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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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an Lungenkrankheiten leiden, vorgeschrieben. Zur Zeit de r Men-struation sind die Molken nicht unbeding t auszusetzen. Nur beisehr abondanter Periode müssen sie entweder ein paar Tage aus-gesetzt oder in geringerer Quantität getrunken werden. Bei spar-samen Katamcnien darf man sie gegeutheils in der gewöhnlichenMenge trinken. Ueberhaupt thun eigentliche Kranke gut, sichder Leitung des Kurarzteö anzuvertrauen. Die Menge der zutrinkenden Molken ist verschieden und läßt sich im Allgemeinennicht wohl bestimmen. Das Minimum möchte '/,, das Mari-mum sechs bis acht Gläser sein. Es hängt dieß von der Indi-vidualität des Kranken, von der Krankheit selbst und dem Heil-zwecke ab. Man kann die Quantität nicht einmal der eigenenEmpfindung und dem Ermessen des Kurantcn überlassen, indemderselbe die Nützlichkeit oder Schädlichkeit des Minder und Mehrmcdizinalisch nicht zu beurtheilen vermag. Wer nicht bloße Ge-wohnheitskuren macht, soll den Rath des Arztes einholen.

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Die Diät.

Schon die Natur der Molken, ihre Heilkräfte und dieKrankheiten, in denen sie ihre Wirkungen äußern sotten, machenes Jedermann begreiflich, daß während einer Molkenkur nurleicht verdaulich e, zarte, mil de Speisen genoßen und allesSaure, Salat, saure Saucen, Eingesalzete, Käs, Ge-räriHerte, Schwerverdauliche, Blähende und Raffi-nirte vermieden werden muß. Freilich ist eine allgemein gültigeKrankendiät an einem Kurorte nicht wohl möglich. Der Umstand,daß eine Molkenkur von Bielen nur als prophylaktische undFrühlings- oder Rcinigungökur gebraucht wird und die hcut-zutägige Genußsucht, die Anforderungen an Gastgeber macheneine Krankendiät an einer tadle ck'küte in genere communeunmöglich. Der Kurarzt kann nur dafür sorgen, daß nichts