Kaffe
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Kajütfracht
Insel. Diese Sorte kommt ziemlich mit dem Martinique-Kaffe überein. Die Ausfuhr davon nach England war1832: 91,832, 1839: 136,339, aber 1841 nur 38,622 Pfd.
St. Vincent, von der gleich», englisch-westind. Insel.Die Ausfuhr ist unbedeutend und unbeständig.
Außer den vorstehend verzeichneten Kaffe-Sorten,welche in den verschiedenen Handelsplätzen nach ihrer Gütewieder in mehrere Unterabtheilungen gebracht werden, näm-lich fein, fein Mittel, fein ordinär, gut ordinär, reell ordinär(Domingo und Brasil), gut, Mittel, gut Mittel, klein mittet,ordinär und Triage (Bruch), Fegscl oder Fegels (holländ.Kalif veogsel, franz. ramassis <Io colo), das in denKaffemüh-len und Trockenstuben mit dem Besen Zusammengefegte.Außerdem unterscheidet man insgesammt alle Sorten nachder Farbe als gelbe, grüne und blaue, oder hell unddunkel; auch als ostindischen und westindischen oder Plan-tagen-Kaffe. Die Holländer nennen sehr schlechte Sorten
unsauber (onruivor).
Die Hauptkaffemärkte in Europa sind London, Liver-pool, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Bre-men, Havre, Nantes, Bordeaux, la Rochelle, Marseille,Trieft, Genua und Livorno. An jedem dieser Plätze exi-stiren verschiedene Verkaufspreise, die wir hier nicht anfüh-ren, da sie meistens in diesem Werk unter den Orten selbstangegeben sind.
Seit der Einführung des Kaffe hat sein Verbrauch bisjetzt immer noch zugenommen. Nach Humboldts Berech-nung soll im Jahr 1817 die Konsumtion in Europa 146Will. Pfd. betragen haben, wobei 36Mill. Pfd. aus Arabienund Java.
Nach möglichst genauer Ermittelung betrug die Ge-sammt-Produktion von Kaffe auf der Erde:
1838
1840
Brasilien.
Ctr.
1,000000
1,600000
Java, Sumatra rc. . .
-
680,000
1,200000
Das übrige Ostindien und
Mokka.
-
230,000
100,000
Cuba.
-
300,000
400,000
Portorico, la-Guayra .
-
330,000
270,000
St. Domingo ....
-
230,000
400,000
Französisches Westindie»
-
210,000
130,000
Englisches -
-
130,000
120,000
Holländisches -
-
100,000
40,000
Ceylon ..
70,000
70,000
Ctr. 3,340000 4,330000
Von dieser erzeugten Masse verzehrt Europa ohngefähr'/z, und die Einfuhr Europas hat sich fortwährend gestei-gert. Nach Handelsberichten betrug die Einfuhr in
1837
1842
Einfuhr
Bestand
Hamburg .
. . »2,0
72,9
22,0
Bremen
. . 8,8
18,1
4,4
Amsterdam .
. . 47,3
73,4
19,2
Rotterdam .
. . 35,4
30,8
18,3
Antwerpen
. . 43,6
44,0
13,0
Havre . .
. . 19,6
21,3
3,7
Bordeaux .
. . 3,3
11,0
2,8
1837
1842
Einfuhr
Bestand
Marseille . . .
8,3
18,3
2,6
Genua . . . .
4,3
3,0
1,4
Livorno . . .
2,2
2,0
0,3
Trieft . . . .
16,7
31,0
10,9
Großbrit. Häfen .
32,8
41,9
53,1
Will. Pfd.
276,5
386,7
133,9
Schon vielfach hat man sich bemüht, Kaffe-Sur-rogate aufzufinden, und dazu namentlich mehrere inDeutschland einheimische Wurzeln vorgeschlagen; jedochwerden nur wenige davon, nämlich die Cichorien, Runkel-und Mohrrüben, als solche angewandt, aber auch nicht fürsich allein, sondern vermischt mit wirklichen Kaffebohnen;ebenso das gebrannte Korn und die Gerste, so wie dieCacao-schalcn, selbst Eicheln, außerdem die sogenannte schwedischeWickenbohne, auch geröstetes Brod; indessen bleiben dieSurrogate was sie sind, ohne je den Kaffe ersetzen zu kön-nen. Die in Europa gemachten Versuche, den KaffebauMzu cultivircn, sind alle verunglückt. Nur bei Cadirhat man reife Früchte erzielt, doch scheint man dort auchwieder die Hoffnung eines günstigen Erfolgs aufgegeben zuhaben.
Kai, Kai, heißt der Damm am Ufer des Meeres odereines Flusses, welcher gewöhnlich von Quadersteinen, seltenvon Holz erbaut ist, und längs dessen die Schiffe oder dieLichterschiffe anlegen, um mit Bequemlichkeit ihre Waarenlöschen (ausladen) oder einnehmen zu können. Kaigeldheißt eine für die Benutzung des Kais zu leistende kleineAbgabe.
Kaisergroschen, heißen in Oesterreich die Dreikreu-zerstücke des 20-Gulde»fußcs.
Kaisergrün, auch Kirchberger-, Original-, Wiener-oder Neu-Grün genannt. Eine, in viereckige» Packetcnvon 1 Pfd. wiener Gewicht in den Handel kommende, hoch-grüne Farbe, die zuerst in Wien gemacht wurde. Man be-reitet sie ganz auf ähnliche Weise wie das schweinfurterGrün (s. d. Art.), mit dem es auch die meiste Aehnlichkcithat, indem man einen Grünspanbrei mit einer Arsenikauf-lösung zusammenbringt.
Kaisergulden, nennt man (besonders in Oesterreich)den im 20-Guldenfuß ausgemünzten Gulden.
Kaiserthalcr, der Conventions-Spcciesthaler i»Oesterreich.
Kajüte, franz. Ojnle; engl. llabin; holländ. liajmi;ital. Omora, heißt der wie ein'Zimmer eingerichtete Raumim Hintertheil des Schiffes, welcher dem Kapitän zur Woh-nung dient, der auch Passagiere darin aufzunehmen pflegt.Schiffe, welche für die Aufnahme von Passagieren bestimmtsind, wie Dampf- und Packetboote, enthalten in der Regetmehrere Kajüten, theils im Hintertheil, theils im Vordcr-theil des Schiffes, und es findet sich in diesen Räumen alles,was dem Reisenden die Fahrt angenehm machen kann.
Kajütfracht. Es steht dem Schiffer zu, die ihm zu?Wohnung bestimmte Kajüte ganz oder zum Theil mitFracht-gütcrn anzufüllen; da er aber dadurch natürlich manche Un-bequemlichkeit erleiden muß, so wird ihm für solche Güter,