Lemberg
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Leonischc Waaren
sabrikcn, Zuckerraffinerien, Heringfischerei, bedeut. Schiffs-werften und 3 Docks, beträchtlichem überseeischen Handel imbaltischen Meer, mit Frankreich, Spanien, Portugal, Nord-Amerika, China; hat die banle ok 8cullanä u. «.Bankge-schäfte, z. B. der vrüisli Innen Lompan^; Leuchtthurm 33°38' 54" n. Br. 8° 30' 54" w. L.
Lemberg, polnisch Lnnn, die Hauptstadt des öster-reichischen Galiziens, am Peltew-Bach, mit 73,000 Einw.,die meist Zuden sind; Sitz der Gubcrnial-Behörden, eineskatholischen Bischofs, lutherischen Superintendentur, calvin.Seniorat, Metropolit der unirtcn Griechen; hat Universität,zwei Gymnasien, Realschule, Taubstummen-Jnstitut, Appel-lations-Gericht, Wechsel- und Merkantil-Gericht, galizischeHypothekcn-Bank (seit 1839), die Drei-KLnigsmesse, die amMontag nach dem Drei-Königstage beginnt und 4 Wochendauert, mit der die am 14. Januar beginnende und 6 Wo-chen dauernde Contraktzeit verbunden ist; der Frühjahrs-markt beginnt am 24. Mai und dauert 4 Wochen, derHcrbstmarkt beginnt am 12. Oktbr. und dauert 14 Tage;ein anderer fällt auf den Agnes-Tag; der Wollmarkt beginntam 1. Juli und dauert 10 Tage.
Münzen, Kechnung und Lurs.
Das hier umlaufende Geld ist meist das österreichische,und im Curs richtet man sich nach dem wiener Curszettelund dem österreichischen Wechselrecht.
Maaße und Gewichte.
tängenmaaß. Der lemberger Fuß ist 131,643franz. Linien, — 0,296968 Meter, — 0,93932 wiener Fuß.Die lemberger Elle hat 2 Fuß, also 263,287 französ.Linien — 0,59393 Meter, — 0,76229 wiener Ellen; 100lemberger Ellen — 76,224 wiener, — 89,081 berlinerEllen.
Selreideniaaß. Der Korzec, Korschctz oder polni-sche Scheffel wird in '/z, V,, Vs, V,s und '/z? getheilt.Der >/z 2 -Korzec heißt Garnitz oder Garcy und wird inund '/, eingetheilt. Der >/,-Garnitz heißt Quartyoder Quart und wird in >/- und >/., getheilt. Der Korzecenthält 6200,73 französische Kubikzoll oder 1,22999 Hek-toliter, — 2,00021 wiener Wetzen, — 2,23794 preußischeScheffel.
Mssigkeitsmaaß. Der Garnitz, Garniec oder dieKanne hat 4 Kwarty und enthält 193,77 franz. Kubik-zoll oder 3,84 Liter. Die Beczka (Bierfaß) oder das Faßhat 36 Garniec ä 4 Kwarty, das Bierfaß also — 1,1307wiener Bierfaß, — 138^ Liter.
handelsgemicht. Der lemberger Centner von 100Pfund wiegt 75 Pfund wiener Gewicht, also ein lembergerPfd. — 24 wiener Loth oder ^ wiener Pfd., oder — 1Pfd. österreichisch Medizinalgewicht — 420,009 französischeGramm, — 8738,78 holländ. As. — Der lemberger Cent-ner ist daher — 42,001 franz. Kilogramm, —89,801 preu-ßischen Pfunden.
Bei Zoll- und Kassenämtern und bei Tabaksgefällenbraucht man ausschließlich das wiener Gewicht.
Medizinal- undllzwthekergemichi ist das in ganz Oesterreichgebräuchliche, und das Pfund desselben ist dem lemb. Han-delspfunde völlig gleich.
Lemgo, Stadt in Lippe-Detmold, in fruchtbarer Ge-gend an derBega, mit 4600 Einw., Gymnasium, Leinwand-und Wollzeugweberei, Damastfabrik, Mcerschaumkopffabri-ken, Linnenlegge.
Lemnische Erde wird der bräunliche Thon genannt,welcher zuerst von der Insel Lemnos oder Stalimenc in denHandel kam, jetzt aber auch an mehrer?k andern Orten ge-graben wird, vgl. d. Art. Bolus.
Lengefeld , Stadt im Amt Wolkenstcin in Sachsen,auf einem Bergabhang an der Flöha, mit 2300 Einw-,Baumwollspinnerei, Kannefas-, Barchent- und Kattun-weberei.
Lengenfeld, Stadt im Boigtlande in Sachsen, beiPlauen, in einem Thal nahe der Göltzsch, mit 4000 Einw.,Baumwollspinnerei, Tuch-, Zeug- und Muffelinweberci,Schönfärbereien.
Lengsfeld, Stadt in Weimar-Eisenach, bei Sal-zungen, mit 3000 Einw., Flanellweberei, Wollkamm-fabrik.
Lennep, Kreisstadt in Preußen, Regierungsbez. Düs-seldorf, mit 6500 Einw.; ein Hauptsitz der fabrikmäßig be-triebenen vorzüglichen Tuch- und Kasimirmanufaktur mitden dazu gehörigen Gewerben der Färberei, Tuckbereitungund Wollspinnerei, mit Siamoisenweberi, Hutmacherei,Möbelfabrikation ic.
Leobschütz, Kreisstadt in Preußen, Prov. Scblesien,Regierungsbez. Oppeln, mit 6000 Einw., Handwerkschule,Woll-und Leineweberei, Gerberei, und sehr beträchtlichenGetreide- und Flachsmärkten.
1) Hauptstadt der gleichnam. Provinz inSpanien, in Alt-Castilien, NNW. von Balladolid, mit8800 Einw., der schönsten Kathedrale in Spanien, Flachs-spinnerei, Woll- und Leineweberei rc. — 2) Hauptstadt desStaates Nicaragua in Mittel-Amerika, unweit der Küstedes großen Ozeans, mit 40,000 Ew., Universität, beträcht-lichem Handel.
I-eoinIi»», eine vom Papst Leo XII. seit 1823 ge-prägte Goldmünze von 4r/, röm. Scudi.
Leonrsche oder Lyonische Waaren, leonischesGold und Silber, nennt man die aus goldähnlichen Me-tall-Legirungen gemachten Drähte, Plättchen, Flit-tern, Kantillen rc. Manche leiten die Benennung vonLeon in Spanien ab, wo aber keine Fabriken dieses Artikelssind, andere von Lyon, welches denselben zuerst geliefert ha-ben soll; übrigens ist der Ausdruck leoirische Waarender gebräuchlichere, wenn auch der andere gewiß der richti-gere. Den Ironischen Draht unterscheidet man in gold-und silberplattirten und cementirten. Den plat-tirten Draht macht man aus Kupfer und belegt ihn ein- bisviermal mit Blattgold oder Blattsilber, woher die Benen-nung ein-, zwei-, drei-, vierfach vergoldeter Drähte entsteht.Bei dem cementirten Draht erhält das Kupfer die goldähn-liche Farbe ohne Anwendung von Gold, blos durch ober-flächliche Berührung mit Zink. Die gehörig beschnittenenund durch Ziehen rund und glatt gemachten Stangen wer-den in einen länglichen gußeisernen Kasten gelegt, wo sie anden Enden ausruhen, übrigens aber ganz frei bleiben;