Oeinor Isrtari
628
6uba
s. Weinstein.
Cremserweiß, s. Bleiweiß.
Crimmitzschau, Stadt in Sachsen, KreisdirektionZwickau, Amt Werdau, an der Pleiße und sächsisch-baieri-schen Eisenbahn, mit 6000 Einw., beträchtlicher Woll- undHalbwollenwaaren-Munufaktur, Druckerei, Färberei undSpinnerei.
s. Weinstein.
s. Saffran.
Cronstadt, 1) beftst. Stadt in Rußland, Guvern.Petersburg, auf der kleinen Insel Koschlin im finnischenMeerbusen, vor der Mündung der Newa, und von den Ca-tharinen- und Peters-Kanälen durchschnitten; Seehafen vonPetersburg, großes Zollamt, Magazine, erster Kriegshafendes russischen Reichs und Station der Ostsee-Flotte, Piloten-Schule, großes Marine-Hospital, Kaufhof, (10) großeSchiffswerften, Seilereien !c.; 30,000 Ew. 2) Hauptstadtund größte Stadt in Siebenbürgen, im Sachsen-Lande, mit36,000 Einw.; Luch-, Leinwand- und Baumwollweberei,Wachsbleichen und beträchtlicher Handel mit der Türkei.
Crore, Curon, in Ostindien eine Summe von 100Lack oder 10 Mill. Rupien.
Krone, eine englische Silbermünze zu 8Schilling Sterling.
eine portugiesische Gold- und Silber-münze alter (Lrusoclo velko) und neuer (Lrusoäo novo)Werthbestimmung. Der Wechsel-Crusado ist nur einangenommener Münzzahlwerth zu '400 Reis im Curs aufAmsterdam und Hamburg.
Cruse, Rechnungsmünze in der arabischen StadtDschidda.
Cryptocaryarinde, edle Rinde, llort» llrxptocsi^aoproliosae, die seit 1820 durch v. Martius bekannt gewordeneRinde eines am Rio Negro in Brasilien wachsenden hohenBaumes, Lr^piocarz-a pretiosa, ölart. Sie erscheint in weniggebogenen, oft mehrere Fuß langen Stücken, die einige Li-nien dick sind und eine ausgezeichnet hartfaserige, leicht-brüchige Textur und innen eine zimmtbraune Farbe haben;außen ziemlich glatt, mit rundlichen Wärzchen oder mit klei-nen Flechten überwachsen; die Oberhaut gelbbraun; Geruchzimmt- und saffafraßartig; Geschmack brennend, gewürz-haft, zimmtähnlich. Kommt wenig im Handel vor und wirdin der Arzneikunde angewandt.
Csebcr, Tseber, der Wein-Eimer in Debreczin undTemesvar in Ungarn.
Luorto, Lurrtano, Luartora, 6uar-torone, Luartillo, lluarlin, Münzen, Maaße und Ge-wichte in Spanien.
Lull« , eine der wichtigsten westindischen Inseln, imBesitz der Spanier, zwischen 10° 18^ bis 23° 11/ n. Br. und76° 3<ll bis 87° 18^ w. L., mit den dazu gehörigen Inseln2300, und ohne dieselben 1080 QMeilen mit ohngefähr1,200,000 Einw. Im N. stößt sie an den alten Bahama-Kanal, und Inseln nebst Riffen umgeben sie auf allen Seiten.Sie wird in ihrer Länge, vom westl. Cap San-Antonio biszur Südspitze Mayzi von Bergketten durchzogen. Derwestliche Theil ist am fruchtbarsten, und die hauptsächlichsten
Produkte sind der feinste und viel Zucker, Kaffe, Molaffe,Rum, Tabak, Honig, Wachs, Kupfererz, Mahagoni,Früchte, von denen sehr viel ausgeführt wird. Der Anbauder Baumwolle und des Indigo hat sich beträchtlich vermin-dert. Früher wurde viel Gold auf der Insel gewonnen;jetzt gewährt die jährliche Ausbeute an Kupfer mehr als 4Mill. Dollars und ist nächst dem Zucker und Kaffe das er-giebigste Produkt der Insel. Es wird meist nach Englandund Nord-Amerika (Vaitoü-Stalos) ausgeführt. Der An-bau des Zuckers und Kaffes nimmt mit reißender Schnellig-keit zu, seitdem Spanien (1813) allen Völkern den Verkehrmit der Insel frei gegeben hat. An Zucker wurde z. B.von Havannah von 1786 bis 1700 ausgeführt 27,260,000Pfund, 1826:108,405,300, 1838:147,342,400, 1842:176,631,200 Pfd., und überhaupt 1842: 332,103,400 Pfd.,während auf der Insel selbst jährlich jetzt an 40 Mill. Pfd.verbraucht werden. Die Hauptausfuhr geschieht von Ha-vannah, Mantanzas, Trinidad, San-Jago de Cuba, weni-ger aus Nuevitas, Holguin, Manzanilla!c. Eben so meh-ren sich die Kaffe-Pflanzungen reißend. Im Jahr 1800gab es nur 80, 1817 schon 770, 1827 nicht weniger als2067.
Im Jahr 1804 betrug die Ausfuhr aus Havannah1,250,000 Pfd., 1800 ohngefähr 8 Mill. Pfd., von 1815bis 1820 im Durchschnitt jährlich 18,186,200 Pfund, und1827 schon 35,837,175 Pfd. Eben so beträchtlich steigt dieAusfuhr in den übrigen Häfen, so daß sie überhaupt 1827:30,030,581 Pfd. und im Jahr 1842 an 43,544,611 Pfundbetrug. — Der Anbau des Tabaks nimmt ebenfalls ansehn-lich zu, seitdem (1821) die Tabakpflanzungen nicht mehrRegierungsmonopol, sondern gegen 1 Proc. des Werthsfreigegeben sind. Die Häfen und Handelsplätze sind Ha-vannah, Santiago, Matanzas, Trinidad, Cienfuegos, Nue-vitas, Gibara, Mazanillo, Santa-Cruz, Baracoa, Santa-Espiritu, San-Juan. Der Werth der Ausfuhr beliefsich 1837 auf 20,346,407, 1840: 23,032,870, 1842:26,683,735 Dollars. — Die Einfuhr besteht vorzüglichin Wein, Fleisch, Getreide, Mehl, Butter, Manufaktur-,Leinen- und Wollwaaren, Früchten, Metallwaaren, Gewür-zenrc., und betrug im Werth 1837:22,040,357, 1840:24,700,180, 1842: 24,637,310 Dollars. — Im Handels-verkehr mit Cuba sind am meisten die nordamfrikan. Verci-nigten-Staaten (1838: 1434, 1841: 2704 Schiffe); Spa-nien (1838: 700, 1841: 2080 Schiffe); England (1838:100, 1841: 702 Schiffe); die Hansestädte (1838: 60, 1841:190 Sch.); Frankreich (1838: 35, 1841: 116 Sch.); Bel-gien (1841 :37Sch.) betheiligt; denn während BritanniensEinfuhr in Cuba 1842 nur 3,110,608 Dollars betrug,führten die Vereinigten-Staaten für 6,200,221 Dollars ein.
Der auswärtige Handelsverkehr mit Cuba ist ohnge-achtet der Bevorzugung der spanischen Flagge imEingangs-zoll so beträchtlich gewachsen. Waaren fremden Ursprungsaus Spanien unter spanischer Flagge eingeführt zahlenEingangszoll 10'/^ Proc. des Werths, und in besonderenFällen 13'/« Proc.; die fremden Ursprungs und aus einemfremden Lande, aber auf spanischen Schiffen eingeführt, zah-len 14>/, Proc. nach dem Werth, in besonderen Fällen 18>/4Proc.; werden die Waaren überaus einem fremden Landeund unter fremder Flagge eingeführt, so beträgt der Ein-