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Zweiter Band. H - Z.
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381
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Olivcttm

— 381 — Opal

ionisches, Oele von dem griech. Festland, den griech.und i o n ifch e n Inseln, Candia.

Die Verfälschung des Olivenöls mit andern Oclen,namentlich mit gereinigtem Mohnöl, ist sehr häufig. Manerkennt dieselbe auf verschiedene Weise, theils durch Schüt-teln in einer zur Hälfte angefüllten Flasche, wo das reineOlivenöl, wenn es wieder in Ruhe gekommen ist, eine glatteOberfläche zeigt, mit Samenöl vermischt aber von Blasenbedeckt erscheint. Erkältet man das Olivenöl zwischen Eis,so wird es fast ganz, ist es mit Mohnöl verfälscht, nur zumkleinern Theil, hat es davon beigemischt, gar nicht er-starren. — Wenn man etwas salpetrige Salzsäure (Königs-wasser) mit dem Oel schüttelt, so wird das Olivenöl roth-braun, das Samcnöl dick, was schon merklich ist, wenn auch»ur 3 Proc. davon beigemischt sind.— Rauchende Salpeter-säure färbt das Olivenöl weiß, in Menge angewendet gelb-lich, das Samenöl aber roth und braun. — S. auch unterDel.

Olivetten, 1) olivcnförmig gedrehte Korallen;

mehrere Arten Glaskorallen oder Glasperlen von dieserForm, welche in Böhmen, im Baireuthschen, in Venedigund Frankreich in verschiedener Größe und Farbe, 7 Linienlong, 4 im Durchmesser, für den Handel nach Amerika,Acgypten und Afrika überhaupt gefertigt werden. Dieböhmischen und baireuthschen sind in Maschen von 1000Stück, die venetianischen in Mazzi von 12 Schnuren.

. Olivin, s. d. Art. Chrysolith.

Olla, Weinmaaß im spanischen Galicien.

Olmütz , stark befestigte Stadt des gleichnam. Kreisesin Mähren, an der March, mit 19,000 Einw. Hier kreu-zen sich die Hauptstraßen von Oesterreich, Böhmen, Schle-sten, Polen und Ungarn, wodurch dieser Ort einen bedeu-tenden Verkehr in den Landesprodukten der genannten Län-ber unterhält. Es liegt auch an der Eisenbahn von WienNach Prag, und hat beträchtliche Webereien in Luch, Wollen-,deinen- und Baumwollenwaaren, Färbereien, Gerbereienund wöchentlich einen bedeutenden Viehmarkt.

Omnium, ein von der londoner Stock-Börse ange-nommener Ausdruck, womit man den Gcsammtwerth derStocks oder Staatspapiere bezeichnet, welcher gegen einenbgeschlossene Anleihe gewährt wird, und zwar drückt manbas Omnium stets in dem Belauf aus, welchen man gegenst 100 empfing. So wie nun die einzelnen Stocks im Preisesteigen oder fallen, ist auch der Werth des Omniums durchben Curs veränderlich. Im Jahr 1813 wurde z. B. eineAnleihe von 36 Mill. Pfd. Stcrl. geschlossen, und das Om-Nium bestand in I. 130 dreiproccntigcn reducirtcn Annuitä-ten oder Renten, 1. 44 dreiproccnt. Consols und I. 10 vier-procentigcn Renten, für je 1. 100 der Unterzeichnung. Zur3eit der Contrahirung dieser Anleihe, am 14. Juni, warendie Preise der genannten Stocks wie nachsteht, und liefertendaher für das Omnium folgenden Werth:

I. 130 reducirte Stocks zu 34 . . I. 70. 4. 0.

- 44 Consols zu 33 .- 24. 4. 0.

- 10 vierprocentige Renten zu 70 - 7. — —

Zusammen 1. 101. 8. —

so daß sich hieraus, den vergüteten Disconto für die baare

Einzahlung unbeachtet, eine Prämie von l. 1. 8 sli. — oder1V° Proc. crgiebt.

Onbeschlik, Onbeslik, eine türkische Silber-münze.

On?a, Unze. 1) Handels-, Gold-, Silber- undMedizinalgcwicht in Portugal und Brasilien; — 2) des-gleichen in Spanien; — 3) Weinmaaß im spanischen Ga-licien.

Once, Unze, älteres und neueres Gewicht in Frank-reich, den Niederlanden und der sranz. Schweiz.

Oncetta, die neuc Oncia, eine Goldmünze im Kö-nigreich beider Sicilien.

Oncia, Onza, Unze; 1) Rechnungsmünzeauf der Insel Sicilien; — 2) Goldmünze im König-reich beider Sicilien, ursprünglich für die Insel Sicilienausgeprägt;— 3) ältere Silbermünze auf Sici-lien; — 4) frühere Rcchnungs- und Silber-

münze auf der Insel Malta; — 3) Handels-, Gold-,Silber-, Medizinal- und Probirgewicht in ganzItalien.

Onlik, Onpara, d.h. Zehner, zehn Para, Rubb,der türkische Viertclpiaster, eine Silbermünze.

per. Acceptation per ooor, Zahlungper onor, s. Intervention.

Onyx, Onix,s. Achat, Chalcedon, Carneol,deren Abarten von gewisser Farbe diesen Namen führen.

Onza, Unze. 1) Rechnungs- und Goldmünze aufder Insel Sicilien; — 2) O nra äo^Oro, Gold-Unze, derVodlvn üe a ocko oder Quadrupel, die größte spanischeGoldmünze; — 3) spanisches Handels-, Silber-, Juwelen-und Medizinalgewicht; — 4) Wcinmaaß im spanischenGalicien.

Opal, ein Halbedelstein von verschiedener Färbung,härter als Bergkrystall und von 1,9 bis 2,11 spez. Gewicht;im Bruch muschlig und auf der fein geritzten Oberfläche, be-sonders gegen das Licht gehalten, ein lebhaftes Farbenspielzeigend. Am meisten geschätzt sind die milchweißen, starkglänzenden, roth und grün spielenden, edlen Opale, auchFirmament- oder Elementstein genannt, und um somehr, je größer und rissefreier sie sind. Diese werden vor-zugsweise in Ungarn bei dem Dorf Czerwenitza gefunden,wo sie in Porphyr und Trachit eingewachsen vorkommen.Man faßt sie on coboolinn geschliffen zu Schmuckgegenstän-dcn aller Art. Das Gestein, in welchem der edle Opal nurin kleinen Punkten eingesprengt ist, wird unter dem NamenOpalmutter häufig zu Dosen rc. verarbeitet. FernereSpielarten sind: der Feueropal, hyacinthroth, honig-gelb, mit schönem Farbenglanz, in Mexico und auf denFarver-Jnseln; der gemeineOpal, milchweiß, glas- oderwachsglänzend und ohne Farbenspiel, in Ungarn, Sachsen,Schlesien, Island rc.; der Hydrophan, Weltauge,sehr porös; wird durchscheinender und opalisirend, wennman ihn in's Wasser legt, verliert aber beide Eigenschaftennach dem Austrocknen wieder; in Sachsen, Ungarn und aufden Faröern zu finden; dcrHalbopal, grau, braun inverschiedenen Abstufungen und durchscheinend bis undurch-sichtig, auch zuweilen bandartig gestreift; wird in Ungarn,