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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
Entstehung
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109
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Jahr 1794 schwächliche Personen in Tragsesseln von St. Gallenaus nach GaiS gelangt sind. Das hatte ein stattliches Aussehe»,ein Pferd vornen und ein Pferd hinten an einer solchen Litiere,in welcher zwei Personen einander vis-a-vis saßen. Nun sindfreilich die Wege und Straßen anders. In der Revolutionszeitwurde von den Franzosen eine Straße von St. Gallen überTeufen, Bühler, Gais und den Stoß nach Altstätten diktirt,freilich in aller Eile und deßwegen auch nicht kunstgerecht ge-baut. Man sah auf die kürzeste Linie und nicht auf Steigung.Immerhin war die Straße so, daß selbst mit großen Wagen gutzu fahren war. Seither hat nun die Gemeinde für einen bessernund bequemern Straßenzug, dem Rvthbach und den Mühlenentlang, bedeutende Opfer gebracht und eine Kunststraße an-gelegt.

Das Hochgebirg oder der Alpstein.

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Der Freund des Landlebens wird anGais preisen, daß er auf jedem seinerGLnge, vielleicht bei jedem Ausblickedurch sein Fenster das herrliche Hoch-gebirge vor stch habe, das ihn heuteals bloße» Beobachter mit dem Wech-sel seines Licht- und Wolkenspielsergötzt, morgen in seine» geheimniß,vollen Schooß lockt und ihm dortWunder enthüllt, für welche diePhantasie des Unkundigen nicht ein-mal die Materialien hat.

Aus dem Tagebuch eitrcsNeuvermählten.

Einen schönen und herrlichen Anblick gewährt der südwestlichsich erhebende Alpstein, wo man vom hohen Säntiö bis heranzur Fähnern, bis hinter den Kronberg das appenzellische Hoch-gebirg überblickt. Der Alpstein besteht auS drei GebirgSreihen: