Maronen
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Usrskiillg
Blei, Quincallerie!c., aus dagegen Wolle, Aiegenfelle,Wachs, Mandeln, Olivenöl, Gummi, Getreide. Eng-land bringt besonders Luch, Leinwand, Baumwollenzeug,Zucker.
Münzen, Rechnung, Maaße und Gewichte s. im ArtikelFez.
Maronen, s. Kastanien.
Maroquin, s. Saffian.
Marsala, Hafenstadt in Sicilien, Prov. Trapani,O. beim Cap Boco, mit 21,000 Einw., ansehnlicher Aus-fuhr von Landesprodukten, namentlich vorzüglichem rothenWein, Getreide, Oel, Soda.
große, schöne und reiche Handelsstadtund Hauptstadt des Deport. Louclies-Ou-KKüiio in Frank-reich, mit einem Hafen, am mittelländischen Meer, und100,000 Einw. Der Hafen, dessen Zugang durch mehrerestarke Befestigungen vertheidigt wird, liegt im Mittelpunktder Stadt, bildet ein 823 Klaftern langes und etwa ISO K.breites Bassin, und kann 1200 Schiffe fassen. Der Eingangist gegen NW. gerichtet, und hat etwa 18 bis 16 Fuß Was-ser, während es im Hafen 18 bis 20 Fuß tief ist. Den Ein-gang schließen zwei mit Forts und dem Leuchtthurm besetzteFelsklippen. Baggermaschinen sind fortwährend in Thä-tigkeit, um den Schlamm hinauszuschaffen u. das Schlcchter-werden des Hafens zu verhindern. Marseille ist, obgleichden allergrößten Schiffen nicht zugänglich, doch einer derbesten und sichersten Häfen in der Welt für mittelgroßeHandelsschiffe. Auf einer Insel am Hafen steht ein 131 Fußhoher Leuchtthurm. Die Schiffe sind nicht gezwungen, einenLootsen an Bord zu nehmen; sie müssen aber die Lootsenab-gabe entrichten, sie mögen den Lootsen nehmen oder nicht.Das Lazarcth, die Quarantaine-Anstalt, eine der besten inEuropa, liegt etwas nördlich von der Stadt, und auf derInsel Rattoneau ist ein Hospital für die, deren Gesundheitverdächtig scheint. Mit Ausnahme des Lootsengeldes undder Schiffe, welche Quarantaine halten, haben die Schiffekeine Hafcnabgaben in Marseille zu zahlen.
Marseille ist eine sehr alte, am Ende des 6. Jahrhun-derts vor Christi von Griechen gegründete Stadt und hatsich während der ganzen Zeit seines Bestehens eines höchstausgebreiteten Handels erfreut. Havre, das gewissermaßender Hafen von Paris ist, hatte allerdings einen großenTheil des französischen Handels an sich gezogen, aber trotzder zunehmenden Wichtigkeit dieses Platzes ist er doch in derneuern Zeit von Marseille übertreffen worden. Die inHavre eingekommenen Zoll - Abgaben betrugen 1831:22,410,689, 1833: 24,921,081 Frcs., während die vonMarseille 1831: 28,760,894, 1833: 30,997,886, und 1838:31,013,301 Francs erreichten. Im Jahr 1831 liefen inMarseille ein 8731 Schiffe von 472,246 Tonnen, 1833:6831 Schiffe von 867,161 T. , 1838: 6380 Schiffe von839,469 T., 1836: 7260 Schiffe von 668,808 T., 1838:6834 Schiffe von 682,307 T.; abgingen 1831: 4887 Schiffevon 374,919 L., 1833: 8636 Schiffe von 483,816 T.,1833: 6047 Schiffe von 839,133 T., 1836: 7239 Schiffevon 673,368 Tonnen, 1838: 6318 Schiffe von 637,830Tonnen.
Angekommen sind
1846:
Schiffe Tonnen
französische, . . . vom Auslande 1701 --- 234,83«fremde, .... - - 3131 - 838,333
französische, ... - franz. Kolon. 114 - 28,202
- ... - Algerien 333 - 83,38i
große Küstenfahrer, - atlant. Ozean 203 - 26,23«
kleine Küstenfahrer, - Mittelmeer 4971 - 311,03t
- - . . - Fischfang 86 - 9,68«
Abgegangen sind:
französische, ... - Auslande 1296 - 178,987
fremde, .... - - 2961 - 808,003
französische, ... - franz. Kolon. 121 - 28,608
- .... - Algerien 321 - 74,23t
große Küstenfahrer vom atlant. Ozean
und Mittelmeer 288 - 42,66t
kleine Küstenfahrer - Mittelmeer 8077 - 328,933
In Havre liefen im Jahr 1846 ein 2339 Schiffe vo"829,000 Tonnen, abgingen 2043 Schiffe von 466,000 T. iaußerdem kamen hier an 1773 große und 4718 kleineKüsten-fahrer, und abgingen 1488 große und 4997 kleine Küsten-sahrer.
Hieraus crgiebt sich, daß der Handel von Marseille denvon Havre übertrifft. Marseille ist der große Stapelplatzdes Handels zwischen Frankreich, den Ländern am Mittel-meer, dem schwarzen Meer, Konstantinopel, Oesterreich >c>Nach der Levante versendet es Colonialprodukte, Wollen-zeuge, Seidenstoffe rc.; nach Italien bestehen die Ausfuhr-artikel in allen Arten Colonialprodukten, Wollenzeugcn,Leinwand, Likören, Oel, Kurzwaaren und Blei; nach Eng-land wird ausgeführt: Seide, Branntwein, Krapp, Wein,Grünspan, Bimsstein, Seife, Oel, eingelegte Früchte, Hand-schuhe, Bänder, Shawls, Kapern, Anchovis, Syrup, Essen-zen, Parfümerien rc. Die Haupteinfuhrartikel sind Weizekvon dem schwarzen Meer und der afrikanischen Küste, Zuckerund Kasse, Baumwolle, Indigo, Fische, Pfeffer, Eisen, Ble>,Farbehölzer, Häute rc. Deshalb ist das Entrepot für ver-botene Waaren sehr wichtig. Vergl. über den Handel Mat-seille's folgende zwei Werke: Lssai sur le commerce äe Mk'sei»«, ouvrago couronne par!-> commission cdarxoo «je äeoet'»er le prix lomlo par N. kelix äe lloaujour. ölsrseille 183t>und von pouguo, v.iswiro raisonneo <lu commerco 6e dl-N'seille, sppliguoo sux äoveloppomeus äos prospcriws moOorn^'Paris 1842, 2 6,!e.
In Marseille besteht eine Präfektur, Münze, DouaM-königliche Tabakmanufaktur, ein Telegraph, Börse, Bank,viele Bankhäuser, Consulate vieler Staaten, königl. S>r-schule, Zeichnenschule, Taubstummenschule, Civil-TribunabGeneral-Handelsrath, Handels-Tribunal, Handelskammer,Conseil äe pruck'dommes, königl. Akademie der Wissenschaft^und Künste, mehrere Assekuranzen, Sparkasse, RhedecroFabriken für Knöpfe, Wachs, Rägel, Leim, Korallen, Blu-men, Papier, Seife, chemische Produkte, Sparteriegefleidl,Brauereien, Gerbereien, Färbereien, Zuckerrafsinerien, Soda,Likör, Cremor-Tartari rc.; Schiffswerften; jedoch überwü^der Handel. Am 31. August beginnt ein 18-tägiger Mar^'