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Die Heilkräfte der Alpenziegen-Molken und der Molkenkurort Gais / von Joh. Heinrich Heim
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148
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wir nur erst in Nürnberg wären! — Warum denn immerfortNürnberg? fragte ich zuletzt: hast Du etwa einen Freund dort?— Nein, war die Antwort, aber da hört der Norden auf. —Gerade wo man zum Thor hineinfährt, rief Tobias vom Bockherunter. — Dein Fräulein erröthete ein wenig über die liebeEinfalt, die das Mädchen von ihr gelernt; und um mein ärger-liches Lachen zu unterbrechen, nahm sie geschwind ihre Reise-kollektaneen zur Hand und sagte: Es soll daselbst auch schöneAlbrecht Dürer geben. — Weißt Du, was das für Leute sind?fragte ich Tuschen; und der alte Kauz aus dem Bock erklärteihr, daß man dort die Lebkuchen so heiße.

Ich höre das Mädchen gern singen; Du weißt, sie hateine gute Stimme und weiße Zähne, und es war mir ganzrecht, als beide gerade mit dem größten unserer Dichter anfingen;aber als ich tagtäglich das Lied hören mußte: „Kennst du dasLand" rc., und: „Komm, Vater, laß uns ziehen", wobei siemich denn ansahen und glaubten, sie machen mir ein Kompli-ment, so verbat ich mir endlich die Ehre. — Unlängst sang siesogar des Nachts im Bette: „Nur wer die Sehnsucht kennt,weiß was ich leide"; ich hörte es im Nebenzimmer. Was leidestDu denn, Luschen, rief ich, kann ich helfen? — Und siehe da,es war die Sehnsucht» nun bald im Lande der Freiheit zu sein.Was Teufels geht denn die Freiheit eines Landes ein Mädchenan? Oder was für eine Freiheit meinen die Kinder?

Sie haben aber zwei Sehnsüchten; erst nach der Schweizund dann noch eine heiligere, wie sie sagen, nach den GärtenHespericns. Es ist gut, daß Griechenland über dem Meere liegt,sonst würden sie auch dorthin gelüsten, und dann wohl gar nochin den Orient zu den Gazellen, von denen sie sich zuweilen un-terhalten, und dann dabei so zimperlich thun, als wünschten sieselbst von einer guten Fee in solche jungfräuliche Thierchen ver-wandelt zu werden.

So ging es den ganzen Tag, und wenn wir des Nachts