinem höchsten Grade der Entwickelung gelangt,müssen diese vermehrten Geburten für die Arbeiter selbst nur unsägliches Elend mitsich führen. Und hält man nun noch gar neben dem Geburtsregister für die neuge-borenen Kinder ein Todtenregister, für die Tausende von Kindern, welche aus Man-gel an Pflege, Nahrung, Luft und Licht dahinsterben, ehe sie arbeitsfähig werden,und berechnet ferner die Anzahl der frischen Kinder, die tagtäglich gefedert werden,um die Lücken auszufüllen, welche der Tod in der Million von Kindern verursacht,die in England neben den drei andern Millionen von Erwachsenen arbeiten >— dannallerdings kann man begreifen, wie ein Marcus, ein Malthusianer, auftreten konnte,um der arbeitenden Bevölkerung die „schmerzlose Extinktion" oder Vertilgung derKinder anzuempfehlen als das einzige Mittel, ihr Loos zu verbessern und Nach-frage und Zufuhr in Einklang zu setzen. Die „schmerzlose Extinction" jedes drittenKindes durch Kohlendampf und andere schmerzlose Todesmittel kann in der Thatnicht halb so peinlich sein als die Art und Weise, wie jetzt Tausende von Kindernals Opfer der neuen Arbeit, der neuen Produktionsweise fallen. „Aber, nein!nein!" ruft die Manchesterschule aus; „die Arbeiter haben ihr eigenes Schicksal inHänden. Warum vermehren sie den Arbeitermarkt durch ihr frühzeitiges Heira-then? Wenn wir Arbeitsgeber, so oft wir als Gesetzgeber im Parlament sitzen,weit entfernt sind, durch legislative Maßregeln den Heirathen Hindernisse in denWeg zu legen, so erwarten wir dagegen von den Arbeitern soviel moralische Herr-schaft über sich selbst, daß sie durch unzeitige Heirathen ihre Anzahl nicht über alle Zah-len hinaus vermehren und ihre Triebe nicht ihren Interessen als Classe unterordnen."

Der Schluß von all Diesem lautet nun aber: Mehrbevölkerung ist vorhanden— alle Klagen laufen auf diesen Punkt hinaus und schreiben demselben alle Übelund alles Elend der arbeitenden Classen zu. Und doch geht man mit dieser Über-völkerung so sparsam zuwerke und schont der Herangewachsenen so sehr, daß man zuKindern seine Zuflucht nimmt und daß eine Million von Kindern in die Arbeiter-gruppen eintreten müssen! Ferner heißt es: Überproduktion ist vorhanden — alle Übel,wie Krisis und andere Störungen werden der Überfüllung der Märkte mit Pro-dukten zugeschrieben. Und doch kommt diese Mehrproduktion keineswegs der Mehr-bevölkerung zugute; ja es geschieht gerade infolge der Überfüllung her Märkte mitProducten, mit Kleidungsstücken, Schuhen und Röcken, daß der Überfluß der Be-völkerung plötzlich kleidungslos, rock- und schuhlos wird. Die Gesetzgeber, in derForm von Arbeitsgebern, sie mögen Cottonlords oder Landlords heißen, haben sichals unvermögend gezeigt, diesem Zustande der Dinge abzuhelfen.' Sowie sie sich an-tagonistisch gegeneinander verhalten, so stehen sie auch in einem antagonistischen Ge-gensatze gegen die jedesmaligen Arbeiter, die sich um sie gruppiren. Es ist blos imKampfe gegeneinander, im Kampfe der Cottonlords gegen die Landlords und umge-kehrt, daß sie sich den Arbeitergruppen anschließen, um vereint mit ihnen ihre be-sondern Interessen durchzusetzen. Als es sich um die freie Getreideeinfuhr handelte, diefür die Cottonlords von um so größerer Wichtigkeit ist, weil dieselbe ihnen erlaubt,unter bessern Bedingungen die Concurrenz mit dem Auslande zu bestehen, da sahman, wie sie den Widerstand der Landlords, die in dieser Maßregel eine Beein-trächtigung ihrer Interessen fanden, nur dadurch überwanden, daß sie sich mitden Arbeitergruppen verbanden und die bekannte Anticorn-league zuwege brachten,vor deren friedlichen, obgleich furchtbaren Legionen die geängstigten Landlords sichmit ihren vermeintlichen Rechten zurückziehen mußten. Als die Landlords ihrer-seits wieder die Macht und den Einfluß der Cottonlords beschränken wollten, dran-gen sie auf eine Beschränkung der Arbeitszeit in den Fabriken, und sie vermochten