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Hauptbuttermarkt. Den jährlichen Umsatz schätzt man auf700,800 bis 1,000,000 Fl. Noch geringere Sorten sinddie Gröninger, Mastenbroeker und Kuinder. Schmierbutter(Smecrbotcr, Smontdoler) heißt die ganz schlechte Sorte,welche in den inländischen und brabanter Zuckerfiedereienverbraucht wird. Nord- und Südholland, Groningen undUtrecht liefern jährlich für 24 Will. Fl. Butter, wovon nur>/,o im Lande verbraucht wird. Im nördlichen Frank-reich liefern ebenfalls einige Distrikte gute Butter, die zumTheil nach den Colonien versandt wird; doch wird auch hol-ländische Butter eingeführt. — DieNormandie liefertam meisten zur Ausfuhr. In England wird die Buttervon Epping und Cambridge als die vorzüglichste angesehen;obgleich im Lande viel Butter erzeugt wird, so kommt dochnoch eine große Quantität vom Auslande, und namentlich
aus Holland, woher der gesammten eingeführten Buttersein soll. Die jährliche Butterconsumtion von London wirdauf 37,700,000 Pfd. angeschlagen, wobei man annimmt,daß im Durchschnitt auf den Kopf wöchentlich ein halbesPfund kommt, und London eineBevölkerung von 1,870,000Einwohnern hat. Irland führt jährlich über 2 Mill.Pfd. Butter aus, und es bestehen dort strenge Borschriftenüber das Einsalzen und die Art der Bersendung. Cork hatden Haupthandel mit Butter.
Buyse, ein kleines Seeboot, was von den Engländernund Holländern zur Heringssischerei gebraucht wird. Eshält gewöhnlich 80 bis 60 Tons oder auch wohl noch mehr,und hat 2 kleine Kajüten, die eine am Hinter-, die andere amVordertheil; letztere dient auch als Küche.
C.
Cabes, Jhi, heißen in den dänischen Colonien aufdem afrikanischen Küstenlande Guinea die dänischen Iwei-Thalerstücke zu 192 dänischen Schillingen oder 3840 Kau-ris, s. Guinea.
Cabir, s. Caveer.
s. Stockfisch.
Eabotage, bedeutet Küstenfahrt, Küstenhandel; manbezeichnet damit aber auch die Kenntniß des Landens, derdazu geeigneten Gegenden, der Sand- und Felsenbänke,Strömungen rc., kurz der Lage und Beschaffenheit allerTheile der Küsten eines Meeres.
Cacao, ist der Same oder die Bohnen des in einemgroßen Theil Amerika's wachsenden und häufig angebautenBaumes, dessen Gattung Ibcodroma, d. h. deutsch: Göt-terspeise, genannt wird. Man unterscheidet mehrereArten, deren Körner benutzt werden. Diese sind der ächteCacaobaum, Ikovbroma cacao, llinn., franz. Ic cacozcr,engl. tko LLcao-trce. Er ist im nördlichen Süd-Amerika,an den Ufern des Orinoco und Cassiquiares, im FreistaatVenezuela, einheimisch. Er liebt einen feuchten, jedochnicht den Ueberschwemmungen ausgesetzten Boden, besondersdas erst urbar gemachte Neuland in heißen Flußthälern,ohne jedoch die unmittelbar einwirkenden Sonnenstrahlenvertragen zu können. Deshalb muß beim Pflanzen zu sei-nem Schutz anfänglich der Ilucar« (Lrztliriaa umbrosa), undder lllatano für die späteren Jahre daneben gepflanzt werden.Der Baum wächst sehr schnell, und 30 bis 40 Fuß hoch, trägtschon im dritten Jahr Früchte, und gewährt dann 40 bis 80Jahre reichliche Ernten, wenn nicht heftige Regen undUeberschwemmungen ungünstig wirken. Der Stamm wächstgerade, und hat wie die Wurzel eine dünne, röthlichbrauneFarbe. Das Holz der Aeste ist porös, leicht und weich; diegroßen, länglich-eiförmigen Blätter stehen auf kurzen Stie-len, sind anfänglich rosensarbig, und werden tiefgrün. DieBlüthen treiben unmittelbar aus dem Holz der Aeste unddes Stammes, haben einen großen dunkelrothen Kelch mitfünf lanzettförmigen Blättern, eine gelbe röthlich geäderte
Blumenkrone von fünf Blättern, und in eine krugförmigeRöhre verwachsene rothe Staubgefäße. Die Bohnen sindin Früchten enthalten, die den Gurken sehr ähnlich sehen undunmittelbar an allen Theilen des Stammes und der größe-ren Aeste hängen. Diese Früchte sind 6 bis 8 Zoll lang,zehnkantig und von ziemlichem Umfang, jedoch in ihrerForm, Größe und Farbe, wie andere Culturpflanzen, man-chen Abänderungen unterworfen. Ihre Hülle ist dick, leder-artig, selbst bei der Reife nicht klaffend, und schließt im In-nern ein saftiges, breiartiges, reif säuerlich-süß schmeckendesMark (Samendecke) ein, worin die Samen quer überein-ander liegen. Meist enthält eine Frucht 40 bis 60 denMandeln ähnliche, dunkelrothbraune Bohnen. Sind dieFrüchte vollkommen reif, so nimmt man sie ab, schneidet sieauf, nimmt die Samenkörner heraus, reinigt dieselben vomFleisch, und läßt sie in mit Blättern bedeckten Haufen oderin Fässern gähren, so lange bis sie eine dunkelrothe Farbeannehmen; dann werden sie an der Sonne getrocknet unddurch Sieben die zerbrochenen und fremdartigen Theile ent-fernt. Durch das Gähren wird die Keimkraft, der kraut-artige rohe Geschmack und ein Theil der Bitterkeit zerstört.Die Bohnen müssen während des Gährens täglich mehrmalsumgeschaufelt werden. Je stärker die Gährung, desto mehrverliert sich die Bitterkeit; doch vermindert sich auch in dem-selben Grade das Gewicht. In heißen Ländern hält sich derCacao, und wenn er noch so gut getrocknet ist, nicht überein Jahr, denn er wird sehr leicht von Schimmel, Milbenund Würmern zerstört, was desto leichter geschieht, je feuch-ter er ist. In Europa kann man ihn etwa 3 Jahre langaufbewahren.
Sorten. Alle im Handel vorkommenden Cacaosortenstammen meist nur von einer und derselben Baumart ab.Dennoch sind sie an Güte und Oelgehalt oft sehr verschieden,was von dem Boden, Klima, mehr oder minder sorgfältigenAnbau -c. herrührt. Die Hauptsorten find: Soconusco,aus der gleichnam. mejicanischen Provinz, gilt für den be-sten. Er ist sehr süß und ölreich (enthält 40 Proc. Oel),aromatisch, und wurde in früherer Zeit nur an den spani-
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