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Order
Opium
Instrument, womit sie den Saft abschaben, immer in OelZeichen und zur Opiummasse stets '/- Oel mischen, wodurch^ auch zum medizinischen Gebrauch untauglich wird. Die^ahratten sehen dies übrigens für keine Verfälschung an.
Mohnkultur in Bahar undPatna. Der Bo-öen wird anfangs gleich dem Reisfelde zubereitet, gepflügt,gedüngt, in Beete von 7 Quadratfuß getheilt, mit Zwischen-räunien von 2 Fuß, die, 2 bis 6 Zoll hoch, dammartig zuriieberricselung durch kleine Wasserleitungen erhöht werden.Diese Vorbereitung geschieht im September und October, dieAussaat im October und November; die weitere Sorge und^siege ist so mühselig wie in Malwa, da die Pflänzchen sehriart sind, leicht durch Insekten zerstört werden und Wind,Hagel, ungünstige Regen oder andere schlimme Einflüssesticht völligen Verderb, oder im günstigen Fall UebermaaßErtrags geben. Wohnkultur ist daher hier wahresHazardspiel, das entweder gar keinen oder einen sehr großenGewinn giebt, recht geeignet, wie der Saft selbst, fieberhaftöst Gewinnsucht zu reizen. Der Landmann wird hier be-sonders durch die baaren Geldvorschüsse der Agenten derCompagnie zum Opiumbau verleitet. Der Acre Land (40Ruthen lang, 4 Ruthen breit) soll 30 bis 60 Pfund Opiumstssern und dem Pflanzer einen Reinertrag von 20 bis 30Kopien abwerfen. Hierzu giebt nun noch das Mohnöl 2bis 3 Rupien Gewinn vom Acre. Im Allgemeinen stimmtbst Pflege der Mohnfelder im Patnadistrikt mit der in Malwaverein. Die Blüthezeit ist im Februar; die weißblühendepflanze giebt mehr Saft als die rothe. Im März oder^ipril reift der Same und die Einschnitte geschehen 2 bis 3lochen vorher. Das erste Einritzen ist stets am ergiebig-en und giebt den mildesten Milchsaft. Vierzehn Tage langI>nd die Familien der Landlcute mit dem Einritzen, Abkratzen^dd dem Handkncten des sich verdickenden Saftes zu runden,Putten, 4 Pfund schweren und etwa 4 Zoll im Durchmesserwaltenden Kuchen beschäftigt; dieselben werden in Mohn-wärter gewickelt oder mit Tabaksblättern belegt, dann auf>rdene Schüsseln zum Trocknen ausgebreitet, bis sie sich zumErkaufe eignen. Auch wird wohl der Abgang der Verdün-nung der Waare durch Zusatz von Mohnöl ersetzt, um das^Usammendorren zu hindern. In diesem Zustand, in Kisten^rpackt und mit Mohnsamenspreu festgelegt, kommt dasDpium aus der Hand des Erzeugers oder Aufkäufers undKapitalisten zu den sixirten Preisen an die Agenten derCompagnie in Bengalen, welche die Waare in den öffentli-N>rn Auctionen zu Calcutta an die Kaufleute zur Ausfuhr"uch China versteigern, die nun den Großhandel damitReiben. Nächst dem Salzmonopol der Compagnie ist derErtrag des Opiums der größte Gewinn des englischen Gu-vernements. Nach den Schifferlisten wurden in den Jahren^98 bis 1796 von Calcutta nur 1070 Opiumkisten ausge-schifft; im Jahr 1829 aber 8183; im Jahr 1830: 9678, in^Unima in jener Periode von 33 Jahren 162,273 KistensZum Mittelpreis von 1200 Dollars) an Werth nahe an200 Will. Dollars. Im Jahr 1827 bis 1828 betrugen dieseEinkünfte des bengalischen oder Patnaopiums allein, nachb°n Parlamentsacten: 638,234 Pfd. Sterling (8,674,606^>cca-Rupien). Die Salaire der Agenten betrugen26,024 Sicca-Rupien. Nach Mac Culloch soll dies Mo-dopol früher zuweilen eine reine Revenue von 1,000,000tt.
Pfd. Sterl. im Jahr eingebracht haben; seit der Eroberungvon Malwa hat sie sich vermindert, aber auch seitdem dieAmerikaner auf den chinesischen Markt mehr türkischesOpium einführten.
, siehe Balsam, Mekka-balsam.
Opodcldoc, ist ein von dem englischen Arzt Stear inAufnahme gebrachtes Heilmittel zum äußern Gebrauch beiVerrenkungen rc., die verletzten Stellen damit einzureiben.Die Bestandtheile sind Kampher, Seife und ätherische Oele,alles in erwärmtem Weingeist aufgelöst, siltrirt und dann mitetwas Salmiakgeist vermischt. Die Masse ist durchsichtiggallertartig. Bei längerem Stehen bilden sich häufig weiße,sternartige Krystalle in der Masse, deren Bildung sich beider Bereitung dadurch verhüten läßt, daß etwas phos-phorsaures Natron oder etwas kohlensaures Alkali beige-mischt wird.
Opopanax, lat. tlummi Opopannx, ein Gummiharz,welches aus der in Asien und Südeuropa heimischen Dolden-pflanze, kastinaca Opoponax, durch Einschnitte in die Sten-gel gewonnen wird. Die rothen, unregelmäßig geformtenStücke sind leicht zerbrechlich, haben einen starken, gewürz-haften Geruch und bitteren Geschmack. Es kommt aus derLevante und wird noch hier und da als Arzneimittel ange-wendet.
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Or, Rechnungsmünze in Persien.
Orange, Orangenschalen, s. Pomeran-zen u. s. w.
Orange-Leinen, Kollos ü'Oranxo, zu Orange undTroyes in Frankreich in Menge gefertigte feine, bunte, ächt-farbige, gut aussehende Kattune, welche im In- u. Auslandestarken Absatz finden.
Order, Ordre, Verordnung, Verfügung,Wille, drückt in Wechseln, im Context sowohl, als imIndossament, die Autorisation zur Einziehung der Zahlungaus, und die Worte: „An die Order des Herrn N.N."bedeuten, daß der Bezogene an diejenige Person, welcheN. N. zur Erhebung der Zahlung ermächtigen wird, dieseleisten soll. Ueber die Wichtigkeit, ja Nothwendigkeit dieserWorte, um den Wechsel übertragbar zu machen, nach meh-rern Wechselordnungen, s. d. Art. Indossament. Nacheinigen Gesetzen, namentlich den französischen, badenschenund baierschen, hat sogar eine Tratte, welche jene Wortenicht enthält, gar nicht als Wechsel, sondern nur als ge-wöhnliche Anweisung Giltigkeit. — Nach anderen Gesetzendagegen, wie z. B. dem preußischen Landrecht, der WeimarerWechsel-Ordnung, ist das Wort Ordre nicht nöthig, aus-genommen, wenn ein Wechsel durch einen Procura-Trägerweiter indossirt werden soll. — Ein Wechsel kann auch „aneigene Ordre," d. h. an die Ordre des Ausstellers selbst,wenn er freie Hand darüber haben will, ausgestellt werden.— Im gewöhnlichen kaufmännischen Verkehr bedeutet dasWort Order so viel als Auftrag, z. B. Order ge-ben rc. — Im Affekuranzwesen bedeutet Ordre den Auf-trag an einen Dritten, die Versicherung zu bewirken, undden schriftlichen Auftrag deshalb, den Ordre-Brief.
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