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Erster Band. A - G.
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Bank

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Bank

20 Jahre incorporirt, deren Freibrief am 14. Juli 1810 er-neuert und zugleich ihr Kapital auf 2,300,000 Doll. bestimmtSie richtete Zweigbänke in Lancaster, Reading, Eastonund Pittsbourg ein. Am 3. März 1804 erhielt die Bankvon Philadelphia den Freibrief, der bis zum 1. Mai 1814lautete. Sie hatte schon einige Jahre ohne Freibrief gear-beitet. Zwei Millionen Dollars wurden als ihr Kapital be-stimmt, davon jedoch nur 1,800,000 Dollars eingezahlt.Darauf ward ihr Freibrief bis zum 1. Mai 1824 verlängertund noch mit dem Recht zur Einrichtung von Zweigbankenin Wilkesbafse, Washington, Columbia und Harrisburghausgestattet. Am 16. März 1809 erhielt die mit 1,230,000Dollars gegründete Farmers-Mechanics-Bank den Freibrief.

Der gcwinnreiche Betrieb der Banken reizte zur Ver-mehrung derselben. Um den verderblichen Folgen einesmaßlosen Papierumlaufs vorzubeugen, verbot die gesetzge-bende Gewalt am 19. März 1810, daß nicht-incorporirteGesellschaften Noten ausgaben oder überhaupt Bankgeschäftebetrieben. Indessen wußte der Eigennutz diese Bestimmun-gen leicht zu umgehen, und Gesellschaften betrieben fortwäh-rend Bankgeschäfte, ohne dazu berechtigt worden zu sein.In Folge eines vom Kongreß beschlossenen und am 21. März1814 bekannt gemachten Gesetzes entstanden 41 Banken mit17 Mill. Dollars, von denen aber nur der geringste Theileingezahlt wurde. Natürlich konnten die Folgen eines sol-chen mittellosen Geschäftsbetriebs, wo eben auf den Besitzder Mittel alles ankommt, nicht ausbleiben. Die übermä-ßige Menge der in Umlauf gesetzten Banknoten, die alle aufEinlösung lauteten, zwang die Banken 1814 im August undSeptember zur Einstellung der Zahlungen. Nur die Bank-noten der Neu-England-Staaten und von Pennsylvaniablieben im Werth, weil in diesen Staaten ein strengesBankgesetz bei 12 Procent jährlicher Strafe die Notcn-Ein-lösung forderte, und dadurch eine maßlose Ausgabe vonBanknoten verhinderte. Der verderbliche Zustand währte biszu Ende des Jahres 1818.

Im Jahr 1791 entstand die „Bank der Vereinig-ten-Staaten von Nord-Amerika," als dK ersteStaatsbank. Sie erhielt den Freibrief am 25. Februar1791 bis 1811, 4. März durch den Kongreß, auf ein Kapitalvon 10 Mill. Dollars. Philadelphia wurde als Sitzdes Hauptcomptoirs der Bank bestimmt. Die Bemühungender Actionäre bei dem Kongreß um Verlängerung des Frei-briefes, so wie bei der Regierung von Pennsylvania um ei-nen Freibrief waren erfolglos. Daneben entstanden Pri-vatbanken, welche durch die unbeschränkte Ausgabe von No-ten nur den eigenen Vortheil suchten, unbekümmert um diewahre Aufgabe einer Bank und das Wohl derer, die mit ei-ner Bank in Verbindung traten. Der Mißbrauch erzeugteauch hier, wie überall, Nachtheile für das Ganze. DieSpekulation suchte im Schuldenmachen Hülfe, die sie aufeine andere Weise nicht erhalten konnte; so wuchs die Massedes Papiergeldes, ohne den entsprechenden Baarwcrth zuHaben, sogar durch die Thätigkeit der Betrüger. Das Miß-liche dieses Verhältnisses wurde indessen immer fühlbarer.Da jedoch eine Bankanstalt nothwendig war, so entstand derPlan zur Gründung einer Nationalbank mit großem Kapital.Man wendete sich mit Adressen an den Kongreß, um Gewäh-rung eines Freibriefes. Derselbe wurde am 10. April 1816

für eine „Bank der Vereinigten-Staaten" biszum 3. März 1836 gegeben. Ihr Kapital war 33 Mill.Dollars, auf 330,000 Actien, u 100 Doll. vertheilt. Davonwurden 7 Mill. Dollars von der Regierung der Vereinigten-Staaten und der Rest von 28 Mill. von Privaten, Gesell-schaften und Corporationen rc. unterzeichnet. Die Bank be-gann ihr Geschäft am 1. Januar 1817; aber schon im Okto-ber 1818 begann durch die Operationen der Banken eineKrisis, die ein Jahr dauerte und sehr nachtheilig auf die Ver-kehrsverhältnisse wirkte. Alle Thätigkeit war gelähmt,Handel und Industrie stockten. Die Ursache des Uebelserkannte man in dem Treiben der Banken, vermittelst derAusgabe von Banknoten. Dadurch bewogen, gab die Re-gierung des Staates Pennsylvania im Jahr 1820 zur Be-schränkung des Bankunwesens ein Gesetz: „daß eine Strafevon 12 Procent jährlich außer dem Verlust des Freibriefesallen Banken ohne Ausnahme auferlegt werden soll, die aufVerlangen ihre Noten und Depositen nicht baar bezahlen. —Keine Bank soll mehr als die Hälfte über den Belauf ihresKapitals in Noten ausgeben dürfen. — Alle Dividendenüber 6 Procent sollen mit dem Staat getheilt werden. —Kein Direktor, außer dem Präsidenten, soll in kürzerer Fristals in 3 Jahren wieder wählbar sein, und keiner von ihnenüber einen gewissen Betrag Darlehen bei der Bank aufneh-men dürfen. — Die Geschäfte der Bank und die Rechnun-gen der Direktoren müssen zu allen Zeiten der Einsicht desStaates geöffnet werden.— Es darf keine Rote unter 5 Dol-lars ausgegeben werden." Ueberhaupt verschlimmerte sichdas Uebel des Bankunwesens durch die maßlose Ausgabe vonBanknoten, weil dadurch nur die Bankinhaber gewannen,und der Kredit immer mehr schwand.

Von diesen Verhältnissen wurde natürlich auch dieBank der Vereinigten-Staaten, llmteck Slaws Sankberührt. Im Jahr 1832 befanden sich 84,000 Actien inden Händen von Ausländern, meist Engländern 0/,»). DieBank gab keine Noten unter 5 Doll. aus, alle in baarcmGeld a«f Sicht zahlbar; sie discontirte Wechsel, und machteVorschüsse auf Gold- und Silberbarren zu 6 Procent. IhreVerwaltung ruhte in den Händen von 25 Direktoren, wo-von 3, die Actieninhaber waren, jährlich von dem Präsidentender Vereinigten-Staaten angestellt wurden. Sieben Direk-toren, mit Einschluß des Präsidenten, bildeten eine Versamm-lung. Das Hauptbureau der Bank ist in Philadelphia;allein im Jahr 1830 hatte sie 27 Zweigbanken in den ver-schiedene» Vereinsstaaten. Folgendes ist eine Angabe einigerder Vermögensbcstandtheile von der Bank der Vereinigten-Staaten am 1. April 1830 und am 2 Nvbr. 1832.

1830

1832

Dollars

Dollars

Discontirte Banknoten .

32,138,270.89

43,726,934.98

- einheimische Wechsel

10,306,882.34

16,304,498.48

Fundirte Schuld an dieBank.

11,122,830.90

4,747,696.13

Grundbesitz.

2,891,890.73

1,822,721.51

Europäische Staatspapieregleich baar Geld . . .

2,789,498.84

2,883,016.26

Baar Geld.

9,043,748.97

8,026,083.48

Staatsdepositen. . . .

8,908,801.87

6,937,621.34

Privatdepositen....

7,704,256.87

7,622,898.84

Banknoten im Umlauf. .

16,083,894.00

17,968,733.36