Kram
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Krapp
eren man sich in Häfen bedient, um Lasten aus den Schif-fen und in dieselben zu heben. Die Maschine ist am Kaies Flusses oder Meeres angebracht, mit einem Dach oderehäuse versehen, und kann nach allen Seiten gewendet (ge-atzt) werden. Man hat sie in neuerer Zeit sehr sinnreich"nd zweckmäßig construirt und aus Eisen gebaut; KettenZertreten die Stelle der bei den frühern Krahnen gebräuch->chen Seile. Der Name rührt von der dem Bau des Vo-Kranich nicht unähnlichen Gestalt her. — Krahn-bb l d, A r a h n e n g e l d, heißt die Abgabe für das Ein- undusladen von Gegenständen vermittelst des KrahnS; auchas Gefalle an Zollstätten für das damit verbundene Wiegen" Waaren; Krahnrccht,Krahnenrecht,das durch^^^Jerechtigkeit bedingte Recht des Landesherrn oder ei-von den anlandenden oder vorübersegelndendas" " E dem Zoll unterworfenen Waaren wiegen undeine Abgabe (Krahnengeld) erheben zu dürfen.
, ^rain, ein zum Königreich Jllyricn gehöriges Her-ö^hum, im Gubernium Laibach, zwischen Kärnthen,eiermark, Kroatien und Trieft; 174 QM. mit (1839:)_ '^1« Einw. Es ist in drei Kreise: Laibach (Ober-Neustädtl (Unter-Krain), Adelsberg (Jnner-bild"'^ - und Laibach die Hauptstadt. Viehzucht^"Huuptnahrungszweig; die Schafzucht liefert meistde/ ^°^olliges Vieh, aber nicht unbedeutend ist die Pfer-art Ackerbau überwiegt der Hafer die Getreide-
Qu"o-c^"' Gerste, Weizen. Andere Produkte sind Eisen,Leder Zinnober, Steinkohlen. Die Industrie schafft/^^us, Leinwand, Holzwaaren.
Oell ."dau, Hauptstadt des 1846 aufgehobenen und mitvereinigten, 1813 durch den wiener Congreß ge-dj, Freistaates Krakau, am linken Ufer der Weichsel,^"ige Stunden abwärts schiffbar wird, mit etwa 33,00»fchön'' ^kadt hat viele palastähnliche Gebäude und. Kirchen, ist aber unregelmäßig und schmutzig. Die^deut tz ^ bering, beinahe nichts, nur der Handel ziemlich
G u führte hier, wie in Polen, Buch und Rechnung in^en zu 3o Groschen s 2 Pfennige polnisch, 6' ^chen einen Thlr. aus.
barin^^" keinen eigenen EurS, sondern richtet sichzu-, "vch Breslau, und rechnet jetzt nach der österreichischen§ früher sowohl nach preußischem, als polnischem
»nt (letzteres den Thaler zu 6 poln. Fl.).ünzen und Rechnung.
^rakau prägte seit 1833 eigene Münzen:
Silber Gulden, 14 Loth fein, also 88°/^ StückThat^i Mark fein Silber gesetzmäßig, jedoch in der
köln k7>/z Grän fein, also 86>/i Stück auf die
ko-Gr s^ Silber. — Silber-Scheidemünze:köln. Dr«b fn'n, also 422'/« Stück auf dieStück auf ^ ' 8-Groschenstücke, eben so fein und 844'/zThat geringer S- gesetzmäßig, jedoch in der
Von^fr^"' 2-, 3-Groschenstückc.
ßische, österre^-s» p""-
Nlünzen "rbst russischen Gold- und Silber-
Irerstaat richtete sich Krakau nach der 1812 im
Königreich Polen eingeführten Wechselordnung, die größten-theils mit dem französischen Wcchselrecht übereinstimmt.
Der Uso ist auf 30 Tage festgesetzt und eigentliche Re-spekttage giebt es nicht, sondern der Wechsel muß binnen 24Stunden bezahlt oder protcstirt werden. Wechsel ausSicht sind bei der Vorweisung zahlbar. Ist der Verfall-tag eines Wechsels ein gesetzlicher Feiertag, so muß die Zah-lung am vorhergehenden Lage geleistet werden.
Maaße und Gewichte.
»8 Läilgcmnaaß. Der Fuß (8lopa) von 12 Zoll (Lalov) ä12 Linien (biniow) ä 12 Skrupel (Punkt)-) ist 127,66928franz. Linien oder 0,288 Meter lang.— Die Elle (l-okioc)— 2 Fuß hat eine Länge von 233,34 franz. Linien oder0,376 Meter, — der poln. Elle. — Die Klafter (garen)hat 6 Fuß; die Ruthe (l'ret) 15 Fuß, wird aber auch in10 kleine Ruthen (pionciküvv), 100 bmvek u. 100 Zoll getheilt.
Getreidemaaß. Die Last (basrt) hat 30 Scheffel oderKorzec (llorc)) zu 4 Viertel (Lmcrci) ä 8 Garnetz (6are)-) ö4 Quart (Iln-art)-); 1 Korzec — 2 wiener Wetzen gerechnet.100 dorr) sind — 223,793 preuß. Scheffel, — 200,042 wie-ner Mctzen.
Flüssigkeitswaaß. Die Tonne (vocrka) hat 36 Garnetz(Oarnico) a 4 Quart (lirvart)-) ü4 Quartierchen (krvarlorocli).2llecrk)- machen 1 Slangiwv aus. Das Oxhoft rechnet manzu 60 Laraioc.
tzandeiegewichl Der Gran ist — 44 französ. Milli-gramm; der Centner (Ontnor) hat 4 Stein (llamieiü), a23 Pfund (l'unti); 1 Pfd. — 16 Unzen (vnc)i) L 2 Loth(buton), a 4 Drachmen (vracbm), a 3 Skrupel (8lin>xulüvv)a 24 Gran (üranorv) ü 8>/» Gränchen (Oraniküvv).
Häufig bediente man sich auch des wiener Gewichts,und rechnete dann 1 Centner (100 Pfd.) wiener — 138 Pfd.krakaucr Gewicht; die politische Veränderung wird auch dasösterreichische Münzwcsen, Maaß und Gewicht einführen.
Sold- und Silbergewicht war die kölnische Mark.
Mediän»!- und llpothckergewicht ist das in Deutschlandgebräuchliche nürnberger.
Krämer, Krämer, ist gleichbedeutend mit Klein-händler; s. die Art. Kramer-Jnnung, Innungen.
Kramergewicht unterscheidet man von dem Flei-schergewicht, wo beides gebräuchlich ist. Jenes wird für diesonannten Kolonialwaaren gebraucht, und im Pfunde undLoth leichter als dieses, so daß 11 Pfd. Kramergewicht-----10 Pfd. Fleischergewicht sind.
Krapp, Färberröthe, Rothe, franz. Koranes;engl. öloääer; ital. Iloblna, heißt die Wurzel der Färber-röthe, llubia tinctoruin, einer Pflanze, die im südl. Europa,in Frankreich, Spanien, Italien wild wächst und in Holland,einigen Gegenden Deutschlands, z. B. Schlesien, Böhmen,Baden rc. im Großen angebaut wird. Der gewöhnlich un-ter der Benennung Alizari oder Lizari vorkommendelevantische Krapp rührt von einer andern Art derselbenGattung, Ilulna peregrina, her, welche bei Smyrna, Aleppo,in Griechenland rc. angebaut wird. Da die Kultur derKrapppflanze nicht sehr leicht und einfach ist, auch nicht füralle Gegenden paßt, so wird sie nur hin und wieder in Mengegezogen. Sie verlangt einen guten Boden, ist perennirendund hat lange runde Wurzeln, die im Alter von drei Jahrenetwa sederkiel-, seltner singersdick sind, und horizontal in der
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