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Zweiter Band. H - Z.
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Jaroslaw

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Jever

Jaroslaw, 1) Hauptstadt des gleichnam. Guv. inußland, an der Wolga, mit 28,000 Ew., Gerberei, Leinwand-Tischzeugweberei, Seidenweberei, Seilerei, Handel. —) Stadt im österreichischen Galizien, Kreis Przmysl, ammit 10,000 Einw., Lcincweberei, Leinwandhandel,wachsbleichen, bedeut. Märkten.

^lasminöl, lat. Oieum jasmini; franz. Iluile <Io jas-, engl. Oil ok jessainino; ital. Olio üi zolsonnno. DieReißen Blüthen des, in Ostindien einheimischen, jetzt aber^ach im südlichen Europa akklimatisirten gemeinen Jasmin-auches (1»8winum okiicinalo l.) enthalten ein sehr ange-bhmes Parfum, welches man auf das, beinahe ganz geruch-Behenöl überträgt. Man schichtet nämlich in Töpfenaunnvolle, die mit Behenöl getränkt ist, lagenweise mitasminblüthxn, bis nach 24 Stunden das Oel den Wohl-tr' r ^nzlich an sich gezogen hat und auch behält; die ge-^ ^ Baumwolle wird nun so oft auf's neue mit frischen

Minbiüthxn in Berührung gebracht, bis sie den höchst-wird '"^ad von Jasmingeruch angenommen hat. Dann<. Baumwolle ausgepreßt und das Oel in langen,in 8-^' verstöpselten und mit Papier überklebten Gläsernle'n, verpackt. Das Behenöl wird (als fettes Oel)» ^ ^vzig, auch verliert es den Jasmingeruch leicht. Frü-^ tauchte man das Jasminöl in der Medicin, jetzt nurund ^ verschiedenen Parfumerien, so z. B. mit Wallraths-. B^achs zusammengeschmolzen zu Jasminpomade. Das' Frankreich (besonders Air, Montpellier, Cette, Graste,arseille) liefern das meiste Jasminöl in den Handel.r, „^"6pis, franz. Sasxo; engl. Sasper; ital. viasporu;

ein schon im Alterthum bekanntes und zuvvstgegenständen verarbeitetes Mineral. Wie alt die Be-k»n ves Jaspis ist, geht schon daraus hervor, daß die be-Bildsäule des Memnon daraus gefertigt ist. Er ist här-son?^ ^"ßes Glas, weicher als Bcrgkrystall, und findet sichhi derb als eingesprengt und in Geschieben. Der Bruch^^uschlig, undurchsichtig; der Glanz wachsartig, oftsch ' v>e Farben sind weiß, roth, gelb, grün, blau, braun,°rte^' Gewicht -- 2,4. Die hauptsächlichsten Fund-und in Böhmen, Sachsen (Freibcrg, Schneeberg rc.),Gew" ^'ankreich, Italien, Ungarn, Spanien, Sicilien rc.aus °^^ich unterscheidet man den Jaspis nach Farben;dxx hat man aber auch noch folgende zwei Abän-sra^bv: i) Egyptischen oder Kugel-Jaspis,g- Ration; engl. AeMptian küble; ital. lüottolo

schc/^" Dieser besteht aus rundlichen oder sphäroidi-. "Lücken von grauer, brauner und rother Farbe, die sichanc^ - ^ ringförmigen Zeichnungen um einen KernNachließen. Er findet sich in Oberägypten als Geschiebe im2) Jncheric) und bei Kandern in Baden. —

vd - Iaspiß, franz. laspe rubanne; engl. 8tnpeäligem kommt in derben Massen mit slachmusch-

braun vor, "" denen grau, grün, gelb, roth undwechseln ^"^vufenden geraden oder gewundenen Streifenund Ock -^vudorte sind in Sibirien bei Katharinenburg^vner auf der Insel Corsica, am Harz, in

schön inTyrol.- HatderJaSpis

batieren "ird er zu Siegelsteinen, Ta-

gebr ^ ^schplatten und architektonischen Arbeiten

"ucht. Den gelben Jaspis verwendet man in Florenz

häufig zur Mosaik, den Bandjaspis aber zu Cameen. DerPreis richtet sich meist nach der Art der Verarbeitung.Der rohe Stein steht in keinem hohen Werth; glatte Ring-steine kosten >/j bis 1 Rthlr. und mehr per Dutzend. Invorzüglichem Ansehen soll der Jaspis in China stehen; dortist selbst das Siegel des Kaisers daraus geschnitten.

Jassy, Hauptstadt der Moldau, am Baglui, mit20,000 Einw., die eine» sehr starken Handel treiben.

Rechnung, Münzen, Maaße und Eemichle s. Wal-lach e i.

Java, Djava, eine der Sunda-Jnseln, die größtenach Sumatra, von der sie NW. durch die Sunda-Straßegeschieden ist; ohngefähr 2380 Q.M. groß mit lO Mill. Ew.,von denen 10,000 Europäer, 100,000 Chinesen, Hindus,Araber, Malaien rc., die übrigen Eingeborene sind. Siestreckt sich von O. nach W.; die westlichste Spitze ist dasSWCap Java, und die östlichste das Ostcap. Die Insel istgebirgig und vulkanisch, aber sehr fruchtbar. Die Südküsteist mit steile» Felsen umgeben, die niedrige, sumpfige undungesunde Nordküste ruht auf einem Korallengrunde. ESgiebt hier nur zwei Jahreszeiten; eine trockene, vom Maibis September, eine nasse, vom November bis Mai. Jenebeginnt mit dem Ost-Muffon, diese mit dem West-Musson.Die Stürme sind häufig, besonders während des Wechselsder Mussons, alle Abende. Bei Gewittern erscheint die Luftals ein Feuermeer. Die Produkte sind in undurchdringlichenWäldern Palmen, Kokos, Sago, Bambu, Kappok, Tik, Kasseu. a. Bäume; Zucker, Reis, Baumwolle, Indigo, Tabak, Ge-treidearten; Büffel, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde, Ga-zellen, schwarze Tiger, Rhinozeros, Hirscheber, Schlangen,Schwalben; Schwefel, viel Salz. Die Holländer, im Besitzder Insel, ausgenommen eines Theils der östlichen Südküste,wo einheimische Fürsten herrschen, haben den Anbau undErtrag des Kaffes, Zuckers und Indigos beinahe in dasUnglaubliche gesteigert. Ausgeführt wurde an Kasse 1830an 288,740, 1841: 961,467 Piculs; an Zucker 1830:108,640; 1841: 1,046,376 Piculs. — S.B ata via undBantam.

Jelle, ein an beiden Enden spitzzulaufendes, leicht ge-bautes Fahrzeug, welches sowohl durch Segel, als durchRuder bewegt wird.

Jena, Stadt im Großherzogthum Weimar, mit 6000Ew., besonders berühmt durch ihre Universität, und eineLehranstalt für Apotheker.

Gelreidcmaaß. Der Viertel-Scheffel enthält 2018 franz.Kubikzoll oder 40,03 Liter, der Scheffel also 8072 franz.Kubikzoll oder 160,12 Liter.

Jever, Stadt in Oldenburg, an einem schiffbarenKanal, mit 4000 Einw., Gerberei, Branntweinbrennerei,Tabakfabrikcn und nicht ganz unbedeutendem Handel.

Man rechnet hier gesetzmäßig zwar, wie in ganz Ol-denburg, nach Reichsthalern zu 72 Groten ü 3Schwäre, 16 Thaler auf die köln. Mark s. Silber; frü-her (bis 1813) war der Zahlwerth der 15-Thalerfuß (vgl»den Art. Oldenburg), und die zum Theil hier noch ge-bräuchlichen Rechnungsmünzen folgende: 1 ReichSthlr.—l'/s gemeinen Thalern, — 9 Schillingen, — 18 Flinderke,