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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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114
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und zur Seltenheit selbst Anfangs Sommers Schnee bringt.Der Ostwind, der vom Stoß herweht, überstürzt gleich überdem Dorfe und darum fühlt man hier seinen kalten Zug weniger.Direkten Nordwind haben wir so zu sagen nie.

Barometer- und Thermometerstan-, und Höhe überder Ndeeresfläche.

8- 13.

Das Medium des Barometerstandes in Gais ist 25" undVr Linie nach französischem Maß, 12 Linien der Zoll. Dentiefsten Barometerstand hatten wir im Jahr 1821, den 25. De-zember, nämlich 24" und 3 Linien, wo der schreckliche Sturm-wind aus Südwest geherrscht hat, und 1823, den 2. Februar,24" und 1 Linie; hier hatte kein Ereigniß, aber in Palermoein heftiges Erdbeben statt. Der höchste Barometerstand zeigtesich in den Jahren 1824, den 27. Mai und zwar 25", 7'/zLinie; 1825, den 10. Januar und 10. Februar 25", 7 '/z Linie,und wie natürlich nur beständig schöne Witterung. Die gewöhn-liche Sommerwärme in den Monaten Juli und August beträgtin den Mittagsstunden 21 bis 25° R. In den Jahren 1807und 1811 hatten wir 25° anhaltende Wärme und 1819 und1834 27V-° als die höchste.

Die Kälte variirt bei uns zwischen 10 bis 14°, und 1820und 1829 stieg sie selbst bis aus 19 und 20°, was aber der höchsteGrad gewesen ist. Manchen Winter fällt aber der Thermometernie mehr als 8 bis 10° unter den Gefrierpunkt.

Als bewohntes Dorf ist Gais das vierthöchste unsers Lan-des. Seine barometrische Höhe ist nach Merz 2806 Fuß überder Meeresfläche angegeben. ES liegt unter dem sicbenundvier-zigsten Grad der Breite und dem siebenundzwanzigsten Gradder Länge.