Pernau
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Persien
Pernau, Perna-Lin, Kreisstadt in Rußland,^Uvern. Liefland, an der Mündung des gleichnam. Flussesden rigaer Busen, mit 7000 Einw., darunter viele bedeu-tende deutsche Handlungshäuser, Ausfuhr von Getreide undRussischen Produkten aller Art, namentlich Flachs, Flachs-hede, Leinsamen, Roggen, etwas Gerste, Hanf, Hafer,überhaupt im Jahr 1843: 849,043, 1846: 775,238 Silbcr-^ubel im Werth; Einfuhr von Salz, Wolle, Norderhe-r'Uge, Wein, Farbewaaren, im Werth insgesammt 1845:*04,700, 1846: 79,131 Silber-Rubel. Die Solleinnahmebttrug bis zum 6. Dec. 1846: 103,252 Silber-Rubel. An-ginen 1846: 46 Schiffe und 28 Küstenfahrer und abgingenrus Ausland 54 Schiffe, und nach inländ. Häfen 35 Schiffe"rbst 27 Küstenfahrern. Pernau hat auch einen kleinen
Hufen.
Nechnung, Münzen, neue Maaße und Vcwichle wie inPetersburg.
Die alten Maaße und Seimchle sind:
tangemiiaaß. Der Fuß ist die halbe Elle und --0,274,647 Meter, -- 0,90109 russ. Fuß. — Die Klafter°ber der Faden hält 6 Fuß; der Aeußerfade» 7 Fuß.^ Die Elle ist -- 0,77236 ruff. Arschin, --- 0,549294Mieter, — 243>/2 paris. Linien.
Setreidemaaß. Die Last hat 24 Tonne» zu 2 Loof d 3behauste oder 4 gestrichene Külmet. Der Loof ist —2,41331 ruff. Tschetwerik, — 63,3177 Liter und wird in^4 Stoof getheilt. — Die LastLeinsamen hält 12 Ton-hn, » i-/, Loof, also nur 21 Loof. — Die Salz - Tonneo> Pernau beträgt 1>/s Salztonne in Riga, und die Last^alz hat 18 Salz-Tonnen.
Haiwclsgeimchk. Das Schiffpfund hat 20Liespfu»diu 2o Pfund; der Centner 6 Liespfund; das Pfund 16bidzen oder 32 Loth zu 4 Quentchen, ist — 1,092692 russ.Nfund und wiegt 10,070'/4 ruff. Doli oder 447,47 Gramm,^ 0316 Holland. As. Der Centner ist also — 131,123^ffische Pfund, -- 3,2781 russ. Pud, ----- 53,6964 Kilo-
O^amm.
Persien, ein großes, wenn auch nicht sehr mächtiges^kl'ch m Asien, welches jetzt drei verschiedene Staaten um-^Üt, Kabulistan oder Afghanistan, Bcludschi-und Iran oder das eigentliche Persien, welches letztereMische» 26° bis 41° n. Br. und zwischen 61° 31/ und 79°^ ö. L. gelegen ist und zwischen 23 bis 59,000 QM. groß,h't etwa 30 Mill. Bewohnern geschätzt wird. Es grenzt"ü Norden an Rußland und das kaspische Meer, im Südenden persischen Meerbusen, im Westen an die asiatischeTürkei und im Osten an Afghanistan und Beludschistan.^lima und Kultur des Bodens sind sehr verschieden, doch
das Land in den Ebenen sehr von der Hitze zu leiden.^ Erzeugnisse des Landes sind Getreide aller Art,Namentlich Weizen; Reis, besonders in der Provinz Mä-anders», welche eine» großen Theil Persiens damit versieht,°rselbe steht jedoch dem amerikanischen Reis nach, wirdober dennoch nach Rußland rc. in nicht unbeträchtlicher^benge ausgeführt, z. B. 1833: 43,000, 1835: 11,441,^37: 10,630 Pud. Wein, am berühmtesten der vonchiras, welcher von den Einwohnern dieser Stadt nuriOm eigenen Bedarf bereitet und gar nicht verführt wird.
Die Muselmänner verschmähen den Wein nicht mehr, Grie-chen und Armenier keltern ihn, und bereiten auch Brannt-wein. Melonen, Arbusen, Quitten, Aepfcl,Birnen, Pflaumen, Weintrauben wachsen in denunzähligen Gärten Persiens im Ueberfluß, und dienen imSommer und Herbst zur Hauptnahrung der Bewohner,auch werde» für ohngefähr 150,000 Rubel jährlich, 1837sogar für 311,482 R. und 1841 für 498,526 R. Früchteauf dem kaspischen Meer nach Rußland gesandt. Zucker-Sand (Rohzucker) in Masanderan, schlecht geläutert, vonröthlicher Farbe und unangenehmem Geschmack. Man be-dient sich desselben nur in Ermangelung des europäischenrafsinirten Zuckers. Davon wurde nach Rußland ausge-führt 1833: 11,267, 1835: 12,124, 1841: 1790 Pud.Bas persische Opium ist geringer als das türkische undvon verschiedener Güte, so daß der Preis zwischen 3>/» und14 Toman steht. Die beste Gattung kommt aus Kaschan,die schlechteste aus Jspahan. Manna in der Provinz Kho-rasan, die auch nach Indien geht. Assa fötida (Teu-selsdreck) aus den Bergen in Khorasan. Gummi in ver-schiedenen Gattungen und an vielen Orten, ist ein wichtigerAusfuhrartikel und wird meist über Trebisonde nach Kon-stantinopel gebracht. Gallapfel in Kurdistan. Sie ste-hen im Handel höher als die europäischen und der Stapel-platz dafür ist Souk-Bulak in der Nähe des Sees von Urmia.Der größte Theil derselben geht nach Europa. Der Preisder Galläpfel, die nach der Seide der wichtigste Handcls-Export-Artikel Persiens sind, ist bis auf 3 bis 3'/2 Sahib-kiran der Batman gestiegen. Tabak, am besten in densüdlichen Gegenden. Waldungen giebt es nur am kas-pischcn Meer. Baumwolle, besonders in der ProvinzMasanderan. Es wird davon viel im Lande selbst verar-beitet, aber auch nach Rußland ausgeführt, z. B. 1833 nur8 Pud, 1836: 1753, 1841: 3891 Pud; ebenso als Garn,z.B. 1833: 2219, 1837: 8176, 1841: 16,660 Pud, fernerals Manufakturwaaren, z. B. 1833 für 3,756,308, 1837:4,944,386, 1841: 5,963,923 Rubel. Der werthvollste undwichtigste Ausfuhr-Artikel ist die Seide; sie steht aber derberühmten türkischen aus der Gegend von Bruffa weit nach,und der Seidenbau ist hier noch in seiner Kindheit; jedochwerden in der Provinz Ghilan jährlich mehr als 1 MillionPfund Seide gewonnen, wovon der größte Theil nach Eu-ropa geht; die an anderen Orten erzeugte Seide geht nichtin's Ausland. Rußland führte aus Persien ein an roherSeide 1833: 4593, 1837: 2568, 1841: 3129 Pud. — DieViehzucht ist von großer Bedeutung. Die persischenPferde sind auch in Europa sehr geschätzt. Schafe undZiegen giebt es in großer Menge. Wolle wird, bei demweiten Transport, nicht ausgeführt; aber Vieh 1833 für28,624, 1837: 31,283, 1841: 21,595 Rubel, und Häute1833 für 50,617, 1837: 22,902, 1841: 34,990 Rubel. AnPelz werk wurde aus Persien nach Rußland eingeführt1833 für 114,107, 1837: 164,165, 1841: 259,203 Rubel.— Eisen- und Kupferbergwerke besonders in denProvinzen Karadag und Masanderan. Türkisen werdenin Khorasan gegraben. Im persischen Meerbusen, auf derInsel Bahrein, wird die so berühmte Perlenfischereibetrieben. Persien ist reich an Steinsalz; auch gewinntman vieles Salz aus Salzseen. Die bedeutende Einfuhr