Latakia
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kann der Lasurstein mit der Kupfcrlasur werden, einem Mi-neral, welches namentlich in der Farbe demselben sehr ähn-lich ist, aber die Eigenschaft hat, bei der Berührung mitSalpetersäure aufzubrausen, und auch nicht die Härte desLasursteins besitzt.
Latakia, s- Ladikieh.
Latun, franz. baiton; cngl. klste-bross oder bross-p>!Uo, wird zuweilen das Messingblech (s. Blech)genannt.
Laubach, gräfl. Solms-Laubach. Stadt in Hessen-Darmstadt, Provinz Oberhesscn, OSO. bei Gießen; mit2300 Einw.; unweit das Eisenwerk Friedrichshütte, mitSchleif- und Drehwerk; in der Nähe der Heffenbrücken-Hammer.
Lauban, Kreisstadt in Preußen, bis 1814 eine derSechsstädte der sächsischen Oberlausitz, im RegierungsbezirkLiegnitz, am Queis , mit 6100 Einw. Leinen - und Baum-wollweberei, Leinwand- und Kattundruckerci, Färberei,Bleichen, Handel.
Laubthalcr, SechslivrcSthaler, Reuthaler(französischer), Federthalcr, Lca <ic 6 bvros, granä 0c»,ecu noul, eine franz. Silbermünze von 6 LivrcS Tournois,welche zuerst im Jahr 1726 und bis 1794 in ganzen, halben(pciUs oo»s), >/z, >/,o und '/^ Stücken ausgeprägt wurde.Den Namen Laubthaler hat sie in Deutschland von denbelaubten Lorbeerzweigen, welche auf dem Revers das ovaleLilienschild umkränzen, erhalten. Eine französische Ver-ordnung vom 12. Sept. 181» nahm den Feingehalt derLaubthaler zu 14'/2 Loth an, von Andern ward er früher zu14 Loth 10 Grän angenommen; doch ist derselbe nach derZeit der Ausprägung und den Münzstätten bedeutend ab-weichend. Man kann ihn bei vollwichtigen Stücken durch-schnittlich zu 14 Loth 6 Grän, bei einem Gewicht von 614holl. As annehmen, wonach 7,923 Stück auf die rauhe,8,84428 Stück auf die feine köln. Mark gehen, und derWerth eines Stücks 1 Rthlr. 17 Sgr. 3"/^ Pf. preuß. Cur.oder 1 Rthlr. 12 Gr. 2>/oPf. Conventionsmünze — 2Gul-den 132 /z Kr. im Conv.-20-Guldenfuß ---- 2 Guld. 42«/^Kr. im 24-Guldcnfuß oder rheinisch beträgt. Die Laub-thaler fanden sehr schnell in der Schweiz und in DeutschlandEingang und wurden hier, trotz der obrigkeitlichen Verfü-gungen, wenn nicht ein gänzlicher Verruf sie traf, stets über-schätzt, indem man sie früherhin zu 2 Guld. 43 Kr. im 24-Guldenfuß oder rhein. annahm, welche Werthung sich daraufgründete, daß man ihre Ausbringung zu 14?/, Loth fein,dei einem Gewicht von 2 Loth, annahm, wonach der Werth^s Laubthalers genau zu 2»/, Gulden des 24 GuldenfußeSAuskommt. Das erwähnte franz. Dekret vom 10. Sept.k8iv setzte den Laubthaler auf 3 Francs 80 Eent. herab,wden, man ihn in Frankreich als Bruchsilber behandelte,der Absicht, diese Sorte nach und nach einzuschmelzenaad nach dem neuen Münzfuß umzuprägen. Die Folgedieser Verordnung war, daß die wichtigen Laubthaler"ach Frankreich zurückwanderten, die abgeschliffenenaber, und vorzüglich die beschnittenen, in Deutsch-land znrückbliebcn, indem diese nicht den Vortheil, wiedie wichtigen, in Frankreich gewährten. Dem BeispielFrankreichs folgten zwei Jahre später mehrere deutsche Re-
gierungen, indem unterm 7. Februar 1812 zuerst Baiernden ganzen Laubthaler auf 2 Gulden 40 Kr., den halbenauf 1 Guld. 17 Kr. im 24-Guldenfuß festsetzte, unter weite-rer Bestimmung, daß diese Gcldsorten nach Verlauf von2 Monaten ganz außer Curs gesetzt sein sollten. Hier-auf setzte Nassau den ganzen Laubthaler eben so, den hal-ben auf 1 Guld. 16 Kr., und der Großherzog von Würz-bürg verfügte dasselbe wie Baiern. Das Großherzog-thum und das Kurfürstentum Hessen (dieses erst 1816) undFrankfurt a. M. setzten nun ebenfalls, wie Baiern, unterGestaltung einer kurzen Frist, jene Münzsorten außer allemCurs. Die österreichische und baiersche gemeinschaftlicheLandeü-Administration zu Worms setzte dagegen durchVerordnung vom 23. Jan. und 19. März 1816 den Werthdes Laubthalers auch für den Privatverkehr zu 2 Gulden42 Kr. fest, und bemerkte dabei, daß derselbe hiernach demBetrag von 3 Francs 80 Centimes, wie er dei den öffent-lichen Kassen angenommen werde, vollkommen entspreche.Dies ist jedoch unrichtig, indem 3 Francs 80 Cent.-----2Gulden 4»>2/,m Kr. im 24-Guldenf. sind, wonach Baiernrichtig evalvirte. Dieselbe Administration aber setzte am26. März 1816 den Laubthaler für die öffentlichen Kassenauf 8 Francs 75 Cent. fest. Jetzt sind die Laubthaler zwarbeinahe ganz aus dem Verkehr verschwunden, indessen ge-denkt ihrer der frankfurter Geldkurs noch. — Wersich über diesen Gegenstand speziell unterrichten will, demempfehlen wir „(Cleynmann's) Aphorismen aus demFache der Münzgesetzgebung und des Münzwesens. Frank-furt a. M., 1817, bei Jäger."
Lauchhammer, gräfl. Einsiedel. vorzügliches Eisen-hüttenwerk und Eisengießerei in Preußen, Rcgierungsbez.Merseburg, Kreis Liebcnwerda, an der schwarzen Elsterund unweit der Stadt Mückenberg. Die Gießerei liefertKunstsachrn, Oefen und Kochgeschirr.
Lauenburg, ein deutsches mit Dänemark vereinigtesHerzogthum, zwischen Holstein, Lübeck, dem mccklenburg-strelitzischen Fürstenthum Ratzeburg, Mecklenburg-Schwe-rin, Hannover, Hamburg und Lübeck; 19Q.M. mit (1840:)48,342 Einw. Erwerbszwcige sind Ackerbau und Viehzucht.Die gleichnamige Hauptstadt liegt an der Mündung desStecknitz-Kanals in die Elbe, mit 4000 Einw., Schifffahrt,Elbzoll. — Vergl. den Art. Dänemark.
Laufende Rechnung, ital. conto corrent«,nennt man eine Rechnung, die bis zum gänzlichen Abschlußununterbrochen fortgeführt wird. Einen Schuldposten auflaufende Rechnung oder Lunto corronto bringen, heißt: ihndem Schuldner einstweilen zur Last schreiben, und deswegenmit ihm erst beim Rechnungsabschluß, halbjährlich oderjährlich, abrechnen. Vergl. d. Art. Conto corrente.
Laufende Schulden, werden diejenigen Schuldengenannt, welche bis zum nächsten Bücherabschluß fortlaufen,und bis dahin unabgerechnct bleiben.
Laufende Wechsel, heißen diejenigen Wechselbriefe,welche noch nicht verfallen sind, noch umlaufen.
Laurvig, Hauptstadt der gleichnam. Grafschaft, aufder Südküste von Norwegen, im Stift Aggershuus, rechtsan der Mündung des Laaven-Elv, mit 3600 Einw., Ha-fen, Tabakfabriken, Eisen- und Holzwaaren, Handel unhSchifffahrt.