Bosra
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Boston
Sommer hindurch noch durch den Nordwind verstärkt, unddie die Schifffahrt sehr widerwärtig ist. Dessenungeachtet istdies eine der wichtigsten Wasserstraßen für den bedeutendenund fortwährend wachsenden Handelsverkehr aus dem mit-telländischen in das schwarze Meer, besonders begünstigtdurch das seit einigen Jahren wieder belebte Trebisonde.Aus dem Marmara-Meer führt die Meerenge der Darda-nellen in den Archipelagus.
Bosra, s. Bassora.
Bosse, Stücke, ein Gctränkmaaß im schweizer K.Neufchatel von 46,100 franz. Kubikzoll,— 13 Eimer 19>/,opreuß. Quart.
Bostou, eine Handelsstadt in den Vereinigten-Staa-ten von Nord-Amerika, Hauptort des Staates Massa-chusetts und die größte Stadt in Neu-England, 42° 2'23" n. Br. und 73° 24' 33" w. L. Diese für dc» Welt-handel so wichtige Stadt liegt auf einer Halbinsel in derbreiten Massachusetts-Bai, auf allen Seiten von Wasserumgeben, ausgenommen auf der Südseite, wo sie durch diesehr schmale Landenge Boston-Neck mit dem festen Landeverbunden ist; allein vermittelst langer, hölzerner Brückensteht sie mit Charleston auf der Nordseite der Bai und mitDorchester im Süden in Verbindung. Die Bai ist großund mit zahlreichen Inseln besäet. Am Eingang der-selben steht ein 68' hoher Leuchtthurm, mit einem Dreh-feuer. 42° 19' 42" n. Br. 70° 83' 42" w. L. Grw.
Boston ist eine der wichtigsten Städte der Vereinigten-Staaten, und der Heerd der Nordamerikanischen Freiheit,indem hier zuerst, im Jahr 1773, das Mißvergnügen gegendas Mutterland England erfolgreich zur That ausbrach, sowie als Geburtsort Franklin' s, zu dessen Andenken aucheine Säule errichtet worden ist. Im Jahr 1790 hatte dieStadt nur 18,038, 1800:24,927, 1810:32,280, 1820:43,298, 1830: 61,392, 1840: 93,383, und jetzt mehr als100,000 Einw. Rücksichtlich des Handels ist sie wichtig alsMittelpunkt der Manufakturen und Fabriken von Massa-chusetts, deren Erzeugnisse sie ausführt, nebst den wiederausgeführten fremden Waaren. Sie unterhält die ausge-breitetsten Handelsverbindungen mit dem übrigen Amerika,mit China und Europa; hier befindet sich das Marine-Depotder Union, die Admiralität, die Staatsregierung, vorzüglicheund sehr große Schiffswerste, und hier wechseln auch dieenglischen Dampfpacketboote, die zwischen England und Ha-lifax fahren.
Schifffahrt. Nach dem offiziellen Bericht, welcheram 18. Febr. 1833 dem Kongreß vorgelegt wurde, belief sich
der registrirte, eingetragene und licenssrte Tonnengehalt derSchiffe, welche in den Hafen von Boston gehörten, im Jahr1831 auf 138,174 Tonnen, wovon 21,084 Tonnen in demKüstenhandel und 17,784 in den Fischereien beschäftigt wa-ren. Nach dem am 21. Juli 1842 dem Kongreß vorgelegtenBericht war der registrirte, eingetragene und licensirte Ge-halt der in den Hafen von Boston gehörenden Schiffe imJahr 1841: 227,608 Tonnen; davon 60,789 T. auf denKüstenhandel, und 7846 Tonnen auf die Fischerei kamen.
Einfahrt in den Hafen. Wenn ein Schiff ausdem atlantischen Meer kommt, so muß es den LeuchtthurmV. bei bi. bis 4V. öi. 4V. liegen lassen und gerade darauf los-steuern; die.größten Schiffe können in einer Entfernung vonweniger als einer Kabeltaulänge daran vorbeisegeln. Wennkein Lootse an Bord oder der Schiffskapitän des Hafens un-kundig ist, oder der Wind aus NW. weht, — der ungün-stigste für die Einfahrt — so wird es besser sein, W. bei S.nach der Rhcde von Nantasket zu steuern, wo man vor An-ker gehen und einen Piloten an Bord nehmen kann. — ImAllgemeinen ist das Wasser so tief, daß selbst die größte»Schiffe zu allen Fluthzeiten bis zur Stadt hinfahren kön-nen ; gewöhnlich legen sie längs der Quais oder der Werftcan, wo sie sich in vollkommener Sicherheit befinden. Esgiebt in allem etwa 60 Werfte, welche größtentheils aufPfählen, mit einem Ueberbau von Stein und Erde, errichtetsind. Die zwei bedeutendsten sind „Long Wharf" 880 Parkslang und „Central Wharf" 413 Pards lang und 80 Parksbreit, welche ihrer ganzen Länge nach hohe aus Lacksteincnerbaute Vorraths- und Waarenhäuser haben.
Lootsen. Es ist kein besonderer Platz angewiesen,wo die Schiffe anhalten müssen, um einen Lootsen an Bordzu nehmen. Alle Schiffe jedoch, mit Ausnahme der Küsten-fahrzeuge unter 200 Tonnen und der amerikanischen mitGyps aus dem britischen Amerika befrachteten Schiffe, müs-sen, wenn sie innerhalb etwa von l'/? Meile vor dem äuße-ren Leuchtthurme von einem Lootsen angerufen werde», den-selben bei einer Strafe von 80 Dollars an Bord nehmen.Wenn sie, ohne angerufen worden zu sein, über diese Ent-fernung hinausgelangt sind, so hört die Verbindlichkeit auf,einen Lootsen einzunehmen. Diese Verordnung wurde au-genscheinlich durch den Wunsch hervorgerufen, die Lootsenfortwährend wachsam zu erhalten; denn es läßt sich anneh-men, daß Schiffskapitäne, die mit der Bai nicht sehr be-kannt sind, auch wenn sie innerhalb der freien Grenzen an-gekommen sind, anhalten werden, um einen Lootsen anBord zu nehmen.
Das Lootsen-Geld beträgt:
Einfahrt
Ausfahrt
vom 1. Rov. bis 1. Mai
vom 1.
Mai bis 1. Nov.
^ vom 1. Nov. bis 1. Mai
vom 1. Mai bis 1. Nov.
Fuß ver
Fuß
der
Fuß der
Fuß der
Wasser- Schiffe
Dollars
Wasser- Schiffe
Dollars
Wasser- Schiffe
Dollars
.Wasser- Schiffe
Dollars
tiefe
pr. Fuß
tiefe
pr. Fuß
tiefe
pr. Fuß
liefe
pr- Fuß
7
1.48
7
1.10
7
0.90
7
0.78
8
1.48
8
1.10
8
0.90
8
0.73
9
1.48
9
1.10
9
0.90
9
0.78
10
1.86
10
1.20
10
9.98
10
0.80
11
1.72
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1.28
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1 .—
11
0.88