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Erster Band. A - G.
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hier stattgehabten kleineren Unkosten Thlr. 6. 21. — bezahlt.Ati demselben Lage noch findet er Gelegenheit, diese 3 Fässerdurch Fuhrmann Clär abzusenden, und giebt Weiler Spesen-Rechnung, indem er für seine Bemühung Thlr.—18 Gr.—berechnet.

24) An W. E. Risler in Oschatz sendet er am 24. Jan.die von diesem bestellten:

40 Brode Raffinade-Zucker, 487 Pfd. il 6>/, Gr.

Thlr. 131.21. 6.

30 Brode Melis-Zucker, 283Pfd.L5Gr. - 39. 9.—

20 Säcke Havanna-Kasse, Netto 974 Pfd.a li Gr. - 243. 12. —

Thlr. 434. 18. "Öl23) An Anton Briesmann in Zwickau sendet er am 25.Januar, nach dessen Bestellung: 10 Säcke Havanna-Kasse,Netto 484 Pfd. ä 6 Gr. Thlr. 121.-

26) Am 26. Januar Übermacht Klarensee an Loser'sErben hier:

preuß. Curt. Thlr.: 893.-> xr. 12.Febr.

auf Emil Wenzel in Berlin, a lO^/z Proc.

Thlr. 871. 3. 3.

W. Z-, Thlr. 18.9.6., pr. 1». März, aufAlb.

Wiegand hier: - 18. 19. 6.

Thlr. 889. 14. S.

27) An Gustav Weinert in Naumburg versendet er am27. Januar dessen Briefe vom 26. Januar zufolge:

4 Säcke Havanna-Kasse, Netto 198 Pfd. 3 6 Gr. Thlr.49. 8. —

28) An Eduard Freudenreich in Weißenfels sendet eram 28. Januar: 30 Brode Melis, 473>/j Pfd. a 3 Gr.Thlr. 98. 14. 3.

29) Am 30. Januar verkauft er hier gegen baar: 100Brode Melis, 968 Pfd. a 3 Gr. Thlr. 201. 16. —

30) Für sämmtliche Handlungsunkosten hat Klarenseeim Laufe dieses Monats ausbezahlt: Thlr. 74. 18. — undzur Bestreitung seiner Haushaltung: Thlr. 66. 10. —

1. Die Bildung des Memorials.

Wir wollen hier das Memorial in der Weise folgenlassen, daß sämmtliche Eassaposten damit vereinigt sind.Werden diese davon getrennt, so erhält dadurch, wie wiroben schon erwähnt haben, das Eassabuch eine ausführ-lichere Gestalt, so wie wir sie im zweiten Schema für diesesBuch geben werden. Im ersten Fall ist das Memorial zurBildung des Hauptbuches ausreichend, im zweiten mußman dazu noch das Eassabuch zu Hülfe nehmen, weil dannim Memorial alle Geldposten fehlen.

Alle Verrichtungen des Buchhaltens gehören einem derbeiden Fälle an, daß man einen Handelsfreund oder eineRechnung (Conto) entweder als Schuldner oder alsGläubiger der Handlung anerkennt. Im erstern Fallebegleiten wir in den Büchern seinen Namen mit dem ZusatzSoll (Debet), im zweiten mit Haben (Credit). Hierausfolgt, daß wir in das Soll eines Geschäftsfreundes setzen:Alles, was er von uns empfängt, oder was wir ihm liefern,es sei in Geld oder in Waare» oder in Wechseln ^ind waswir ihm leihen oder für ihn auslegen; in sein Haben:Alles, was wir von ihm empfangen oder was er uns liefert,

was er uns leihet oder für uns auslegt. Die Verzeichnungdes ersten Falles nennt man belasten oder debitiren,die des andern: gutschreiben (erkennen) oder credi-tiren. Die bei'm Abschlüsse eines Conto zwischen derSumme des jSoll und der des Haben sich ergebendeDifferenz heißt der Saldo.

Alle Posten müssen im Memorial, wie in allen Geschäfts-büchern, so auf einander folgen, wie die ihnen zum Grundeliegenden Vorfälle sich im Geschäftsgangs wirklich ereigne-ten, also mit strenger Aufeinanderfolge der Mo-natstage.

Die Bezeichnungen Soll u.Haben bei derUeberschrifteines Postens werden, um sie besser hervorzuheben, unter-strichen und gleichzeitig zieht man auf dem freien Raum ne-ben der äußersten Linie zur Linken eine mit jenem Stricheparallel laufende kleine Linie. Es dient dieselbe, um dieVerzeichnung des Foliums aufzunehmen, auf welchem jederbezügliche Posten des Memorials im Hauptbuch eingetra-gen ist. Bei jedem Posten, welcher mit Soll überschriebenist, bemerkt man die Zahl des Hauptbuchfoliums über jeneLinie, bei jedem Posten, welcher mit Haben überschrieben ist,unter dieselbe. Der erste Posten z. B. führt im Memorialdie Ueberschrift: Kapital-Conto Haben, und ist imHauptbuchs auf Fol. 1. verzeichnet, man setzt daher die 1unter den zur Linken befindlichen Strich. Der zweite Po-sten ist überschrieben Cassa - Conto Soll und findet sichim Hauptbuch auf Fol. 2; deshalb wird die 2 über denStrich bemerkt. Bei'm dritten und vierten Memorialpostenfindet derselbe Fall statt, der fünfte und sechste folgen demersten rc.

' Die beiden Haupt-Columnen zur Rechten sind zur Auf-nahme der Summen der Posten bestimmt; in die vorderewerden die einzelnen Beträge bemerkt, wenn eine Post ausmehreren Theilen, z. B. beim Ein - oder Verkaufe verschie-dener Waarenartikel, besteht; in die Hintere Columne wirddie Gesammtsumme ausgeworfen. Hat ein Posten blosEine Summe, so bemerkt man diese natürlich auch in dieHintere Columne.

Die Bezeichnungen Soll und Haben dürfen nicht bisin die Hintere Columne sich erstrecken. Bei allen denjenigenPosten des Memorials, welche die Ausführung einer Bestel-lung u. dergl. behandeln, muß in der sie einleitenden kurzenErklärung ausdrücklich gesagt werden, daß die Absenkung rc.auf vorhergegangenes Verlangen des Geschäftsfreundes ge-schehen sei, in so fern dieses auch wirklich der Fall gewesen.Wo es für nöthig erachtet wird, bezieht man sich dabei,wenn diese Aufforderung auf dem Wege der Korrespondenzerfolgt ist, auf den bezüglichen Brief, unter Beifügung desTages, von welchem er datirt ist.

Bei'm ersten Memorial-Posten finden wir als Creditorden Eigenthümer des Geschäftes selbst, welcher aus seinemVermögen der Cassa eine Summe zuführt. Da er aber imBesitz dieses Geldes bleibt, so ist er zugleich Creditor undDebitor. Dieses Verhältniß stellen wir jedoch getrennt dar,indem wir den Kaufmann Klarensee selbst oder sein wirkli-ches Vermögen unter dem Namen Kapital-Conto, seinder Handlung gewidmetes, in die Geschäfts-Caffe gelegtes,Vermögen aber unter der Bezeichnung Cassa-Contoaufführen. Das Kapital-Conto, der eigentliche Vertreter