Karlsruhe — 1V1 — Käse
^mieden, Schifffahrt, Strömlingfischcrei, Handel mit Eise»,upfcr, Potasche, Pech, Theer.
Karlsruhe, Hauptstadt des Großherzogthums Baden""d großherzogliche Residenz, 4-/2 St. vom Rhein, eine derlchönsten deutschen Städte, mit etwa 31,000 Einw., welchegewöhnlichen Handwerke und auch einige Fabriken betrei-
Realschule, polytechnische Schule; den Handel befördert^ Leopy^z^^n am Rhein und die Staats-Eiscnbahn.
^"nze, Rechnung, Maaß und Gewicht wie in ganz Baden.
Körnten, ein Herzogthum in dem zu Oesterreich gc-^3en Königreich Jllyrien, mit Krain eine der schwachMöllerten österreich. Provinzen, mit (1839 0 308,207 Ew.gehört zu dem Gubernium Laibach und ist in die beidenseist Klagcnfurt (Ober-Kärnten) und Billach (Unter-arnten) getheilt. Viehzucht ist in diesem wcidereichenInland ein Hauptnahrungszweig; daneben der Bergbau"^Esicn (bei Hüttcnberg, Wolfsberg, St. Leonhard), Blei^ Dillach), Kupfer (bei Großfragant im Kr. Billach),s^smei, Schwefel, Arsenik (bei Billach), etwas Quecksilber^ Windischkappel), Eisen- und Stahlwaarcn; Fcucr-^ehr-, Draht-Fabrikation, Schrotgießerei, Mennig-,satte- und Blcigelbfabriken; und ein beträchtlicher Handel^>t diesen Produkten. Hauptfluß ist die Drau; Hauptstadt^^genfurt.
Münzen, Rechnung, Maaße und Gewichte wie in ganzÖsterreich; nur im Thal der Lavant sind folgende besondereaaße gebräuchlich: Die fünfspännige oder Weber->e, ---i>/, wiener Elle; der Dammel oder die Daum------J'/z wiener Fuß.— Der Tagb au, als Feldmaaß,7) 12oo wiener QKlaftern, oder — ^ wiener Joch. — DasHaff, als Kohlenmaaß, — 4 wiener Wetzen.
Kasan, Hauptstadt des gleichnam. Guv. in Rußland,^weit der Mündung der Kasanka in die Wolga, mit30,000^ww., Festung (Kreml), großem Kaufhaus, Fabriken fürTsder, Seife, Pulver, Baumwollenwaarcn; Eisenschmicden,^iffbau, Handel.
Kasbin, Stadt in Persicn, Prov. Jruk-Adjcmi, auf der^NLSeite des Elburs-Gebirgcs, wo die beiden Straßen von^kstht und Tebris, auf der nördl. Straße nach Teheran zu-sammentreffen; mit 00,000 Einw., Teppich-, Seidenzeug-"»d Säbelklingenfabriken.
Kaschan , Stadt im gleichnam. Distrikt in Persien,
Prov.
Lrak-Adjemi, S. von Teheran, an der Straße von
mit der die südl. Straße von Tebris in Kum zusammen-hat; von Kaschan führt weiter eine Straße SO. über Nain"ach Pezd, und S. nach Jspahan, Pezdikhast, Schiras rc.;"ut 28,ooo Einw., Fabriken für Gold-, Silber-, Eisen-,Kupfer-, Seide - und Baumwollenwaaren.
Kaschgar, Stadt im gleichnam. Khanat in der klei-China gehörigen Bucharei, am gleichnam. Fluß, in^bergigen Gegend, mit 40,000 Ew., einer der Haupt-"o elspiz^ in Mittel-7lsien; Fabrikation von Goldwaarcn,W°ll- und Seidenstoffen.
Kaschmzx^ Hauptstadt des glcichn. Siek-Staates in^sten, der früher ^ Afghanistan gehörte und das Thal des?5! "M'Uuffes, von der Schneegebirgskette des Pir-Panjahltm SW., und übrigens von dem Himalaya-Gebirge einge-
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schloffen, umfaßt. Von den bedeut, sechs Seen des Thalessind der Dall-Sec der berühmteste, dann der Wuller-See u.der schönste der zwischen beiden liegende Mannsball-See.Geöffnet ist das Thal dem Verkehr durch zwölf Gebirgspässe,von denen jedoch nur vier während des ganzen Jahres gang-bar sind. Im Sommer ist die Hitze im Thal groß, aber dasKlima auf den Bergen frisch und gesund. Produkte sindGetreide, Reis, Saffran, Baumwolle, Hanf, Melonen, Kür-bisse, Mandeln, Obst, Wallnüsse, Haselnüsse, Pferde, Schafe,Ziegen, Bienen, Geflügel, Fische. Die Hauptstadt, welcheam Jilum-Fluß liegt, ist seit uralter Zeit berühmt durch diekunstreiche Weberei der schönsten und kostbarsten Shwals, ausdem feinen Wollhaar der thibetanischcn Ziege, das aus Thi-bet von Ladak oder Leh eingeführt wird und keineswegs einErzeugniß der Ziegen in Kaschmir ist. Außerdem wird hiereine kunstreiche Krystallschleifcrei betrieben.
Käse, franz. kromago; cngl. clicose; ital. foi'NMMu,cocio; holt. Raus, wird aus Milch bereitet, indem man die-selbe, entweder durch ihre Säure, oder durch künstliche Mit-tel gerinnen läßt, wodurch sich der wässerige Theil derselbenals Molken ausscheidet. Von dem verschiedenen Verfahrendabei hängen sowohl die größere oder geringere Haltbarkeitdes Käses, als auch die Eigenthümlichkeiten des Käsesaus den verschiedenen Gegenden ab. Man unterscheidet denKäse nach den Orten, wo er bereitet oder in den Handel ge-bracht wird, als:
1) Schweizer Käse. Der größte Vorzug des Schw.K. ist seine fette Beschaffenheit und die längere Haltbarkeit,wenn man ihn nur irgend zu behandeln versteht. Die größ-ten Schw. K. sind die Emmcnthaler im Kanton Bern.Sie wiegen 40 bis 60, auch wohl 100 Pfd., und werden von derfettesten Milch gemacht. Es werden davon jährlich mehreretausend Centner nach Deutschland und Frankreich ausgeführt.Der sogenannte Sarnenkäse aus dem Kanton Bern istetwas kleiner, hat große Augen und ist sehr fett, hält abernur 12 bis 24 Pfd. an Gewicht. Der vorzüglichste vonallen Schw. K. ist der Gruyöres - K. (iromogo üe OeuH-ee,auch roi üo levmoges genannt), aus dem Kanton Freiburg.Die Brode wiegen gewöhnlich 60 bis 100 Pfd.; er hatgroße Augen und ist so fett, daß er im Munde zergeht. ImBern'schen und Frciburg'schen macht man auch den bekanntenFutschrein- oder Va schrei»-Käse, wozu ein DrittheilMilch mit Rahm und zwei Drittheile abgerahmte Milch ge-nommen wird. Dieser Käse läßt sich nicht in die Ferne trans-portiren im Sommer, weil er leicht verdirbt; nur im Win-ter. — Der Urfern-Käse aus dem Kanton Uri kommtgewöhnlich in Broden von nur 10, zuweilen aber auch bis60 Pfd. Er ist so fett, daß er, um versandt zu werden, inBaumblätter gewickelt werden muß; mit dem Alter gewinnter an Geschmack, und wird nach und nach ganz roth. Inheißen Gegenden hält er sich zwei, in kälteren vier Jahrelang. Das jährliche Erzeugniß soll ohngefähr 800 Centnerbetragen. Der Käse aus dem Münsterthal ist demSchabzieger ähnlich. Letzterer wird aus derjenigenMilch gemacht, die bereits zu dem fetten Käse abgesahntist. Der zweite Nicderschlag der Milch heißt nämlich Zie-ger und ist weniger fett als der erste, welcher zu dem fettenweißen Käse gebraucht wird. Der Zieger wird gewöhnlich