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leid etwas aufgetrieben und die Fußknöchel angeschwollen. Schonaus diesen Symptomen war die Diagnose nicht zu verkennen.Eine genaue stethoökopische Untersuchung setzte dieselbe vollendsaußer allen Zweifel. Es war beginnende Wasseransammlung inden Pleurasäcken und im Herzbeutel. Der Kranke bedauerte, daßer reicht gleich anfangs meinen Rath eingeholt und von seinemHansarzt nichts Schriftliches mitgebracht habe.
Trotz dem bedenklichen Zustand verließ ihn aber der guteHumor nicht und er meinte mit Wieland: „ Reue nach der Thathelfe just so viel als nach der Entschließung guter Rath." Erwolle sich jetzt nun mir übergeben.
Ich trachtete vor Allem aus, den Gcfäßerethismus zu be-ruhigen, die Diurese anzutreiben und auf den Gastrizismus ein-zuwirken, und verordnete deßwegen «anguisugm all anum undgab innerlich ein inlus. kerb. digital. mit tarlar. tartarisat. e>oxzm. 8guill. Der Kranke mußte sich ganz ruhig verhalten, imBette bleiben und eine strenge Diät beobachten. Diese Verord-nungen hatten den erwünschten Erfolg. Durch den starken Blut-verlust am After und den Gebrauch des rothen Fingerhutö hattesich das Herzklopfen und die Abdominalpulsation bedeutend ver-mindert; der tarlar. tartarikat. oder das Kali larlarisatum be-seitigte den Zungenbeleg, und um noch mehr auf die Diurese zuwirken, setzte ich später dem inku8. korb. digital, den crem.tartar. bei, wodurch dann die Harnsekretion ungemein vermehrtwurde. Um mit der Diurese auch die Darmfunktioncn in Thätig-keit zu setzen, wurde die digitalw endlich noch mit cslvmel undjalappa gereicht, wodurch täglich einige breiichte Stühle erfolg-ten. So ward die Hydroprsie in kürzerer Zeit als der Patientund der Arzt hoffen und erwarten konnten, beseitigt und Patientaus einem drohenden Zustande gerettet. Nachher wurde die Mol-kenkur wieder fortgesetzt, jedoch mit kleinen Dosen angefangen,gradatim gestiegen, eine strenge Diät und Regimen vorgeschriebenund auf die oxcrotmno» alvi gehörige Rücksicht genommen.