Bombay
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Bombay
Absegelten:
Schiffe
1840
Schiffe
— 1841
Tonnen
1841
Schiffe
—1842
Tonnen
britische
269
1,20,394
281
1,28,942
französische
6
1,494
6
1,802
portugiesische
6
1,895
4
783
amerikanische
4
1,465
2
393
arabische
2
2,664
2,368
deutsche
1
330
—
—
schwedische
1
172
2
644
Wichtig ist die regelmäßige Verbindung des britischenOstindiens vermittelst der Dampfschifffahrt von Bombaydurch das rothe Meer bis zur Landenge von Suez in ohn-gefähr 13 Tagen; über die Landenge bis Alexandrien inetwa 3 Tagen; weiter über das mittelländische Meer mitDampfschiff entweder über Marseille durch Frankreich bis zuratlantischen Küste und über den Kanal nach London, oderseit 1846 auch von Alexandrien durch das adriatische Meerüber Triest weiter durch Deutschland und Belgien nachOstende und von hier nach London. Der letztere Weg istder kürzere, ohngeachtet des Uebergangs über die Alpen.Bei der Berathung über die kürzere Verbindungslinie Eng-lands mit Ostindien durch Bombay wollte man dieselbedurch den persischen Meerbusen und mit Dampfschifffahrtden Shat-el-Arab und Euphrat auswärts durch Kleinasienleiten; indessen zeigte die Untersuchung des Flusses eineDampfschifffahrt darauf als unmöglich. Gegen die Schiff-fahrt um das Cap der guten Hoffnung ist der Zeitgewinnfür Regierungsangelegenheiten so wie für den Handel be-trächtlich. Dies ist die sogenannte Ueberland-Post,deren letzte Fahrt vom 2. Dec. 1846bis zum2. Jan. 1847 vonBombay bis London durch Deutschlaud, über Triest, dauerte.
Münzen. Man rechnet nach Rupien (kupoes) zu4Q.uarters (Viertel) a 100 Reas, oder auch nach Rupienzu 16 Annas, oder zu 80 (Doppel-) Pice (sprich: Peis).
Das Verhältniß sämmtlicher hiesigen Rechnungs-münzen ist folgendes:
1 Gold-Mohur oder Gold-Rupie — 3 Pannchcasoder Fanams, — 13 Rupien, — 60 Quarters oder Qüar-tos, —-240 Annas, — 730 Fuddeas oder Doppel-Pice, —1000 Doreeas, — 1300 Dooganeys oder einfache Pice, —3000 Urdees, --- 6000 Reas.
Don diesen Rechnungsmünzen sind nur die An-nas und Reas eingebildete, alle übrigen sind wirklichausgeprägt, nämlich die Mohur in Gold; die Fuddeas,Dooganeys, Doreeas und Urdees in Kupfer, mit einerBeimischung von Zinn oder Blei; die andern sämmtlich inSilber, nämlich die Silber- oder Compagnie-Rupie, nebst ihren Theilen.
Ein Lac oder Lack Rupien bedeutet: 100,000 StückSilber-Rupien, einCrore: 100 Lacs oder 10 Mill. Rupien.
In Bombay, wie in Madras ist das Münzwesen nachdrei Zeiträumen einzutheilen: 1) in das alte bis 1800 be-standene, 2) in das neuere von 1800 bis 1838, und 3) indas gegenwärtige, welches seit dem 1. Sept. 1833 ein-geführt ist.
1) Das alte System ist nur noch in einigen Münz-stücken repräsentirt. Es erlitt wiederholte Veränderungen.
2) Das neuere System von 1800 bis 1838 ruhte aufder Festsetzung des Gold-Mohur oder der Gold-Rupie zu 13 Silber- oder Rechnungs-Rupien, mit einemveränderlichen Agio, das zwischen 2 bis 6 Procent schwankte.— Von den Silber-Rupien dieser Periode betragen21,91 Stück eine cöln. Mark fein Silber, von den Gold-Rupien eben so viele Stück eine cöln. Mark fein Gold, dabeide gleiches Gewicht, 179 englische Troy-Grän, undgleichen Feingehalt, 92 Hunderttheile, 14 Loth 12,96 Grän,oder 22 Karat 0,96 Grän haben. Hiernach ist der Werthdieser Silber-Rupie von Bombay, aus den Jahren1800 bis 1833 in preußischem Courant: 19 Sgr. 1^/,« Pf,der der Gold-Rupie, Gold-Mohur aber 10 Thlr.2 Sgr.
3) Das gegenwärtige System, seit dem 1. Sept.1833, gilt für das gesammte britische Ostindien.Die Compagnie-Rupie wird seit dem 1. Sept. 1833ausschließlich geprägt. Der Gehalt und Werth der Mün-zen sind der Gold-Mohur 180 Grains Legierung, 163Grs. fein Silber, und Werth nach engl. Geld 29 Schill.2 ä.; — der Compagnie-Rupie von demselben Gehaltzu 1 Schill. 11 cl. — Die Münzkosten zu Bombay betragenL'/z Proc. für Gold, 3 Proc. für Silber.
Außer den heimischen circuliren besonders die Gold-und Silber-Rupien von Calcutta und Madras, so wie eng-lische Guineen und Kronen, und von eigentlich fremdenGeldsorten: holländische und venetianische Ducaten, spa-nische Silber-Piaster und deutsche Conventions-Species-thaler, sowie auch verschiedene Gold- und Silbersorten derasiatischen Nachbarstaaten.
Curszettel von Bombay.
-f-
Calcutta, 30 LageSicht.
London, 3,6 oder 12Monate Sicht. . .
Paris, 3,6 od. 12Mo-nate Sicht ....
Geldsorten.
Holländ. Ducaten.
Spanische Piaster .
Maaße.
kängmmaaße. Am gebräuchlichsten ist das englischeVard (s. England, Maaße.). — Außerdem kommen vor:derHath, Covid oder Cubit, eingetheilt in 16 Tussoosoder Zoll, welcher ---18 engl. Zoll, --- 0,48719 Meter, —202,671 franz. Linien; — ferner: der Guz, eingetheilt in24 Tussoos und 27 engl. Zoll, --- 0,68379 Meter, —304,007 stanz. Linien. — Leinen- und Baumwollenwaarenwerden im größern Handel meist nach dem Corge, d. h.20 Stück, verkauft.
Setreidemaaße. Der Candy ---- 8 Parahs i> 7 Pailiesd. 4 Seers ä 2 Tipprees. Er wiegt 186 Pfund 12 Un-zen 12,8 Drachmen (oder 136^/» Pfund) des englischenavoiräuxois-Gewichts — 71,124 stanz. Kilogramm.
106-/,
209
490'/,
226
Silber-Rupien f. 100 Sic-ca-Rupien in Calcutta.
Pence Sterling für 1 Sil-ber-Rupie.
Silber-Rupien f. 800 Frcs.
/ Silber-Rupien für 100i Stück.