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Zweiter Band. H - Z.
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Kaffc

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Kaffc

Bohnen sind stark, länglich, blaß (blank), oder gelblich,gelb, braun, oder auch grünlich, mit einem Häutche» einge-hüllt, und haben viel Aroma (Geruch). Unter dieser Artfinden sich häufig schwarze und zerbrochene Bohnen. Dieverschiedene gelbe Farbe hängt bei dieser Sorte von derDauer der Lagerung ab. Der blasse ist der jüngste undwohlfeilste, der braune oder braungelbc der älteste undtheuerste. Der grüne scheint eine andere Art zu sein, dennobgleich der gewöhnliche der wohlfeilste Java ist, so stehtdoch der fein grüne im Preise beinahe dem gelben gleich.Die Verpackung geschieht in Ballen oder Gontjes vonMatten oder Packleinen, die gewöhnlich 230 Pfd. halten.Bei Mattcnballen rechnet man 12 Pfd., bei Leinenballen 3Pfd. lura per Ballen. In Amsterdam macht man den Java-Kasse oft künstlich gelb (Fabrik-Kaffe). Der Cheribonist die geringere Sorte des Java-Kasse.

Berbice, von der gleichnam. englischen Besitzung inGuiana. Die Bohnen sind klein, blaugrünlich, haben einenstarken, eigenthümlichen Geruch und wenig Bruch. AnGüte steht diese Sorte dem Surinam gleich. Der Bcrbice-Kaffe kommt in Fässern von 700 bis 800 Pfd., oder in Sä-cken von 130 Pfd. in den Handel.

Bourbon, von der an der Ostküste Afrika's gelege-nen, den Franzosen gehörigen, Insel dieses Namens. DerBourbon-Kaffe hat von allen Sorten die meiste Aehnlichkeitmit dem Mokka-Kasse, doch sind die geringeren Sorten nurso gut wie der westindische Kaffc. Die Bohnen sind kleinund nicht gleichförmig, rundlich und von gelblicher odergrünlicher Farbe. Der angenehme Geruch ist schwach. Ver-packung: Ballen von doppelten Matten. Die beste Sorteist kleinbohnig, rund und grünlich; die Mittelsorte gelblich;die ordinäre Sorte weniger rund, grünlich und gelblich ge-mischt. Eine besondere Sorte hat einen Theegeruch undlängliche Bohnen.

Brasil (auch unter den Namen Bahia, Marag-non, Rio Janeiro in den Handel kommend) hat sehrverschiedene Sorten; entweder große, gelbe, längliche Boh-nen von unreinem, herbem Erdgeschmack; im Aeußern demJava ähnlich; oder auch kleine, dem Mokka ähnliche Boh-nen, aber mit einem tiefern Gelb, ins Röthliche scheinend.Die Sorte Rio-Janeiro ist ziemlich stark, nicht so lang,grün, bald gelb, von einem starken Geruch. Der Kasse-Anbau war vor 30 Jahren in Brasilien noch unbekannt,jetzt aber ist er schon so bedeutend, daß der Kasse ein Haupt-ausfuhrartikel ist. Man rechnet die Produktion jetzt jähr-lich über 100 Millionen Pfund. Verpackung in Säcken von3 Arroben.

Cairo ist Mokka.

Cap der Guten Hoffnung hat seit 1830 eine bedeutendeQuantität, nämlich 1833:4021, 1842: 6,149,489 Pfundgeliefert.

Caracas, aus der südamerikanischen gleichnamigenProvinz in Venezuela. Er kommt gewöhnlich als Laguayrain den Handel, weil er über diesen Hafen ausgeführt wird.Die Bohnen sind länglichrund, von mittlerer Größe undbläulicher, leicht verbleichender Farbe. Verpackt ist dieseSorte in Säcke von 130 Pfd.

Cayennc, aus dem französischen Guiana in Süd-

Amerika. Die Bohnen sind sehr ungleich, breit und platt,das weißliche Samenhäutchen ist gewöhnlich noch ziemlichdaran und giebt ihnen einen Silberschein. Die Farbe istgelblichgrün oder gelb, auch schwärzlichgrün.

Ceylon, von der gleichnam. ostindischcn Insel. Großedunkelgelbe oder bräunliche, schlecht aussehende Bohnen vonsehr gutem Geschmack; kommt in bedeutenden Quantitä-ten nach Europa; denn 1842 führte England allein in dasVereinigte Königreich 11,134,024 Pfd. ein und der Ein-fuhrzoll betrug 7,098,543 Pfd. Sterl..

Cheribon, s. unter Batavia-Kaffc.

Chile gab 1842 eine Ausfuhr von 443,631 Pfd. nachEngland.

St. Christopher oder St. Kitts, die englisch-westindische Insel lieferte eine sehr ungleiche Menge, nämlich1838: 80,839, aber 1841 nur 12 Pfd.

Columbia, ist Caracas.

Cuba, auch nach den beiden Städten dieser westind.Insel Havana oder St-Jago oder St.-Jago de Cubagenannt, hat kleine, oft ziemlich gleich große, aber auch häufigsehr ungleiche, und namentlich wie zusammengedrückt aus-sehende Bohnen mit einem tiefen Schnitt, die man auchrunde Bohnen nennt. Man hat solche Bohnen ihrer Gestaltwegen mit Unrecht dem Mokka gleich geachtet, weil sie unterdiesem sehr häufig sind, worin sie aber wie unter allen Sor-ten von alten Bäumen sind, die nicht mehr volle Triebkrafthaben. Uebrigens ist der Cuba außerdem daran kenntlich,daß darin viele Bohnen mit einem festanhkngcndcn, röthli-chen Häutchcn bedeckt, und selbst entweder blaßgrün odergelblichgrün sind. Die Packung ist entweder in Fässern oderBastmatten. Die Ausfuhr von Cuba und Portorico betrug1843 an 28,000 Tons, und England allein führte ausCuba 1820 ein 1,838,110, 1835:609,418, 1842:2,019,626Pfund. Sie kommen in Säcken von 180 Pfd.

Demerary, aus dem englischen Guiana; kleine, rund-liche, blaugrüne Bohnen von einem starken, eigenthümlichenGeruch und gutem, kräftigem Geschmack. Es wurden 1832in England 1,200,791, 1838:2,330,818, 1841 nur 748,631Pfd. davon eingeführt.

Domingo, von der freien westindischen Insel Haitioder St.-Domingo; dem Martinique ähnlich, größer undlänger, mit spitzen Enden, sehr ungleich, gewöhnlich hell-grün und zuweilen weißlich, selten mit einem Häutchen, dasaber röthlich scheint. Der Geschmack ist zuweilen säuerlich.Außerdem ist diese Sorte daran kenntlich, daß sich vieleSteine nebst schwarzen und zerbrochenen Bohnen darunterbefinden.

Dominica, von der gleichnam. englisch-westindischenInsel, welche 1832: 1,330,401, 1838: 383,023, 1841:127,609 Pfund nach England ausführte. Man zählt denDominica-Kasse zu den besten westindischen Sorten. DieBohnen sind klein, voll, rundlich, grünlichgrau; der Ge-schmack ist rein und kräftig und kommt dem des Martinique-Kasse gleich.

Grenada, von der gleichnam. englisch-westindischenInsel; diese Sorte kommt zwar dem Dominica fast ganzgleich, aber die Ausfuhr (nach England) hat beträchtlich ab- ,