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Erster Band. A - G.
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Copalcheriude

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dorams

3) Der ostindische und afrikanische Copalkommt sehr selten zu uns. Er ist durchsichtig, olivengelboder sehr dunkelgelb, leicht zerreiblich, und die Stücken sindvon verschiedener Größe, dem Bernstein ähnlich.

Der Eopal hat ein specifisches Gewicht von 1,043 bis1,139. In seinem natürlichen Zustande löst er sich weder inAlkohol, noch in Terpentinöl, noch in fetten Oelen auf;pulvert man ihn aber und trocknet ihn auf einem Ofen beigelinder Wärme, so verliert er einen Antheil Wasser undlöst sich dann in Alkohol von 96Proc. Stärke in der Wärmeauf. In reinem Alkohol geschieht die Auflösung leichter.Um die Löslichkeit des Copal in Alkohol und Terpentinölzu befördern, räth man, Letztere erst mit Kampher zu ver-binden; alsdann trocknet aber der erhaltene Firniß schwer, ,und bleibt weich, was auch der Fall ist, wenn man demTerpentinöl Ammoniak zusetzt. Am einfachsten löst manden Copal so: getrocknet und fein gerieben wird er mitGlaspulver oder geschlemmter, stark getrockneter Kreide ge-mengt, mit 96 procentigem Alkohol warm digerirt. StattGlas hat man auch Kohlenstaub empfohlen. Man lehrtauch, in einer Flasche Alkohol von 96 Proc. zu erwärmen,aber nicht zum Sieden zu bringen, Copal in erbsengroßenStücken in einen Beutel von Gaze zu binden und über derOberfläche desselben aufzuhängen. Terpentinöl muß jedochsieden. Lavendel- und Rosmarinöl lösen in der Wärmemanche Sorte Copal auf, aber nicht jede, weshalb man wohlthut, den Copal vorher durch Auströpfeln von Rosmarinölzu prüfen, ob er sich löse oder nicht. In Aether schwillt derCopal zu einer syrupdicken Masse auf und löst sich dann, biszum anfangenden Kochen erhitzt und mit kleinen Mengenheißem starkem Alkohol vermischt, allmälig in Letzterem auf;setzt man den Alkohol kalt zu oder in zu großen Mengen aufeinmal, so gerinnt der aufgequollene Copal und wird un-löslich. — Die Hauptanwendung des Copal ist die zuFirniß.

Copalcherinde , mejicanische Bitterrinde,llortex Lopolcdo s. LopolLi, die Rinde des in der ProvinzBeracruz wachsenden Bastard-China-Croton, (lroton kseullo-llkina. Sie kam 1817 zuerst nach Hamburg, und seit 1827erscheint sie häufig im europäischen Handel in fußlangen,geschlossenen oder gerollten Röhren, die mit einer Oberhautbezogen sind, welche sich sehr leicht entfernen läßt und des-halb oft fehlt. An solchen Stellen fühlt sie sich weich undkorkartig an. Die Farbe ist gelblich aschgrau oder röthlich-braun. Unregelmäßige, ziemlich tiefe Längsrunzeln durch-ziehen die Rinde. Die Rindensubstanz ist ziemlich fest undmacht den größten Theil aus. Die Borke zeigt auf demfeinkörnigen Bruch eine schwache braune Lage; der Rinden-körper selbst erscheint hierbei faserig. Der Geruch ist schwachgewürzhaft; der Geschmack nicht unangenehm bitter, casca-rillartig, mit einem eignen Reiz, der Bertramwurzel ähn-lich. 1 Pfund der Rinde giebt 1'/? Quentchen ätherischesDel. Im Gebrauch ist diese Rinde vergessen, und kommtauch im Handel nur noch sehr wenig vor.

Copang, s. Kobang.

Copees, Copis oder Coupis sind ostindischeBaumwollenzeuge im französischen und holländischen Han-del. Sie werden nach einigen Gegenden Afrika's ge-

bracht. Man macht sie jetzt auch in Europa, namentlichin Rouen.

Copenhagen, s. Kopenhagen.

Copet, Getreidemaaß in den schweizer Kantons Reuf-chatel und Waadt.

Copie (Abschrift) eines Wechsels, s. Wechsel-copie.

Copierbuch, s. Buchhalten.

Copiermaschine. Um Briese und andere kaufmän-nische Papiere schnell und ganz treu zu copieren, hat manschon zu Ende des vorigen Jahrhunderts mechanische Vor-richtungen , sogenannte Copiermaschine», ersonnen. Zuerstund ziemlich lange wandte man die von dem EngländerJames Watt 1782 erfundene Copiermaschine auf vielenComptoiren vorzugsweise an. Einfacher als diese ist die imJahr 1818 von dem Kaufmann Scheibler in Crefeld er-fundene Copierrolle. Bei der Watt'schen Maschine istder Copierprozeß folgender: ein Blatt sehr dünnen, einge-leimten Papiers wird angefeuchtet und auf die zu kopierendeSchrift gelegt. Dann werden beide Blätter zwischen Preß-oder Glanzpappe gelegt und durch eine Walzenpresse gezo-gen. Durch das hierbei stattfindende starke Pressen wird einTheil der Tinte des zu copierenden Blattes auf das unge-reimte angefeuchtete Papier übertragen. Die Schrift er-scheint zwar verkehrt, doch ist das angewandte Papier sodünn, daß sie auf der andern Seite in richtiger Stellungnoch lesbar bleibt; sollte Letzteres aber dennoch nicht derFall sein, so muß man sich beim Lesen der Copie eines Spie-gels bedienen.

Die Scheibler'sche Copiervorrichtung besteht aus einereinfachen, etwa 1 Zoll starken, 1'/-Fuß langen hölzernenRolle (Cylinder), woran der ganzen Länge nach ein StückTuch (Fahne genannt) geleimt ist.

Die Tinte, mit welcher man ein zu kopierendes Blattschreibt, muß besonders zubereitet sein (Copiertinte).Scheibler giebt folgende Vorschrift dazu an: auf 6 Lothpulverisirte Galläpfel und 3 Loth Blauholzspähne läßt man1 Schoppen kalten Essig 24 Stunden lang ziehen und gießtdann noch 3 Schoppen siedendes Wasser auf. Ferner löstman 3 Loth Eisenvitriol und >/- Loth Alaun, jedes besondersauf und thut's Fu der Flüssigkeit, die man vorher siltrirt.Dann fügt man 4 Loth arabisches Gummi, welches manvorher auflöst, und 4 Loth Zucker dazu.

Copou, ein in China aus einer Art Hans verfertigtesmusselinartiges Gewebe.

Coppa, Getreidemaaß in Ancona.

Coppo (Krug), 1) Getreide- und Flüssigkeitsmaaß inMailand. 2) Getreidemaaß in Turin undBrescia.3) Oelmaaß in Lucca.

Corallen, s. Korallen.

kolo eorame u cli creas, Creas,Lederleinwand, heißt in Italien eine in Böhmen und derOberlausitz aus weißgebleichten, flächsenen Garnen gewebteLeinwand, die sich von den Creas nur durch ihre Legeart unddadurch unterscheidet, daß sie dichter und kerniger ist. DieStücke haben 106 Ellen Länge und Breite, halbe Stücke83 Ellen.